Synthetische Farbstoffe und ADHS

Dass die Ernährung einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten und das Lernen bei Kindern hat, wurde inzwischen in vielen Studien nachgewiesen. Die in der Nahrung enthaltenen Zusatzstoffe, Farbstoffe oder gar Schwermetalle spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Es wird z.B. vermutet, dass das gelbe Tartrazin (E102), ein Farbstoff, Symptome wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Unruhe verursacht. Eine australische Studie konnte dies bestätigen: Je höher die Tartrazindosen, desto ausgeprägter waren auch die Symptome.

Wissenschaftler der Universität in Southampton führten eine Studie mit ca. 300 Kindern im Alter zwischen 3 und 9 Jahren durch. Die Kinder bekamen 6 Wochen lang Säfte zu trinken, in denen zum einen das Konservierungsmittel Natriumbenzoat (E 211), zum anderen verschiedene Lebensmittelfarben wie Tartrazin (E102), Cochenillerot A (E 124), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Chinolingelb (E 104) und Allurarot (E 129) enthalten waren.

Eltern, Lehrer und wissenschaftliche Beobachter dokumentierten das Verhalten der Kinder und stellten eine erhöhte Hyperaktivität fest. Die Kinder waren unruhiger und zappeliger.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen diesen künstlichen Lebensmittelfarben und einer ADHS-Symptomatik, Aggressivität und Konzentrationsschwierigkeiten besteht. Diese 6 Farbstoffe wurden von den Forschern als problematisch eingestuft, und man kennt sie seither auch unter dem Namen „Southampton Six“.

Referenzen:
Die Ernährungsfalle, Hans-Ulrich Grimm, Wilhelm Heyne Verlag 2010

 

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