Vitamin D bei ADHS

Sonnenlicht und Vitamin D

Forscher aus dem Iran untersuchten bei 62 Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren mit der Diagnose ADHS, inwieweit Vitamin D als adjuvante Therapie die Symptomatik der Erkrankung beeinflusste. Die Kinder erhielten zusätzlich zu Methylphenidat entweder 2000 I.U. Vitamin D oder ein Placebopräparat über einen Zeitraum von acht Wochen. Es zeigte sich, dass durch die Vitamin-D-Supplementierung vor allen Dingen die abendlichen ADHS-Symptome beeinflusst wurden. Die Autoren der Studie empfehlen Studien zur Klärung der Vitamin-D-Effekte als Monotherapie bei ADHS.

Referenz:
Mohammadpour N et al.: Effect of vitamin D supplementation as adjunctive therapy to methylphenidate on ADHD symptoms: A randomized, double blind, placebo-controlled trial. Nutr Neurosci. 2016 Dec 7:1-8.

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Kinder mit Lernstörungen haben niedrigen Eisenstatus

Lernstörungen und Eisenmangel

Brasilianische Wissenschaftler führten bei Schulkindern im Alter von acht Jahren eine Fallkontrollstudie durch. Es bestanden zwei Subgruppen, nämlich Kindern mit Leseschwäche und eine Kontrollgruppe mit Kindern ohne Leseschwäche. Die Hämoglobin- und die Serum-Ferritin-Spiegel waren bei Kindern mit Leseschwäche statistisch niedriger als bei Kindern der Kontrollgruppe. Die Leseschwäche war statistisch mit einem erhöhten Anämierisiko assoziiert.

Referenz:
Arcanjo FP et al.: Schoolchildren with Learning Difficulties Have Low Iron Status and High Anemia Prevalence. J Nutr Metab. 2016;2016:7357136.

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Arsen und Aufmerksamkeitsstörungen

Arsen und Aufmerksamkeit
Spanische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Arsenkonzentration im Urin und der Aufmerksamkeit bzw. der ADHS-Symptomatik. Die Studie wurde an Kindern im Südwesten von Spanien durchgeführt. Diese Gegend ist gekennzeichnet durch eine hohe Industriedichte und vermehrte Bergbauaktivität. Die Wissenschaftler konnten mit verschiedenen Testverfahren nachweisen, dass die Arsenkonzentrationen im Urin mit einer gestörten Aufmerksamkeit sowie mit einer Störung der kognitiven Funktionen assoziiert waren – selbst bei Konzentrationen, die als sicher eingestuft wurden. Das Ergebnis dieser Studie ist ein weiterer Beweis dafür, dass eine Arsenexposition nach der Geburt, neurologische Funktionen bei Kindern beeinträchtigt.

Referenz:
Rodríguez-Barranco M et al.: Postnatal arsenic exposure and attention impairment in school children. Cortex. 2016 Jan;74:370-82. doi: 10.1016/j.cortex.2014.12.018.

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Glycin und Glutamat bei ADHS

Glycin, Glutamat, ADHS
Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei 23 Kindern mit ADHS und bei 22 Kontrollpersonen die Nährstoffaufnahme. Sie konnten nachweisen, dass eine höhere Aufnahme von Glycin mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für ADHS assoziiert war, während eine höhere Aufnahme der Aminosäure Glutamat das ADHS-Risiko verminderte. Bei ADHS-Patienten war auch die Aspartataufnahme signifikant höher als bei den Kontrollpersonen.

Referenz:
Kathleen F Holton et al.: The Association of Dietary Glycine and Glutamate with ADHD; The FASEB Journal vol. 30 no. 1 Supplement 679.8, April 2016

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Eisenspiegel im Blut und ADHS

IQ und kognitive Funktionen und Eisen
Wissenschaftler aus Korea untersuchten bei 50 ADHS-Kindern und 45 Kontrollpersonen die Eisenkonzentrationen im Blut und führten verschiedene neuropsychologische Testverfahren durch. Die Bluteisenspiegel waren bei den ADHS-Patienten signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen. Niedrigere Eisenkonzentrationen hatten auch einen Einfluss auf den IQ und auf neurokognitive Funktionen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass bei ADHS-Patienten zur Einschätzung des Schweregrades der Symptome und der neurokognitiven Funktionen die Eisenspiegel bestimmt werden sollten.

Referenz:
Song Ii Ahn, MD et al.: The Relation of Blood Iron Level with Frontal Function in Children with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder; J Korean Neuropsychiatr Assoc 2016;55(1):51-59

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ADHS, Blutdruck und Vitamin D

Vitamin D, Blutdruck, ADHS

Anhand der Daten der deutschen KiGGS-Studie wurde nachgewiesen, dass ein niedriger Blutdruck bei Jugendlichen mit einer ADHS-Symptomatik assoziiert war. Eine wichtige Rolle spielte in diesem Zusammenhang auch die Vitamin-D-Konzentration, die den systolischen Blutdruck bei ADHS-Patienten beeinflusste.

Referenz:
Thomas Meyer et al.: Attention deficit-hyperactivity disorder is associated with reduced blood pressure and serum vitamin D levels: results from the nationwide German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS); European Child & Adolescent Psychiatry, 19.05.2016

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ADHS und Mikronährstoffmedizin

NEWS - ADHS und Mikronährstoffe

Es wäre sicherlich übertrieben, ADHS als reine Mikronährstoffmangelerkrankung einzustufen. Dennoch hat ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen beträchtliche Konsequenzen für die psychische Befindlichkeit und für das Verhalten. Ein Ausgleich von Mikronährstoffdefiziten ist, unabhängig von anderen erforderlichen Therapien, immer eine notwendige und sinnvolle Maßnahme und sollte in jedem Fall in Betracht gezogen werden.

Lesen Sie dazu unseren NEWS mit aktuellen Fakten zum Thema ADHS und Mikronährstoffe.

 

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Oxidativer Stress bei AHDS

oxidativer Stress

Wenn im Körper mehr freie Radikale gebildet werden als  Radikalfänger vorhanden sind, entsteht ein Ungleichgewicht – man spricht von oxidativem Stress. Antioxidantien wie z.B. Vitamin C, E, Coenzym Q10 sind solche Radikalfänger. Sie reagieren mit freien Radikalen und machen diese unschädlich – sie schützen sozusagen die Zellen vor Oxidation.

In einer Studie wurden bei 76 Kindern mit ADHS und bei 78 gesunden Kindern verschiedene Parameter des oxidativen Stresses bestimmt. Es zeigte sich, dass die Kinder mit ADHS im Vergleich zu den Kontrollpersonen einen signifikant erhöhten oxidativen Stress hatten.

Referenz:
Sezen H, Kandemir H et a.: Increased oxidative stress in children with attention deficit hyperactivity disorder; Redox Rep. 2016 Feb 17

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Pränataler Eisenmangel beeinträchtigt Hirnentwicklung

pränateler Eisenmangel und Hirnentwicklung
Wissenschaftler aus China untersuchten bei 115 gesunden chinesischen Kindern, bei denen Blutparameter der Mutter und des Nabelschnurbluts bekannt waren, elektrophysiologische Signale der Entwicklung des auditorischen Systems. Sie konnten nachweisen, dass ein Eisenmangel vor der Geburt die Entwicklung des zentralen Nervensystems und des auditorischen Systems nachteilig beeinflusste – erkennbar am verzögerten Auftreten bestimmter elektrophysiologischer Signale des Gehirns.

Referenz:
Lou J, Mai X et al.: Prenatal Iron Deficiency and Auditory Brainstem Responses at 3 and 10 Months: A Pilot Study; Hong Kong J Paediatr. 2016;20(2):71-79.

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Zink ist wichtig für die Entwicklung des Gehirns

Zink und Gehirn
Weltweit leiden etwa 40 Prozent der Menschen unter Zinkmangel. Während der Schwangerschaft sollte die werdende Mutter unbedingt auf eine optimale Zinkversorgung achten. Prof. Hans Konrad Biesalski beschreibt in seinem Buch „Mikronährstoffe als Motor der Evolution“ eindrucksvoll, warum eine optimale Zinkversorgung für die Hirnentwicklung des Fötus enorm wichtig ist.

Ein Zinkmangel in der Schwangerschaft kann bei dem Kind zu einer eingeschränkten psychomotorischen Entwicklung führen. Außerdem ist Zink, wie Eisen auch, für die Entwicklung des Gehirns unabdingbar. Der Hippocampus, ein wichtiger Teil des limbischen Systems, ist für die Funktion von Gedächtnisprozessen und für die räumliche Orientierung erforderlich. Der Hippocampus ist die Hirnregion mit der höchsten Zinkkonzentration. Bei einem Zinkmangel fällt auch die Zinkkonzentration im Hippocampus ab.

Leiden schwangere Frauen an einem Eisen- und Zinkmangel, und nehmen sie diese Mikronährstoffe während der Schwangerschaft ein, resultiert daraus eine bessere kognitive Entwicklung der Kinder im Vergleich zu Kinder der Frauen, die während der Schwangerschaft diese nicht einnehmen. Kinder von indischen Müttern, die im zweiten und dritten Trimenon ausreichend Zink bekamen, profitierten davon mit einer guten Lern- und Gedächtnisleistung.

Bei einem Mangel an Zink ist die Differenzierung der Stammzellen neuronaler Zellen beeinträchtigt und damit die Plastizität des Hippocampus. Unter neuronaler Plastizität versteht man die Eigenschaft von Synapsen, Nervenzellen oder auch ganzen Hirnarealen, sich in Abhängigkeit von der Verwendung in ihren Eigenschaften anzupassen. Außerdem ist die Proliferation neuronaler Zellen, also die Zellteilung, beeinträchtigt.

Referenz:
Hans Konrad Biesalski: Mikronährstoffe als Motor der Evolution

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