Mikronährstoffe verbessern ADHS-Symptomatik

Es ist schon länger bekannt, dass langkettige Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA eine zentrale Rolle für das zentrale Nervensystem spielen. Sie sind essentiell für eine normale Hirnfunktion, einschließlich Aufmerksamkeit und anderer neuropsychologischer Fähigkeiten.

Wissenschaftler der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz untersuchten jetzt bei 810 Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren den Effekt einer Mikronährstoff-Supplementierung auf die ADHS-Symptomatik über einen Zeitraum von 3 Monaten. Die Kinder und Jugendlichen nahmen in dieser Zeit eine Kombination von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Zink und Magnesium ein.

Die klinischen Symptome der ADHS-Symptomatik wurden über standardisierte Fragebögen erfasst. Außerdem wurde die Akzeptanz der Nahrungsergänzungstherapie dokumentiert.

Nach zwölf Wochen zeigte sich eine deutliche Besserung der ADHS-Symptomatik. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass eine Kombination aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Zink und Magnesium einen günstigen Effekt auf Verhaltens- und emotionale Probleme bei Kindern und Jugendlichen hat. In Anbetracht der positiven Verhaltensänderungen und des geringen Risikos, kann eine Supplementierung von ungesättigten Fettsäuren in Kombination mit Zink und Magnesium empfohlen werden.

Referenzen:
Supplementation of polyunsaturated fatty acids, magnesium and zinc in children seeking medical advice for attention-deficit/hyperactivity problems – an observational cohort study, Michael Huss et al.: lipidworld.com, 24 September 2010
Bild: Archiv; Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler ©

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