Eisen und Lernstörungen

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit etwa 25 % der Weltbevölkerung eine Anämie hat. Global liegt bei Kindern im Vorschulalter das Risiko, an einer Anämie zu leiden, bei 47,4 % und bei schulpflichtigen Kindern bei 25,4%. Eine wesentliche Ursache ist der Eisenmangel.

Eine ganze Reihe von Fall-Kontroll-Studien zeigt, dass Säuglinge mit Eisenmangel-Anämien im Gegensatz zu Säuglingen mit normalen Eisenwerten in der Bewertung der geistigen Entwicklung deutlich schlechter abschnitten. Eine Eisenmangelanämie wird mit unglücklicheren, vorsichtigeren und anhänglicheren Kindern in Verbindung gebracht.

Die Wichtigkeit eines guten Eisenstatus zeigte auch eine englischen Doppelblindstudie: Die 18 Monate alten Kinder, die während eines Zeitraumes von 2 Monaten Eisenpräparate erhielten, nahmen mehr an Gewicht zu und zeigten eine bessere psychomotorische Entwicklung als erwartet.

Die Studie in Flordia zeigt die langfristigen Folgen eines Eisenmangels im Säuglingsalter auf. Es bestand ein enger Zusammenhang zwischen leichten bis mäßigen Lernstörungen im Alter von 10 Jahren und einer Eisenmangelanämie im Säuglingsalter.

Referenz:
The influence of dietary status on the cognitive performance of children, David Benton, Department of Psychology, University of Swansea, Wales, UK, Mol. Nutr. Food Res 2010

 

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