Blei verursacht ADHS


Amerikanische Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen der Bleikonzentration im Vollblut und einer ADS-Symptomatik. An der Studie nahmen 236 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis siebzehn Jahren teil. Die Bleikonzentrationen lagen im Durchschnitt bei 7,3 µg/ l, die maximalen Werte bei 22 µg/l. Diese Bleikonzentrationen sind außerordentlich niedrig, sie sind geringer als die üblichen  Durchschnittswerte in Europa und den USA.

Aus der Studie ging hervor, dass sogar schon sehr niedrige Bleikonzentrationen mit der ADS-Symptomatik assoziiert sind. Es wurden die bisher niedrigsten Bleikonzentrationen in Relation zur ADS-Symptomatik gemessen.

Dass eine Bleibelastung für die Entstehung von ADHS mitverantwortlich sein kann, ist auch aus neurobiologischer Sicht erklärbar, denn Blei stört den Kreislauf von Dopamin und anderen Neurotransmittern im Gehirn. Das Ergebnis der Studie ist von großer Bedeutung, da eine niedrige Bleibelastung weit verbreitet ist.

Eine weitere Studie über Blei weist nach, wie wichtig das Essen am Morgen ist: Eine Bleibelastung kann durch regelmäßiges Frühstücken vermindert werden, dies zeigen die Daten der China Jintan Cild Cohort Study. Es wurde der Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und der Bleikonzentration im Vollblut bei Kindern untersucht. Das Ergebnis zeigt folgendes: Kinder, die regelmäßig frühstückten, wiesen eine um 15 Prozent niedrigere Bleikonzentration im Blut auf als Kinder ohne Frühstück.

Referenzen:
Regular breakfast helps reduce lead poisoning in children. Medical News Today, 31.03.2011
Joel T. Nigg, Ph. D., et al.: Confirmation and extension of association of blood lead with attention-deficit/ hyperactivity disorder (ADHD) and ADHD symptom domains at population-typical exposure levels; J Child Psychol Psychiatry. 2010 January; 51(1): 58-65
Bild: Archiv; Autor: Michi ©

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