Vitamin C, Eisen und ADHS-Symptomatik

In einer koreanischen Studie wurde untersucht, inwieweit die Entstehung von ADHS mit den Ernährungsgewohnheiten und der Qualität der Nahrung zusammenhängt. Insgesamt nahmen 112 Fünftklässler, 58 Jungen und 54 Mädchen, daran teil. Anhand von zwei verschiedenen Fragebögen wurden Daten erhoben: Die Lehrer, die einen der Bögen ausfüllten beurteilten den Grad der Hyperaktivität, Impulsivität und das Verhalten der Schüler. Im zweiten, sehr umfangreichen Bogen gaben die Schüler Auskunft über Essverhalten, Ernährungsgewohnheiten, Vorliebe für Süßes, Häufigkeit und Regelmäßigkeit der Mahlzeiten etc.

Die Auswertung der Studie ergab Folgendes:
Bei der täglichen Energie- und Proteinzufuhr gab es keine nennenswerte Differenzen zwischen der „normalen Gruppe“ und der ADHS-Risiko-Gruppe.

Es waren jedoch Unterschiede in der täglichen Mineral- und Vitaminaufnahme zu erkennen. Die Vitamin-C-Zufuhr lag in der Risiko-Gruppe signifikant niedriger. Die Schüler ohne ADHS nahmen täglich im Durchschnitt 100,7 mg Vitamin C zu sich, die der Risiko-Gruppe nur 45,9 mg. In beiden Gruppen lag die Zufuhr von B1 und B6 in der Höhe der empfohlenen Mindestaufnahmemenge, während sich die Aufnahme von Calcium und Vitamin A als ungenügend darstellte. Speziell die Risikogruppe zeigte eine zu geringe Zufuhr an Calcium, Eisen und Vitamin C, und der Vitamin-C- und Eisenmangel am ausgeprägtesten waren.


Fazit:
Wie man heute weiß, führt ein Eisenmangel in der frühesten Kindheit zu bleibenden Schäden in der Hirnentwicklung, auch wenn zu einem späteren Zeitpunkt die Eisenversorgung sichergestellt ist. Eisen ist also ein außerordentlich wichtiges Spurenelement, speziell für Kinder. Es wird z.B. zur Bildung von Nervenbotenstoffen, für die Funktionsfähigkeit der Neuronen im Gehirn und bei der Signalübertragung benötigt. Auch Vitamin C spielt bei der Bildung von Nervenbotenstoffen eine Rolle.
Gerade bei Kindern mit Konzentrationsstörungen, Lernstörungen, ADS und ADHS sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen geachtet werden. Eine Blutanalyse gibt genauen Aufschluss über den aktuellen Mikronährstoffstatus, der die notwendige Voraussetzung für eine gezielte Therapie ist.

Referenz:
Yujeong Kim and Hyeja Chang: Correlation between attention deficit hyperactivity disorder and sugar consumption, quality of diet and dietary behavior in school children. Nutrition Research and Practice, 2011;5(3):236-245
Autor: Michi ©

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