Mikronährstoffe und Hirnleistungsfähigkeit bei Schulkindern

Hirnleistung und Ernährung

Australische Wissenschaftler publizierten einen Übersichtsartikel über den Effekt einer Mikronährstoffsupplementierung auf die Hirnleistungsfähigkeit bei Schulkindern. In die Auswertung wurden 19 Studien einbezogen. Es wurde einheitlich über eine Verbesserung der fluiden Intelligenz bei Kindern mit Mikronährstoffdefiziten durch eine Supplemntierung berichtet.

Referenz:
Lam LF et al.: Feeding the brain – The effects of micronutrient interventions on cognitive performance among school-aged children: A systematic review of randomized controlled trials. Clin Nutr. 2017 Aug;36(4):1007-1014.


Glycin und Glutamat bei ADHS

Glycin, Glutamat, ADHS
Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei 23 Kindern mit ADHS und bei 22 Kontrollpersonen die Nährstoffaufnahme. Sie konnten nachweisen, dass eine höhere Aufnahme von Glycin mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für ADHS assoziiert war, während eine höhere Aufnahme der Aminosäure Glutamat das ADHS-Risiko verminderte. Bei ADHS-Patienten war auch die Aspartataufnahme signifikant höher als bei den Kontrollpersonen.

Referenz:
Kathleen F Holton et al.: The Association of Dietary Glycine and Glutamate with ADHD; The FASEB Journal vol. 30 no. 1 Supplement 679.8, April 2016


Ernährung, Verhalten und Gewaltbereitschaft

Seit mehreren Jahrzehnten verzehrt die amerikanische Bevölkerung mehr als 50 Prozent ihrer Nahrung in Form von Junkfood. Seit den siebziger Jahren gibt es auch zunehmend Untersuchungen über den Einfluss von Ernährungsfaktoren auf die Gehirnaktivität und das Verhalten. Ein wichtiger Auslöser für antisoziales Verhalten ist die Unterzuckerung. Durch die Unterzuckerung kommt es im Gehirn zu einer vermehrten Ausschüttung von Glutamat, das zu Erregung, Depression, Ärger, Ängstlichkeit und gewalttätigem Verhalten führen kann. Der Wissenschaftler Stephen Schoenthaler von der California State University berichtete über eine deutliche Besserung von antisozialem Verhalten nach Änderung der Ernährungsgewohnheiten, die eine Einschränkung des Zuckerkonsums implizierte. Es gibt Berichte, die bestätigen, dass der Verzicht auf hochzuckerhaltige Nahrungsmittel das Verhalten von Jugendlichen deutlich verbesserte. Das Gehirn ist hauptsächlich auf Glukose als Energieträger angewiesen; bei starken Schwankungen des Glukosespiegels kann es zu einer Über- oder Fehlerregbarkeit der Nervenzellen kommen.

Referenz:
Sylvia Onusic: Violent Behavior: A Solution in Plain Sight, westonaprice.org, 22.04.2013


Mütter achten weniger auf Nährstoffgehalt

Nährstoffgehalt
In einer österreichischen Umfrage, im Sommer 2013, in die 500 Mütter einbezogen wurden, gaben 99 Prozent der befragten Mütter an, dass ihnen die Ernährung ihrer Kinder wichtig sei. Trotzdem achten nur 14,7 Prozent bewusst auf den Nährstoffgehalt, die meisten – nämlich 85,3 Prozent – gehen nach ihrem Gefühl.

Obwohl den befragten Müttern die Ernährung so wichtig ist,
war sich nur jede Vierte der Mütter bewusst, dass ein Kleinkind (1 – 3 Jahre) einen besonderen Nährstoffbedarf und damit auch eine gezielte Ernährung benötigt. Offensichtlich hat das Wissen keine praktischen Konsequenzen.

Von den befragten Frauen gaben 71,7 Prozent zu, dass das wichtigste Kriterium für die Ernährung der Kinder sei, ob es den Kindern schmeckt.

Die Ernährungswissenschaftlerin Mag. Eva Unterberger betonte die Relevanz einer bewussten Ernährung in den ersten 1000 Lebenstagen: „Kleinkinder sind beim Essen keine kleinen Erwachsenen. Sie benötigen von manchen Nährstoffen, bezogen auf das Körpergewicht, bis zu 5 x mehr als Erwachsene. Dabei ist ihr Magen etwa nur ein Sechstel so groß und verhält sich größenmäßig etwa wie eine Mandarine zu einer Grapefruit. Es liegt also auf der Hand, dass überwiegend nährstoffreiche Lebensmittel ihren Weg in den Kindermagen finden sollen.“

Referenz:
Oe24.at, 18.10.2013: Nur jedes zweite Kind isst Obst und Gemüse


Ernährungsmängel fördern gewalttätiges Verhalten

Defizite der Vitamine A, D, K, B1, B3, B6, B12 und Folsäure sowie ein Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen (Jod, Kalium, Eisen, Magnesium, Zink, Chrom und Mangan) können zu einer mentalen Instabilität und zu gewalttätigem Verhalten beitragen. Eine Gesundheitswissenschaftlerin der Weston A. Price Foundation hat in einem umfangreichen Report die Bedeutung von Ernährungsfaktoren für das Verhalten des Menschen dargestellt. Die Autorin dieses Berichtes äußerte sich dahingehend, dass man zwar die Gewalt in den Medien reduzieren könne, es aber Tatsache sei, dass eine große Zahl von Amerikanern sich von Fertignahrungsmitteln ernähren würde, was auch mit Fehlernährung verbunden sei.

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Ärzte in den USA sozusagen eine Rückkehr von Ernährungsmangelkrankheiten wie Skorbut und Pellagra  beobachten. Beide Krankheiten gelten seit Jahrzehnten als ausgerottet. Die Situation wird durch Excitotoxine wie Aspartam und Natriumglutamat, die häufig in der Nahrungskette zu finden sind, noch verschlimmert. Wer viel Fertignahrungsmittel zu sich nimmt und häufig Limonaden trinkt, nimmt diese Chemikalien in besonders hohem Maße zu sich. Andere Zusatzstoffe, die das Verhalten beeinflussen, sind Zucker, Farbstoffe, Geschmackstoffe, Koffein, Alkohol und Sojaprodukte.

Die Weston A. Price Foundation empfiehlt eine Kultur, in der der Verzehr von Fertignahrungsmitteln als uncool gilt und die Nahrungszubereitung zu Hause wieder als lebenswichtige Tätigkeit angesehen wird.

Referenz:
MNT, medicalnewstoday.com: Violent behavior linked to nutritional deficiencies, 03.09.2013


Lernschwierigkeiten und Ernährungsgewohnheiten

Ein möglicher Faktor zur Beeinflussung der Schulleistungen ist die Ernährung. Norwegische Wissenschaftler verglichen bei 475 Schülern das Auftreten von Lernschwierigkeiten mit den Ernährungsgewohnheiten. Die Schüler füllten hierzu einen Ernährungsfragebogen aus und mussten Fragen möglicher Lernstörungen betreffend beantworten.  Wer regelmäßig frühstückte hatte weniger häufig Schreib- und Leseprobleme sowie Schwierigkeiten mit der Mathematik. Die regelmäßige Einnahme von Mittagessen und Abendessen war mit einem verminderten Auftreten von Problemen mit der Mathematik assoziiert. Eine hohe Zufuhr von Softdrinks, Süßigkeiten, Schokolade, Pizzas und Hot-Dogs war signifikant mit vermehrten Schwierigkeiten bei der Bewältigung mathematischer Aufgaben assoziiert.

Referenz:
Overby NC et al.: Self-reported learning difficulties and dietary intake in Norwegian adolescents. Scand J Public Health. 2013 May 15.


ADHS und Ernährung

Anfang Januar 2012 wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Pediatrics“ ein Übersichtsartikel zum Thema ADHS und Ernährung publiziert. Die Autoren des Artikels kommen zu dem Schluss, dass Eisen und Zink bei Patienten mit bekannten Defiziten supplementiert werden sollte. Außerdem könnten Omega-3-Fettsäuren probiert werden. Wesentlich sei die Schulung von Eltern und Kindern bezüglich einer gesunden Ernährung. Weiterlesen


Western Diet fördert ADHS

Western Diet und ADHS
Ein Western-Diet-Ernährungsstil ist durch einen hohen Fleisch- und Fettkonsum gekennzeichnet.

In der australischen Raine Study, an der 179 In der australischen Raine Study, an der 1799 Heranwachsende teilnahmen, konnte nachgewiesen werden, dass der Western-Diet-Ernährungsstil das Risiko für die Diagnose ADHS um mehr als das Doppelte erhöht.Heranwachsende teilnahmen, konnte nachgewiesen werden, dass der Western-Diet-Ernährungsstil das Risiko für die Diagnose ADHS um mehr als das Doppelte erhöht. Zwischen gesunden Ernährungsgewohnheiten und der Diagnose ADHS gab es keinen Zusammenhang. Weiterlesen


Wie deutsche Schüler essen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt im Abstand von vier Jahren internationale Studien durch, die Aufschlüsse unter anderem über das Essverhalten von Kindern und Jugendlichen geben sollen. Im Schuljahr 2009/ 2010 beteiligten sich insgesamt 40 Länder an dieser Umfrage, auch Deutschland nahm daran teil. Bundesweit wurden über 5000 Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren dazu befragt.

Die Ergebnisse über das Essverhalten deutscher Schüler sind folgende: Nur 44 Prozent der Mädchen essen mindesten einmal am Tag Obst. Bei den Jungen sind es gerade mal 30 Prozent. Auch Gemüse steht nicht bei jedem täglich auf dem Speiseplan: 32 Prozent der Mädchen und nur 19 Prozent der Jungen geben an, mindestens einmal am Tag Gemüse zu essen. Außerdem verlässt einer von drei Schülern ohne Frühstück das Haus und geht mit leerem Magen in die Schule. Je älter die Schüler werden, desto weniger wird gefrühstückt.

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Falsche Ernährungsgewohnheiten schon im Kindesalter

Bereits im Kleinkindalter legen wir unsere Ernährungsgewohnheiten fest, die dann langfristig einen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Wissenschaftler des Forschungsinstitutes für Kinderernährung (FKE) in Dortmund untersuchten die Ernährungsgewohnheiten von ein- bis drei- jährigen Kindern in 525 Haushalten.

Das Ergebnis ist alarmierend: Die Kleinkinder trinken viel zu wenig. Statt einer Tagesmenge von 0,6 bis 0,7 Liter trinken sie nur 0,4 Liter. Der Konsum an Süßigkeiten überschreitet mit 50 g deutlich die empfohlene Tageszufuhr von 25-30 g. Außerdem essen Kinder zuviel Fleisch- und Wurstwaren.

Die Eltern sollen beständig bleiben und den Kindern viele Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot anbieten. Viel Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen (stark verdünnt) sind gesüßten Getränken vorzuziehen. So die Empfehlung des FKE. Außerdem wird empfohlen, Milchprodukte, Eier, Fleisch und Wurst nur mäßig zu verzehren. Wenn Kinder Nahrungsmittel nicht mögen, sollen die Eltern diese immer wieder in kleinen Mengen geben. Nur so können sich die Kinder an eine gesunde Ernährung gewöhnen.

Referenz:
Kinder schlagen über die Stränge, n-tv.de, 23.05.2011


Spezielle Diät bessert ADHS bei vielen Kindern

In einer Studie an 100 ADHS-Patienten im Alter von vier bis acht Jahren verordneten Wissenschaftler der Universitätsklinik Niymegen der Hälfte der Kinder eine Kost ohne bestimmte Allergene. Die übrigen Teilnehmer sollten sich lediglich gesund ernähren. Die fünfwöchige Auslassdiät besserte die Symptome bei fast zwei Drittel der Kinder.

Die Autoren der Studie empfehlen eine Ernährungsumstellung für alle Kinder mit ADHS. Man müsse aber genau ermitteln, welche Nährstoffe zur Unruhe des jeweiligen Kindes beitragen. Weiterlesen


Junkfood macht dumm

Junkfood macht dumm
Hamburger, Pommes, Currywurst, Dönner, Pizza, Süßigkeiten….
Alles Nahrungsmittel, die Kinder gerne und ohne zu murren essen. Doch: Wer viel ungesunde Nahrungs- und Konsummittel zu sich nimmt, setzt sich der Gefahr aus, nicht nur dick, sondern auch dumm zu werden. Denn Lebensmittel, die reich an Zucker und gesättigten Fettsäuren sind, bergen die Gefahr, das Gehirn schrumpfen zu lassen.

Bekannt ist, dass Übergewicht mit einem kleineren Hirnvolumen in Verbindung steht. Doch ist eine verkleinerte Hirnregion verantwortlich dafür, dass man dick wird, oder wird durch Gewichtszunahme das Gehirn erst geschädigt? Forscher sind der Meinung, dass eine ungesunde Ernährungsweise am Beginn dieses Teufelskreises steht.

Im Nathan Kline Institute für Psychiatrieforschung in New York untersuchten Forscher Gehirne mittels MRT (Magnetresonanztomografie). Es wurde u.a. die Größe verschiedener Hirnregionen beurteilt. Das Ergebnis dieser Studie zeigt, dass bei übergewichtigen Menschen die Zentren im Großhirn, die für Appetit und Belohnung verantwortlich sind,  kleiner sind und Strukturschäden aufweisen. Zudem konnte ein Zusammenhang zwischen erhöhten Entzündungsmarkern im Blut und Hirnschäden festgestellt werden.

Studien, von Forschern der Purdue Universität in West Lafayette in Illinois zeigen auf, dass zu viel ungesunde Ernährung zu einer Beeinträchtigung des Gehirns führt. Junkfood kann Entzündungsprozesse fördern, außerdem kann es zu Veränderungen der Durchlässigkeit der Blut-Hirnschranke kommen, was sich wiederum  negativ auf die Hirnstruktur und die Denkleistung auswirken kann, und dies schon bevor die Betroffenen übergewichtig sind. Der Hippocampus, ein wichtiges Gedächtniszentrum, ist laut Wissenschaftler als erstes von der Schädigung betroffen.

Fazit:
Konzentrationsfähigkeit, Lernvermögen und Gedächtnisleistung können durch falsche Ernährung beeinträchtigt werden. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung hingegen vermag die Kinder vor Übergewicht und vor Verdummung zu schützen.

Referenz:
Junkfood lässt Gehirn schrumpfen, Nora Schultz, Spiegelonline.de, 18.Januar 2011

 


Zink und Aufmerksamkeit

Zink und Aufmerksamkeit
Zink ist ein sehr wichtiges Spurenelement und erfüllt viele Funktionen im Körper. Es wird benötigt für alle Wachstumsprozesse, für das Immunsystem, für den Hautstoffwechsel, die antioxidative Kapazität und vieles mehr. Außerdem ist Zink für die psychische Befindlichkeit und Hirnleistungsfähigkeit von Bedeutung, denn es dient der  Funktionsfähigkeit verschiedener Neurotransmittersysteme (Glutamat, GABA, Glycin).

An einer US-amerikanischen Studie nahmen 209 Kinder im Alter von 10 bis 11 Jahren teil. Die Kinder bekamen täglich entweder 20 mg Zink, 10 mg Zink oder ein Placebo. Innerhalb von drei Monaten war Folgendes zu beobachten: Bei den Kindern, die zusätzlich Zink eingenommen hatten, verbesserte sich die Aufmerksamkeit und die Kinder verfügten auch über einen schnelleren und genaueren Gedächtnisrückgriff. Die Gruppe der Kinder, die 20 mg täglich zu sich nahmen, schnitten am besten ab.

Eine unzureichende Versorgung mit Zink kann zu zahlreichen gesundheitlichen Störungen führen wie z.B. zu Hyperaktivität, Aggressivität, Depressionen, Angststörungen, Lernstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Konzentrationsschwäche, Infektanfälligkeit und vieles mehr.

Wer sich nicht sicher ist, ob sein Kind an einem Zinkmangel leidet, kann jederzeit die Zinkkonzentration im Blut testen lassen. Das Ergebnis ist dann auch die Voraussetzung für eine gezielte Mikronährstofftherapie.

Referenz:
Optimale Gehirnernährung für Kinder, P. Holford und D.Colson, VAK Verlag, 2008
Autor:admin-Michi ©


Fertiggerichte und ADHS

In dem neu erschienenen Buch: „Die Ernährungsfalle“ von Hans-Ulrich Grimm beschreibt der Autor in mehr als 500 Stichwörtern von A (wie Aluminium) bis Z (wie Zusatzstoffe), wie die Lebensmittelindustrie gezielt die Nahrung manipuliert. Auch auf das Thema ADHS wird eingegangen:

In einer Studie von Professor Egger, veröffentlicht im Fachblatt Lancet, wurde deutlich, dass bereits das Weglassen bestimmter Lebensmittel und Zusatzstoffe zu einer deutlichen Besserung des Verhaltens bei Kindern führt.

Aus dem Ernährungsplan wurden folgende Produkte gestrichen: Fertiggerichte wie z.B. Tütensuppen, Dosenravioli; Hamburger und Fertigjoghurts. Ebenso wurde auf Allergie-Auslöser wie Soja, Kuhmilch und Fisch verzichtet.

Von 72 hyperaktiven Kindern trat bei 62 Kindern eine deutliche Besserung ihres Verhaltens ein. Außerdem heilten zusätzlich bestehende Krankheiten wie Asthma oder juckende Hautausschläge ebenso aus.

Referenzen:
Die Ernährungsfalle, Hans-Ulrich Grimm, Wilhelm Heyne Verlag 2010

 


Synthetische Farbstoffe und ADHS

Dass die Ernährung einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten und das Lernen bei Kindern hat, wurde inzwischen in vielen Studien nachgewiesen. Die in der Nahrung enthaltenen Zusatzstoffe, Farbstoffe oder gar Schwermetalle spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Es wird z.B. vermutet, dass das gelbe Tartrazin (E102), ein Farbstoff, Symptome wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Unruhe verursacht. Eine australische Studie konnte dies bestätigen: Je höher die Tartrazindosen, desto ausgeprägter waren auch die Symptome.

Wissenschaftler der Universität in Southampton führten eine Studie mit ca. 300 Kindern im Alter zwischen 3 und 9 Jahren durch. Die Kinder bekamen 6 Wochen lang Säfte zu trinken, in denen zum einen das Konservierungsmittel Natriumbenzoat (E 211), zum anderen verschiedene Lebensmittelfarben wie Tartrazin (E102), Cochenillerot A (E 124), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Chinolingelb (E 104) und Allurarot (E 129) enthalten waren.

Eltern, Lehrer und wissenschaftliche Beobachter dokumentierten das Verhalten der Kinder und stellten eine erhöhte Hyperaktivität fest. Die Kinder waren unruhiger und zappeliger.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen diesen künstlichen Lebensmittelfarben und einer ADHS-Symptomatik, Aggressivität und Konzentrationsschwierigkeiten besteht. Diese 6 Farbstoffe wurden von den Forschern als problematisch eingestuft, und man kennt sie seither auch unter dem Namen „Southampton Six“.

Referenzen:
Die Ernährungsfalle, Hans-Ulrich Grimm, Wilhelm Heyne Verlag 2010

 


Studie: ADHS und westlicher Ernährungsstil

In einer australischen Studie wurde untersucht, ob die Entstehung von ADHS auch durch die Ernährung beeinflusst wird. In der Studie wurden die Ernährungsgewohnheiten von 1799 Jugendlichen untersucht und in zwei Ernährungsmuster klassifiziert, nämlich in einen „gesunden Ernährungsstil“ und einen „Western-Diet-Ernährungsstil“.

Als „gesund“ galten der Verzehr von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Für „Western-Diet“ stand der bevorzugte Verzehr von Fast-Food, rotem Fleisch, fettreichen Milchprodukten, Süßigkeiten, Getränken mit hohem Zuckergehalt etc.

Bei 115 Jugendlichen war die Diagnose ADHS im Alter von 14 Jahren  gestellt worden. Es waren 91 Jungen und 24 Mädchen.

Das Ergebnis der Studie zeigte Folgendes:
Es bestand kein Zusammenhang zwischen dem gesunden Ernährungsstil und ADHS. Bei einer Ernährung in einem sehr ausgeprägten „Western-Diet-Stil“ hingegen wurde, im Vergleich zu einem geringerem Verzehr dieser Kost, ein doppelt erhöhtes Risiko für die Entstehung von ADHS bei Jugendlichen festgestellt.

Die Leiterin der wissenschaftlichen Ernährungsstudien, Wendy Oddy vom Perth Telethon Institut für Gesundheitsforschung für Kinder, geht davon aus, dass bei der „Western-Diet-Ernährung“ die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren nicht ausreicht, um eine optimale Funktion des Gehirns zu erhalten. Insgesamt würde man bei diesem Ernährungsstil nicht genügend essentielle Mikronährstoffe zu sich nehmen, die für Aufmerksamkeit, Gehirnfunktion und Konzentration wichtig wären. Auch Zusatzstoffe wie Farbstoffe und Aromen werden mit einer Verstärkung der ADHS-Symptomatik in Verbindung gebracht.

Referenzen:
ADHD is associated with a “western” dietary pattern in adolescents, Wendy H. Oddy et. al; Telethon Institute for child health research, 14.07.2010
Western diet link to ADHD, Australian study finds; Science Daily, 29.07.2010


Schlechte Öle und ihre negative Wirkung auf das Gehirn

Wenn man Kinder fragt, was sie gerne essen, so gehört Folgendes auf jeden Fall dazu: Pommes, Chips, Nuss-Nougat-Cremes, Süßigkeiten wie z.B. Schokoriegel, Kekse etc. Doch gerade diese Nahrungsmittel enthalten so genannte gesundheitsschädliche Transfette.

Transfette sind Fette, die durch einen chemischen Vorgang gehärtet und auf diese Weise haltbar gemacht werden. Produkte, die Transfette enthalten, erkennt man an der Aufschrift: „pflanzliche Fette“, „gehärtete Fette“ oder „teilweise gehärtete Fette“. Auch durch das Erhitzen (Braten und Frittieren) von Pflanzenölen mit hohem Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Distelöl, entstehen Transfettsäuren.

Der übermäßige Verzehr von Produkten mit Transfetten birgt erhebliche gesundheitliche Risiken in sich. Er fördert z.B. die Entstehung eines Bluthochdrucks, von Fettleibigkeit und Entzündungen. Transfette erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes mellitus.

Doch hiermit noch nicht genug:
Da unser Körper nicht in der Lage ist, zwischen natürlichen, gesunden Fetten und schädlichen Transfetten zu unterscheiden, werden Transfette, wie die anderen auch, direkt ins Gehirn transportiert und dort in Nervenzellen eingelagert. Sie verhindern dort wichtige Aufgaben der Informationsverarbeitung und blockieren somit die Gehirnleistung. Transfette begünstigen nicht nur Entzündungen in Organen und Geweben, sondern auch im Gehirn. Dies kann unter Umständen zu Schäden im Lernzentrum des Gehirns führen.

Referenzen:
Ernährung – Öle, die helfen, Öle, die heilen, Zeitschrift Bio, 2010/4
Risiko Transfette: Diese Fette sind die Härte, Stern, 21.04.2007
Fette, die dumm machen, iq-doktor.de, 26.09.2009


Ein Mikronährstoffmangel beeinträchtigt das Lernen

Gutes und effektives Lernen bedarf einer optimale Stoffwechselaktivität der Nervenzellen. Deshalb ist für die Hirnleistungsfähigkeit auch eine Ernährung mit allen erforderlichen Mikro- und Makromolekülen erforderlich.

Die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Lernen und Verhalten wurden lange Zeit nicht ausreichend beachtet. Zwischenzeitlich wurden aber etliche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die belegen, dass das Gehirn nur einwandfrei funktionieren kann, wenn es auch optimal ernährt wird. Eine umfangreiche Liste von Publikationen hat z.B. das amerikanische „Food and Nutrition Information Center“ veröffentlicht.

Von zentraler Bedeutung für Lernen und Denken sind Nervenbotenstoffe. Für die Bildung dieser Nervenbotenstoffe werden Aminosäuren, aber auch Spurenelemente und Vitamine benötigt. Ein Mangel an Mikronährstoffen kann demzufolge auch die Synthese der Botenstoffe beeinträchtigen. Die Ergebnisse der Nationalen Verzehrstudie II zeigen, dass die Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren unbefriedigend ist.

Über 90 Prozent der Jugendlichen nehmen zu wenig Vitamin D auf, über 40 Prozent zu wenig Vitamin E, rund 30 Prozent zu wenig Vitamin C. Auch die Versorgung mit Folsäure lässt sehr zu wünschen übrig: Etwa 70 Prozent liegen unter den DACH-Referenzwerten. Kinder und Jugendliche sind hinsichtlich Mikronährstoffdefiziten auch deshalb gefährdet, weil häufig Nahrungsmittel bevorzugt werden, die eher mikronährstoffarm sind.
Autor:admin-Karin ©


Studie: Westlicher Ernährungsweise fördert ADHS bei Kindern und Jugendlichen

Eine australische Studie des „Perth`s Telethon Institute for Child Health Research“ bestätigte den Zusammenhang bezüglich der Ernährung und dem Auftreten einer ADHS-Symptomatik. Ausgewertet wurden die Daten einer Langzeitstudie von 1800 Kindern und Jugendlichen.

Dabei schnitten die Kinder und Jugendlichen, die einen westlichen Ernährungsstil bevorzugten, also Fastfood, Gebäck, Gebratenes, Fleisch und Fleischprodukte, Süssigkeiten etc., wesentlich schlechter ab als diejenigen, die viel frisches Obst und Gemüse aßen. Wendy Oddy, der Leiter dieser Studie erklärte: „Wir fanden heraus, dass die westliche Ernährungsweise mit einem mehr als doppelt so hohen Risiko verbunden war, ADHS zu entwickeln, als der Speiseplan der auf diese Lebensmittel verzichtete und auf gesunde Kost setzt.“ Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass bei einer vorwiegenden Ernährung im westlichen Ernährungsstil wichtige Mikronährstoffe fehlen, die u.a. für die Gehirnfunktion eine von grundlegender Bedeutung sind.

Nicht geklärt sei allerdings, ob es auch noch einen umgekehrten Zusammenhang zwischen schlechten Ernährungsgewohnheiten und ADHS gibt. Es könnte auch sein, dass ein Kind aufgrund seiner ADHS-Erkrankung schneller zu Süßigkeiten, Fingerfood etc. greift, weil es geregelte Mahlzeiten bei aufkommendem Hunger nicht abwarten mag. Auch wenn Letzteres der Fall ist: Fakt ist, dass bei einer ungesunden Ernährungsweise keine ausreichende Zufuhr an lebensnotwendigen Mikronährstoffen gewährleistet ist. Außerdem werden durch Fastfood und Fertigprodukte unnötige künstliche Farb- und Aromastoffe, künstliche Stabilisatoren etc. aufgenommen, die den Organismus zusätzlich belasten und/ oder ebenfalls mit der ADHS-Symptomatik im Zusammenhang stehen können.

Referenz:
www.ratschlag24.com, 30.07.2010
www.artikelkontor.de, 30.07.2010
www.fleisch-macht-krank, 07.08.2010

Autor: admin-Karin ©