Zink und Hirnleistungsfähigkeit

Zink und Hirnleistung
Im April 2005 wurde eine Studie des Agriculture Department´s Human Nutrition Research Center publiziert, in der der Effekt einer Zinksupplementierung bei Schulkindern untersucht wurde. 209 Jungen und Mädchen erhielten einen Fruchtsaft, der entweder pur oder mit 10 mg oder mit 20 mg Zink verabreicht wurde. Die Studie erstreckte sich über einen Zeitraum von 10 bis 12 Wochen. Zu Beginn und am Ende der Studie führten die Schulkinder verschiedene kognitive Tests am Computer durch. Die Kinder, die zusätzlich 20 mg Zink erhalten hatten, wiesen deutlich bessere Testresultate auf als die Nur-Saftkonsumenten. Die Ergebnisse für 10 mg Zink lagen dazwischen. Die Zinkanreicherung verbesserte auch das Erinnerungsvermögen und die Hand-Augen-Koordination.

Wissenschaftler aus Taiwan untersuchten bei weiblichen Jugendlichen die Korrelation zwischen Schulleistungen und den Konzentrationen von Eisen, Magnesium, Kalium und Zink im Haar. Es zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen der Magnesium- und Zinkkonzentration und der Schulleistung.

Kommentar:
Zink ist für die Funktionsfähigkeit verschiedener Neurotransmittersysteme notwendig und spielt deshalb eine wichtige Rolle für die Hirnleistungsfähigkeit und die psychische Befindlichkeit. Neben der oben erwähnten Untersuchung aus den USA gab es noch wenigstens drei randomisierte Studien zur Zinksupplementierung bei Schulkindern. In einer kanadischen Studie zeigte sich kein Unterschied zwischen den Schulleistungen mit und ohne Zink. Studien in China und in Texas zeigten bei zinksupplementierten Schulkindern eine bessere Hirnleistungsfähigkeit im Vergleich zu Kontrollpersonen ohne Zinkgabe. Bei ADS/ ADHS wurde in mehreren Studien ein enger Zusammenhang zwischen der Zinkkonzentration und dem Schweregrad der Erkrankung nachgewiesen.

Referenz:
Science News, April 30, 2005: Zinc boosts kids´learning
Chin-Thin Wand PhD et al.: Correlation between the iron, magnesium, potassium and zinc content in adolescent girls´hair and their academic records; Chang Guna Med J 2008; 31: 358-63

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