Vitamin D und ADHS

ADHS und Vitamin D

Bei ADHS ist von einer komplexen Pathophysiologie auszugehen, bei der auch die Versorgung mit Vitamin D eine Rolle spielen dürfte. Wissenschaftler aus dem Iran und aus Australien haben diesbezüglich einen Fachartikel publiziert. Vitamin D hat einen bedeutenden Schutzeffekt gegen Entzündungen und oxidativen Stress und erleichtert auch dopaminerge und serotonerge Funktionen. Die Vitamin-D-Spiegel sind bei Kindern mit ADHS niedriger als bei gesunden Kindern. Vitamin D hat eine neuroprotektive Funktion über verschiedene molekulare Mechanismen.

Referenz:
Saedisomeolia A et al.: Vitamin D’s Molecular Action Mechanism in Attention-Deficit/ Hyperactivity Disorder: A Review of Evidence. CNS Neurol Disord Drug Targets. 2018;17(4):280-290.


Spurenelemente bei Kindern mit ADHS

Wissenschaftler aus China untersuchten den Spurenelementstatus bei Kindern mit ADHS und ohne ADHS. In die Studie wurden 419 Kindern mit ADHS und 395 normale Kontrollpersonen einbezogen.

Die chinesischen Wissenschaftler fanden bei den ADHS-Kindern niedrigere Zinkspiegel als bei den Kontrollpersonen. Die Zinkspiegel waren negativ mit der Elterneinschätzung von Unaufmerksamkeit assoziiert. Bei den anderen gemessenen Spurenelementen (Kupfer, Eisen, Magnesium und Blei) zeigte sich in dieser Studie keine Auffälligkeiten bei den ADHS Kindern.

Referenz:
Yang R, Zhang Y et al.: Blood Levels of Trace Elements in Children with Attention-Deficit Hyperactivity Disorder: Results from a Case-Control Study; Biol Trace Elem Res. 2018 Jun 16.