Vitaminspiegel bei Erwachsenen mit ADHS

Wissenschaftler aus Norwegen untersuchten bei Erwachsenen mit der Diagnose ADHS die Serum-Konzentrationen von acht Vitaminen und verglichen sie mit den Konzentrationen einer Kontrollgruppe. Sie konnten nachweisen, dass niedrigere Spiegel der Vitamine B2, B6 und Folsäure mit der Diagnose ADHS assoziiert waren. Die Konzentrationen von Vitamin B2 und Vitamin B6 korrelierten auch mit dem Schweregrad der Symptomatik. Raucher hatten niedrigere Werte von Vitamin B2 und Folsäure.

Referenz:
Elisabeth Toverud Landaas et al.: Vitamin levels in adults with ADHD. BJPsych Open. 2016 Nov; 2(6): 377–384.

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Vortrag: »Fit im Kopf«

Mikronährstoffe sind von zentraler Bedeutung für die psychische Befindlichkeit und für die Hirnleistungsfähigkeit.

  • Aber wie wirken Mikronährstoffe auf das Nervensystem?
  • Bei welchen Erkrankungen und Störungen spielen sie eine große Rolle?
  • Gibt es überhaupt Mikronährstoffmängel?
  • Wie wird ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren oder Fettsäuren festgestellt und wie behoben?

Auf all diese Fragen wird in unserem Vortrag eingegangen, zu dem wir Sie recht herzlich einladen:

»Fit im Kopf «

Wie Mikronährstoffe Stimmung und Hirnleistung beeinflussen

Der Vortrag ist am Freitag, den 07.04.2017, um 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) und findet im CongressCenter „Stadthalle am Schloss“, Schlossplatz 1in Aschaffenburg im Konferenzraum Dalberg (K2) statt.

Der Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Der Vortrag ist kostenfrei.

 

Praxis für Mikronährstoffmedizin
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstr. 9 – D-97828 Marktheidenfeld
Telefon: 0049/ (0)9394/ 9703-0 – Fax -33
E-Mail: info@diagnostisches-centrum.de
www.diagnostisches-centrum.de

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Vitamin D als Begleittherapie bei ADHS

Vitamin D und ADHS

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 62 Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren mit der Diagnose ADHS, inwieweit 2000 I.E. Vitamin D3 zusätzlich zu Methylphenidat die ADHS-Symptomatik beeinflusste. Sie konnten nachweisen, dass durch die Vitamin-D3-Supplementierung die abendlichen Symptome von ADHS gebessert wurden.

Referenz:
Mohammadpour N et al.: Effect of vitamin D supplementation as adjunctive therapy to methylphenidate on ADHD symptoms: A randomized, double blind, placebo-controlled trial. Nutr Neurosci. 2016 Dec 7:1-8

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ADHS und Eisenstatus – eine Metaanalyse

ADHS und Eisen

Chinesische Wissenschaftler veröffentlichten im Januar 2017 eine Metaanalyse und einen systematischen Übersichtsartikel zum Thema Eisenstoffwechsel und ADHS. Insgesamt wurden elf Studien, die vor Juli 2016 publiziert worden waren, in die Metaanalyse einbezogen.

Die Auswertung der Daten ergab Folgendes:
Niedrige Ferritinkonzentrationen waren mit ADHS bei Kindern assoziiert. Die Eisenkonzentrationen korrelierten nicht mit ADHS.

Die Autoren befassten sich in dem Fachartikel mit den möglichen Zusammenhängen zwischen einem Eisenmangel und der ADHS-Symptomatik: Eisen ist z.B. ein Haupt-Cofaktor der Tyrosinhydroxylase, die für die Dopaminsynthese benötigt wird. Ein Eisenmangel ist auch mit einer verminderten Dopamintransporterdichte und -aktivität verbunden, was zu erhöhten extrazellulären Dopaminkonzentrationen und einer reduzierten Dopaminrezeptordichte im Striatum führt.

Ein Eisenmangel könnte auch eine Dysfunktion der Basalganglien bewirken. Außerdem spielt für die Entstehung der ADHS-Symptomatik das Gleichgewicht zwischen inhibitorischen und exzitatorischen Nervenbotenstoffen eine wichtige Rolle. GABA ist der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter, der auch die Eisenkonzentrationen im Blut beeinflusst. Die GABA-Konzentrationen sind bei ADHS-Patienten niedriger als bei gesunden Kontrollpersonen, was dann auch mit niedrigeren Eisenkonzentrationen in den Basalganglien einhergeht.

Bei ADHS-Kindern wurden mittels Kernspintomographie auch niedrigere Eisenspiegel im Thalamus nachgewiesen.

Referenzen:
•    wang Y, Huang L et al.: Iron Status in Attention-Deficit/Hyperactivity
Disorder: A Systematic Review and Meta-Analysis; PLoS One 2017 Published:
January 3, 2017,

•    http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0169145

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Vitamin D bei ADHS

Sonnenlicht und Vitamin D

Forscher aus dem Iran untersuchten bei 62 Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren mit der Diagnose ADHS, inwieweit Vitamin D als adjuvante Therapie die Symptomatik der Erkrankung beeinflusste. Die Kinder erhielten zusätzlich zu Methylphenidat entweder 2000 I.U. Vitamin D oder ein Placebopräparat über einen Zeitraum von acht Wochen. Es zeigte sich, dass durch die Vitamin-D-Supplementierung vor allen Dingen die abendlichen ADHS-Symptome beeinflusst wurden. Die Autoren der Studie empfehlen Studien zur Klärung der Vitamin-D-Effekte als Monotherapie bei ADHS.

Referenz:
Mohammadpour N et al.: Effect of vitamin D supplementation as adjunctive therapy to methylphenidate on ADHD symptoms: A randomized, double blind, placebo-controlled trial. Nutr Neurosci. 2016 Dec 7:1-8.

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Kinder mit Lernstörungen haben niedrigen Eisenstatus

Lernstörungen und Eisenmangel

Brasilianische Wissenschaftler führten bei Schulkindern im Alter von acht Jahren eine Fallkontrollstudie durch. Es bestanden zwei Subgruppen, nämlich Kindern mit Leseschwäche und eine Kontrollgruppe mit Kindern ohne Leseschwäche. Die Hämoglobin- und die Serum-Ferritin-Spiegel waren bei Kindern mit Leseschwäche statistisch niedriger als bei Kindern der Kontrollgruppe. Die Leseschwäche war statistisch mit einem erhöhten Anämierisiko assoziiert.

Referenz:
Arcanjo FP et al.: Schoolchildren with Learning Difficulties Have Low Iron Status and High Anemia Prevalence. J Nutr Metab. 2016;2016:7357136.

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Arsen und Aufmerksamkeitsstörungen

Arsen und Aufmerksamkeit
Spanische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Arsenkonzentration im Urin und der Aufmerksamkeit bzw. der ADHS-Symptomatik. Die Studie wurde an Kindern im Südwesten von Spanien durchgeführt. Diese Gegend ist gekennzeichnet durch eine hohe Industriedichte und vermehrte Bergbauaktivität. Die Wissenschaftler konnten mit verschiedenen Testverfahren nachweisen, dass die Arsenkonzentrationen im Urin mit einer gestörten Aufmerksamkeit sowie mit einer Störung der kognitiven Funktionen assoziiert waren – selbst bei Konzentrationen, die als sicher eingestuft wurden. Das Ergebnis dieser Studie ist ein weiterer Beweis dafür, dass eine Arsenexposition nach der Geburt, neurologische Funktionen bei Kindern beeinträchtigt.

Referenz:
Rodríguez-Barranco M et al.: Postnatal arsenic exposure and attention impairment in school children. Cortex. 2016 Jan;74:370-82. doi: 10.1016/j.cortex.2014.12.018.

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Glycin und Glutamat bei ADHS

Glycin, Glutamat, ADHS
Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei 23 Kindern mit ADHS und bei 22 Kontrollpersonen die Nährstoffaufnahme. Sie konnten nachweisen, dass eine höhere Aufnahme von Glycin mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für ADHS assoziiert war, während eine höhere Aufnahme der Aminosäure Glutamat das ADHS-Risiko verminderte. Bei ADHS-Patienten war auch die Aspartataufnahme signifikant höher als bei den Kontrollpersonen.

Referenz:
Kathleen F Holton et al.: The Association of Dietary Glycine and Glutamate with ADHD; The FASEB Journal vol. 30 no. 1 Supplement 679.8, April 2016

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Eisenspiegel im Blut und ADHS

IQ und kognitive Funktionen und Eisen
Wissenschaftler aus Korea untersuchten bei 50 ADHS-Kindern und 45 Kontrollpersonen die Eisenkonzentrationen im Blut und führten verschiedene neuropsychologische Testverfahren durch. Die Bluteisenspiegel waren bei den ADHS-Patienten signifikant niedriger als bei den Kontrollpersonen. Niedrigere Eisenkonzentrationen hatten auch einen Einfluss auf den IQ und auf neurokognitive Funktionen. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass bei ADHS-Patienten zur Einschätzung des Schweregrades der Symptome und der neurokognitiven Funktionen die Eisenspiegel bestimmt werden sollten.

Referenz:
Song Ii Ahn, MD et al.: The Relation of Blood Iron Level with Frontal Function in Children with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder; J Korean Neuropsychiatr Assoc 2016;55(1):51-59

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ADHS, Blutdruck und Vitamin D

Vitamin D, Blutdruck, ADHS

Anhand der Daten der deutschen KiGGS-Studie wurde nachgewiesen, dass ein niedriger Blutdruck bei Jugendlichen mit einer ADHS-Symptomatik assoziiert war. Eine wichtige Rolle spielte in diesem Zusammenhang auch die Vitamin-D-Konzentration, die den systolischen Blutdruck bei ADHS-Patienten beeinflusste.

Referenz:
Thomas Meyer et al.: Attention deficit-hyperactivity disorder is associated with reduced blood pressure and serum vitamin D levels: results from the nationwide German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS); European Child & Adolescent Psychiatry, 19.05.2016

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