Eisenmangel erkennen und behandeln

Eisenmangel
Dem Eisenstoffwechsel wird oft zu wenig Beachtung geschenkt –  sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie.

Um festzustellen, ob ein Eisenmangel vorliegt, reicht es nicht aus, nur die Eisenkonzentration im Blut zu messen, denn diese kann im Tagesverlauf stark schwanken. Man sollte auf jeden Fall das Ferritin bestimmen lassen. Ferritin ist ein Eisenspeicherprotein, das die Eisenversorgung am besten widerspiegelt.

Da Ferritin bei Entzündungen und Infekten ansteigt empfiehlt sich in diesen Fällen die Bestimmung weiterer Parameter wie Transferrinsättigung, löslicher Transferrin-Rezeptor und hsCRP. Nur dann kann wirklich eine Aussage getroffen werden, ob die Eisenversorgung ausreichend ist oder ein Mangel vorliegt.  Die Therapie eines Eisenmangels hängt ganz davon ab, wie groß der tatsächliche Eisenmangel ist, und sollte im Einzelfall mit dem Arzt besprochen werden. Liegt jedoch ein Eisenmangel vor, sollte dieser auch konsequent behandelt werden. Unsere Erfahrungen zeigen, dass in den meisten Fällen eine mehrwöchige Eisentherapie nicht ausreicht. Der Ferritinwert sollte mehrmals überprüft werden, bis die Werte tatsächlich stabil bleiben.

Eisen hat sehr vielfältige Funktionen im Körper; es ist u.a. für die Hirnentwicklung von Bedeutung und spielt auch eine wichtige Rolle für die Bildung von Nervenbotenstoffen wie Dopamin und Serotonin. Ein Eisenmangel in der frühen Kindheit führt zu verschiedenen Störungen der Hirnfunktion, unter anderem auch zu Lern- und Verhaltensstörungen, die nur bedingt rückbildungsfähig sind. Deswegen sollte bei Kindern und Jugendlichen besonders auf eine ausreichende Eisenversorgung geachtet werden.

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