Kinder: Immer häufiger verhaltensauffällig

In Bayern zeigt jedes fünfte Kind im Kindergartenalter Verhaltensauffälligkeiten. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Ausgewertet wurden die Vorsorgeuntersuchungs-Daten vier- und fünfjähriger Kinder von 90 Betriebskrankenkassen Bayerns. Der BVKJ teilte mit, dass von 4318 untersuchten Kindern 942 Kinder verhaltensauffällig waren.

Bei Kindern im Grundschulalter sah es ähnlich aus. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen U 10 (Kinder zwischen 7 – 8 Jahren) und U11 (Kinder zwischen 9 und 10 Jahren) wurden Fragebogen von Eltern und Lehrern ausgefüllt. Die erhobenen Daten verdeutlichen, dass bei 15 Prozent der Untersuchten eine Fehlentwicklung vorlag, so die Angaben des Ärzteverbandes. Störungen in der Feinmotorik und Körperkoordination gehören genauso dazu wie Störungen in der sozialen Kompetenz und Störungen der Konzentrationsfähigkeit.

Der Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Martin Lang bestätigt, dass es immer mehr Kinder mit Entwicklungsstörungen, Konzentrationsschwächen und seelischen Problemen gibt: „Wir sehen nicht nur eine Zunahme der so genannten ´ADHS-Kinder` – also von hyperaktiven und oft auch unkonzentrierten Kindern, die nicht selten Schulprobleme haben -, sondern auch der Kinder mit emotionalen Problemen und leider auch vieler, die im Umgang mit Gleichaltrigen Schwierigkeiten haben. Dies ist jetzt schon ein großes gesellschaftliches Problem.“  Die Zahl der Kinder, die in psychiatrische Kliniken eingewiesen werden, ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen.

Referenz:
Chiemgau24.de, 28.03.2011
Autor:Michi
©

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.