Glycin und Glutamat bei ADHS

Glycin, Glutamat, ADHS
Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei 23 Kindern mit ADHS und bei 22 Kontrollpersonen die Nährstoffaufnahme. Sie konnten nachweisen, dass eine höhere Aufnahme von Glycin mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für ADHS assoziiert war, während eine höhere Aufnahme der Aminosäure Glutamat das ADHS-Risiko verminderte. Bei ADHS-Patienten war auch die Aspartataufnahme signifikant höher als bei den Kontrollpersonen.

Referenz:
Kathleen F Holton et al.: The Association of Dietary Glycine and Glutamate with ADHD; The FASEB Journal vol. 30 no. 1 Supplement 679.8, April 2016

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Eisenspiegel im Blut und ADHS

IQ und kognitive Funktionen und Eisen
Wissenschaftler aus Korea untersuchten bei 50 ADHS-Kindern und 45 Kontrollpersonen die Eisenkonzentrationen im Blut und führten verschiedene neuropsychologische Testverfahren durch. Die Bluteisenspiegel waren bei den ADHS-Patienten signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen. Niedrigere Eisenkonzentrationen hatten auch einen Einfluss auf den IQ und auf neurokognitive Funktionen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass bei ADHS-Patienten zur Einschätzung des Schweregrades der Symptome und der neurokognitiven Funktionen die Eisenspiegel bestimmt werden sollten.

Referenz:
Song Ii Ahn, MD et al.: The Relation of Blood Iron Level with Frontal Function in Children with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder; J Korean Neuropsychiatr Assoc 2016;55(1):51-59

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ADHS, Blutdruck und Vitamin D

Vitamin D, Blutdruck, ADHS

Anhand der Daten der deutschen KiGGS-Studie wurde nachgewiesen, dass ein niedriger Blutdruck bei Jugendlichen mit einer ADHS-Symptomatik assoziiert war. Eine wichtige Rolle spielte in diesem Zusammenhang auch die Vitamin-D-Konzentration, die den systolischen Blutdruck bei ADHS-Patienten beeinflusste.

Referenz:
Thomas Meyer et al.: Attention deficit-hyperactivity disorder is associated with reduced blood pressure and serum vitamin D levels: results from the nationwide German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS); European Child & Adolescent Psychiatry, 19.05.2016

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ADHS und Mikronährstoffmedizin

NEWS - ADHS und Mikronährstoffe

Es wäre sicherlich übertrieben, ADHS als reine Mikronährstoffmangelerkrankung einzustufen. Dennoch hat ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen beträchtliche Konsequenzen für die psychische Befindlichkeit und für das Verhalten. Ein Ausgleich von Mikronährstoffdefiziten ist, unabhängig von anderen erforderlichen Therapien, immer eine notwendige und sinnvolle Maßnahme und sollte in jedem Fall in Betracht gezogen werden.

Lesen Sie dazu unseren NEWS mit aktuellen Fakten zum Thema ADHS und Mikronährstoffe.

 

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Oxidativer Stress bei AHDS

oxidativer Stress

Wenn im Körper mehr freie Radikale gebildet werden als  Radikalfänger vorhanden sind, entsteht ein Ungleichgewicht – man spricht von oxidativem Stress. Antioxidantien wie z.B. Vitamin C, E, Coenzym Q10 sind solche Radikalfänger. Sie reagieren mit freien Radikalen und machen diese unschädlich – sie schützen sozusagen die Zellen vor Oxidation.

In einer Studie wurden bei 76 Kindern mit ADHS und bei 78 gesunden Kindern verschiedene Parameter des oxidativen Stresses bestimmt. Es zeigte sich, dass die Kinder mit ADHS im Vergleich zu den Kontrollpersonen einen signifikant erhöhten oxidativen Stress hatten.

Referenz:
Sezen H, Kandemir H et a.: Increased oxidative stress in children with attention deficit hyperactivity disorder; Redox Rep. 2016 Feb 17

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Pränataler Eisenmangel beeinträchtigt Hirnentwicklung

pränateler Eisenmangel und Hirnentwicklung
Wissenschaftler aus China untersuchten bei 115 gesunden chinesischen Kindern, bei denen Blutparameter der Mutter und des Nabelschnurbluts bekannt waren, elektrophysiologische Signale der Entwicklung des auditorischen Systems. Sie konnten nachweisen, dass ein Eisenmangel vor der Geburt die Entwicklung des zentralen Nervensystems und des auditorischen Systems nachteilig beeinflusste – erkennbar am verzögerten Auftreten bestimmter elektrophysiologischer Signale des Gehirns.

Referenz:
Lou J, Mai X et al.: Prenatal Iron Deficiency and Auditory Brainstem Responses at 3 and 10 Months: A Pilot Study; Hong Kong J Paediatr. 2016;20(2):71-79.

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Zink ist wichtig für die Entwicklung des Gehirns

Zink und Gehirn
Weltweit leiden etwa 40 Prozent der Menschen unter Zinkmangel. Während der Schwangerschaft sollte die werdende Mutter unbedingt auf eine optimale Zinkversorgung achten. Prof. Hans Konrad Biesalski beschreibt in seinem Buch „Mikronährstoffe als Motor der Evolution“ eindrucksvoll, warum eine optimale Zinkversorgung für die Hirnentwicklung des Fötus enorm wichtig ist.

Ein Zinkmangel in der Schwangerschaft kann bei dem Kind zu einer eingeschränkten psychomotorischen Entwicklung führen. Außerdem ist Zink, wie Eisen auch, für die Entwicklung des Gehirns unabdingbar. Der Hippocampus, ein wichtiger Teil des limbischen Systems, ist für die Funktion von Gedächtnisprozessen und für die räumliche Orientierung erforderlich. Der Hippocampus ist die Hirnregion mit der höchsten Zinkkonzentration. Bei einem Zinkmangel fällt auch die Zinkkonzentration im Hippocampus ab.

Leiden schwangere Frauen an einem Eisen- und Zinkmangel, und nehmen sie diese Mikronährstoffe während der Schwangerschaft ein, resultiert daraus eine bessere kognitive Entwicklung der Kinder im Vergleich zu Kinder der Frauen, die während der Schwangerschaft diese nicht einnehmen. Kinder von indischen Müttern, die im zweiten und dritten Trimenon ausreichend Zink bekamen, profitierten davon mit einer guten Lern- und Gedächtnisleistung.

Bei einem Mangel an Zink ist die Differenzierung der Stammzellen neuronaler Zellen beeinträchtigt und damit die Plastizität des Hippocampus. Unter neuronaler Plastizität versteht man die Eigenschaft von Synapsen, Nervenzellen oder auch ganzen Hirnarealen, sich in Abhängigkeit von der Verwendung in ihren Eigenschaften anzupassen. Außerdem ist die Proliferation neuronaler Zellen, also die Zellteilung, beeinträchtigt.

Referenz:
Hans Konrad Biesalski: Mikronährstoffe als Motor der Evolution

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Eisen – für Kinder essentiell

Eisenmangel

Kinder und Jugendliche benötigen sehr viel Eisen. So ist zum Beispiel der Eisenbedarf eines zwölfjährigen Jungen um 25 Prozent höher als bei seinem Vater. Über die Ernährung lässt sich dieser Mehrbedarf oftmals nicht decken, deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade Kinder und Jugendliche häufig an einem Eisenmangel leiden. In Europa und Nordamerika ist jedes vierte Kind bzw. jeder vierte Jugendlicher von einem Eisendefizit betroffen. Lustlosigkeit, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit können die Folge sein. Meist sind Kinder mit einem Eisenmangel auch reizbarer und unaufmerksamer als Kinder ohne Eisenmangel. Sie lassen sich schnell ablenken und sind nicht so leistungsfähig. Ein Eisendefizit wirkt sich negativ auf die Lernfähigkeit und motorische sowie geistige Entwicklung aus.

Anmerkung:
Eisen hat sehr vielfältige Funktionen im Körper und ist für ein gesundes Wachstum und eine gesunde Entwicklung des Kindes erforderlich. Eisen ist auch für die Hirnentwicklung von großer Bedeutung und spielt auch eine wichtige Rolle für die Bildung von Nervenbotenstoffen wie Dopamin und Serotonin. Ein Eisenmangel in der frühen Kindheit kann  zu verschiedenen Störungen der Hirnfunktion, unter anderem auch zu Lern- und Verhaltensstörungen führen, die nur bedingt rückbildungsfähig sind. Deswegen sollte bei Kindern und Jugendlichen besonders auf einen guten Eisenstatus geachtet werden und ein Eisenmangel im Vorfeld vermieden werden.

Referenz:
Dr. Lothar Burgerstein et al.: Burgersteins Handbuch Nährstoffe. 12 Auflage, 2012 TRIAS Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG, Calbe (Saale)

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Zink und Schlafqualität bei Kindern

Schlaf
US-Wissenschaftler untersuchten, ob es bei Schulkindern einen Zusammenhang zwischen der Zinkkonzentration und der Schlafqualität gibt. In die Studie wurden 1.295 Kinder der China Jintan Child Cohort Study einbezogen. Im Alter zwischen drei und fünf Jahren und zwischen elf und fünfzehn Jahren wurde Zink im Blut bestimmt, außerdem wurden Daten zur Schlafqualität erhoben. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass die Zinkkonzentrationen im Blut bei Kindern im Vorschulalter die Schlafeffektivität beeinflussten. Je niedriger die Zinkkonzentration, desto schlechter war die Schlafeffektivität. Bei Heranwachsenden bedingten ungenügende Zinkkonzentrationen eine schlechtere Schlafqualität. Die Zinkversorgung scheint also eine wichtige Rolle für die Schlafqualität zu spielen.

Referenz:
Ji X, Liu J: Associations between Blood Zinc Concentrations and Sleep Quality in Childhood: A Cohort Study.; Nutrients 2015;7(7):5684-5696. Epub 2015 Jul 13.

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Besser Lernen mit einer optimalen Mikronährstoffversorgung

lernen, studieren
In Deutschland leiden etwa fünf Prozent der Kinder an einer Lernstörung, wie z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie. Unter Legasthenie versteht man eine Lese-Rechtschreibschwäche, unter Dyskalkulie eine Rechenstörung. Die Ursachen beider Lernstörungen sind noch nicht hinreichend geklärt. Klar ist, dass diese Lernstörungen keineswegs Ausdruck einer mangelnden Intelligenz sein müssen, möglicherweise arbeiten die Gehirne einfach anders.

Vielleicht fehlen dem kindlichen Gehirn aber auch jene Biomoleküle, die für eine optimale Gehirnleistung erforderlich sind? Die Orthomolekulare Medizin bietet einen sinnvollen und logischen Ansatzpunkt, den Hirnstoffwechsel zu verbessern. Das Gehirn als sehr stoffwechselaktives Organ ist auf eine hohe Energiezufuhr angewiesen. Dazu sind die Makronährstoffe und viele Mikronährstoffe erforderlich.

Neurotransmitter sind wichtig für Lernen, Denken, Konzentration, Kreativität, Motivation etc. und auch hier gilt: Sind alle für die Bildung der Botenstoffe relevanten Mikronährstoffe in ausreichender Menge im Stoffwechsel vorhanden?

Insbesondere sollte auch auf die Aminosäuren geachtet werden, die entweder selbst als Botenstoffe fungieren oder deren Vorstufen sind oder für anderweitige Prozesse im Nervensystem herangezogen werden. Die Aminosäure Serin ist z.B. die Vorstufe des Neurotransmitters Acetylcholin. Acetylcholin ist u.a. notwendig für Lernen und Gedächtnisbildung. Aus Arginin wird Stickstoffmonoxid gebildet, das für die Nervenimpulsübertragung notwendig ist und am Langzeitgedächtnis beteiligt ist. Bei einem Mangel an Glutaminsäure kann es zu Lernstörungen kommen. Die Aminosäure Glutamin kann als Energiesubstrat herangezogen werden, wenn dem Stoffwechsel Glukose fehlt. Die Aminosäure Tyrosin ist Ausgangsstoff für Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin – den Katecholaminen, die u.a. für die Motivation und Konzentration wesentlich sind. Aus der Aminosäure Tryptophan wird der Botenstoff Serotonin gebildet, der auch bei Kindern eine wichtige Rolle für Ausgeglichenheit, Stimmung und geruhsamen Schlaf spielt.

Die Gruppe der B-Vitamine übt ebenfalls vielfältige Funktionen im Hirnstoffwechsel aus. Auch sie sind vor allem für die Bildung von Botenstoffen und für die Energiegewinnung erforderlich, und das Gehirn hat, wie gesagt, einen sehr hohen Energiebedarf. Vitamin B1 ist notwendig, um aus Glukose Energie zu gewinnen. Ein B1-Mangel kann deshalb zu Leistungsabfall und Müdigkeit führen. Vitamin B3 ist wichtig für die Energiebildung in den Mitochondrien der Zelle. Die Vitamine B6, B12 und Folsäure sind erforderlich für so genannte Methylierungsreaktionen, die für die Bildung fast aller Neurotransmitter notwendig sind. Ein B12-Mangel kann sich z.B. in starken Gedächtnisstörungen äußern.

Eisen hat mehrere Funktionen im Stoffwechsel des Gehirns. Es ist für die Myelinsynthese, für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen, für die Ausbildung von Synapsen und Dendriten und auch für die Bildung von Dopamin und Serotonin erforderlich. Bei einem Eisenmangel kann es zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Hirnstoffwechsels kommen. Ein Eisenmangel in der Kindheit wird auch heutzutage leider oftmals unterschätzt und kann neben körperlichen Entwicklungsstörungen zu nicht wiedergutzumachenden kognitiven Störungen führen. Bitte lieber einmal einen Eisenwert zu viel als zu wenig bestimmen!

Dies waren einige Beispiele dafür, warum eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen für den Schüler und für die Schülerin so wesentlich ist. Um herauszufinden, welche Mikronährstoffe dem Stoffwechsel fehlen, kommt man an einer Laboranalyse nicht vorbei. Wir empfehlen bei Lernstörungen, Konzentrationsstörungen etc. die Durchführung des DCMS-Neuro-Checks.

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