Aminosäuren verbessern ADHS-Symptomatik

Aminosäuren und ADHS
US-Wissenschaftler untersuchten bei 85 ADHS-Patienten zwischen vier und achtzehn Jahren den Effekt von Vorstufen von Serotonin und Dopamin in Verbindung mit einem speziellen Auswertungsverfahren, bei dem die Urinkonzentrationen der Monoamine mit dem neuartigen organischen Kationentransportmodell interpretiert wurden.

67 Prozent der Studienteilnehmer erzielten durch Verabreichung einer Monoaminvorstufe signifikante Verbesserungen der klinischen Symptomatik. Bei den Patienten, die durch eine Aminosäure keine Verbesserung erreichten, wurde oben erwähntes Testverfahren angewendet. Bei diesem Testverfahren werden ein oder mehrere Urinbestimmungen vorgenommen, und die Supplementierung der Aminosäuren wird an die Messergebnisse angepasst.

Dadurch konnte bei 77 Prozent der Patienten eine signifikante Besserung erreicht werden. Dieses Therapieverfahren erwies sich als wirksamer als verschiedene ADHS-Medikamente und sollte aus diesem Grund weiter erforscht werden.
Als Serotoninvorstufe wurde 5-HTP eingesetzt, als Dopaminvorstufe L-Tyrosin. Zusätzlich erhielten alle Patienten in Abhängigkeit von ihrem Lebensalter Vitamin C, Calciumcitrat, Vitamin B6, Folsäure, Lysin, Cystein und Selen.

Referenz:
Marty Hinz, Alvin Stein et al.: Treatment of attention deficit hyperactivity disorder with monoamine amino acid precursors and organic cation transporter assay interpretation. Neuropsychiatric Disease and Treatment 2011:7 31-38

Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler ©

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