Zink und Schlafqualität bei Kindern

Schlaf
US-Wissenschaftler untersuchten, ob es bei Schulkindern einen Zusammenhang zwischen der Zinkkonzentration und der Schlafqualität gibt. In die Studie wurden 1.295 Kinder der China Jintan Child Cohort Study einbezogen. Im Alter zwischen drei und fünf Jahren und zwischen elf und fünfzehn Jahren wurde Zink im Blut bestimmt, außerdem wurden Daten zur Schlafqualität erhoben. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass die Zinkkonzentrationen im Blut bei Kindern im Vorschulalter die Schlafeffektivität beeinflussten. Je niedriger die Zinkkonzentration, desto schlechter war die Schlafeffektivität. Bei Heranwachsenden bedingten ungenügende Zinkkonzentrationen eine schlechtere Schlafqualität. Die Zinkversorgung scheint also eine wichtige Rolle für die Schlafqualität zu spielen.

Referenz:
Ji X, Liu J: Associations between Blood Zinc Concentrations and Sleep Quality in Childhood: A Cohort Study.; Nutrients 2015;7(7):5684-5696. Epub 2015 Jul 13.

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Besser Lernen mit einer optimalen Mikronährstoffversorgung

lernen, studieren
In Deutschland leiden etwa fünf Prozent der Kinder an einer Lernstörung, wie z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie. Unter Legasthenie versteht man eine Lese-Rechtschreibschwäche, unter Dyskalkulie eine Rechenstörung. Die Ursachen beider Lernstörungen sind noch nicht hinreichend geklärt. Klar ist, dass diese Lernstörungen keineswegs Ausdruck einer mangelnden Intelligenz sein müssen, möglicherweise arbeiten die Gehirne einfach anders.

Vielleicht fehlen dem kindlichen Gehirn aber auch jene Biomoleküle, die für eine optimale Gehirnleistung erforderlich sind? Die Orthomolekulare Medizin bietet einen sinnvollen und logischen Ansatzpunkt, den Hirnstoffwechsel zu verbessern. Das Gehirn als sehr stoffwechselaktives Organ ist auf eine hohe Energiezufuhr angewiesen. Dazu sind die Makronährstoffe und viele Mikronährstoffe erforderlich.

Neurotransmitter sind wichtig für Lernen, Denken, Konzentration, Kreativität, Motivation etc. und auch hier gilt: Sind alle für die Bildung der Botenstoffe relevanten Mikronährstoffe in ausreichender Menge im Stoffwechsel vorhanden?

Insbesondere sollte auch auf die Aminosäuren geachtet werden, die entweder selbst als Botenstoffe fungieren oder deren Vorstufen sind oder für anderweitige Prozesse im Nervensystem herangezogen werden. Die Aminosäure Serin ist z.B. die Vorstufe des Neurotransmitters Acetylcholin. Acetylcholin ist u.a. notwendig für Lernen und Gedächtnisbildung. Aus Arginin wird Stickstoffmonoxid gebildet, das für die Nervenimpulsübertragung notwendig ist und am Langzeitgedächtnis beteiligt ist. Bei einem Mangel an Glutaminsäure kann es zu Lernstörungen kommen. Die Aminosäure Glutamin kann als Energiesubstrat herangezogen werden, wenn dem Stoffwechsel Glukose fehlt. Die Aminosäure Tyrosin ist Ausgangsstoff für Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin – den Katecholaminen, die u.a. für die Motivation und Konzentration wesentlich sind. Aus der Aminosäure Tryptophan wird der Botenstoff Serotonin gebildet, der auch bei Kindern eine wichtige Rolle für Ausgeglichenheit, Stimmung und geruhsamen Schlaf spielt.

Die Gruppe der B-Vitamine übt ebenfalls vielfältige Funktionen im Hirnstoffwechsel aus. Auch sie sind vor allem für die Bildung von Botenstoffen und für die Energiegewinnung erforderlich, und das Gehirn hat, wie gesagt, einen sehr hohen Energiebedarf. Vitamin B1 ist notwendig, um aus Glukose Energie zu gewinnen. Ein B1-Mangel kann deshalb zu Leistungsabfall und Müdigkeit führen. Vitamin B3 ist wichtig für die Energiebildung in den Mitochondrien der Zelle. Die Vitamine B6, B12 und Folsäure sind erforderlich für so genannte Methylierungsreaktionen, die für die Bildung fast aller Neurotransmitter notwendig sind. Ein B12-Mangel kann sich z.B. in starken Gedächtnisstörungen äußern.

Eisen hat mehrere Funktionen im Stoffwechsel des Gehirns. Es ist für die Myelinsynthese, für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen, für die Ausbildung von Synapsen und Dendriten und auch für die Bildung von Dopamin und Serotonin erforderlich. Bei einem Eisenmangel kann es zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Hirnstoffwechsels kommen. Ein Eisenmangel in der Kindheit wird auch heutzutage leider oftmals unterschätzt und kann neben körperlichen Entwicklungsstörungen zu nicht wiedergutzumachenden kognitiven Störungen führen. Bitte lieber einmal einen Eisenwert zu viel als zu wenig bestimmen!

Dies waren einige Beispiele dafür, warum eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen für den Schüler und für die Schülerin so wesentlich ist. Um herauszufinden, welche Mikronährstoffe dem Stoffwechsel fehlen, kommt man an einer Laboranalyse nicht vorbei. Wir empfehlen bei Lernstörungen, Konzentrationsstörungen etc. die Durchführung des DCMS-Neuro-Checks.

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Bleibelastung und Lernen bei Schulkindern

Blei - Schule
In den Jahren 1994 bis 1998 bestimmten US-Wissenschaftler in Chicago bei 58.650 Kindern die Vollblutkonzentrationen von Blei. Später, als diese Kinder die dritte Klasse Grundschule besuchten, wurde die Schulleistungsfähigkeit untersucht. Es zeigte sich, dass bereits Vollblut-Bleikonzentrationen unter 100 µg/l die Lesefähigkeiten und die mathematischen Leistungen negativ beeinflussen. Bei einem Anstieg der Bleikonzentration je 50 µg/l kam es zu einer 32-prozentigen Minderung der Leistungen in Mathematik und der Leseleistung. Die Wissenschaftler schätzten, dass 13 Prozent der Lesestörungen und 14,8 Prozent der schlechten Mathematikleistungen auf Blei-Vollblutkonzentrationen zwischen 50 und 90 µg/l zurückzuführen sind. Für die Verbesserung der Schulleistungsfähigkeit ist eine Vermeidung einer Bleibelastung in der frühen Kindheit sehr wichtig.

Referenz:
Evens A, Hryhorczuk D et al.: The impact of low-level lead toxicity on school performance among children in the Chicago Public Schools: a population-based retrospective cohort study; Environ Health. 2015 Apr 7;14:21.

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ADHS und Mikronährstoffe

ADHS - Mikronährstoffe

Wissenschaftler aus der Slowakei untersuchten bei 58 ADHS-Kindern und bei 50 gesunden Kindern im Alter zwischen 6 und 14 Jahren die Plasmakonzentrationen von Kupfer, Zink und Selen. Außerdem wurde die Bleikonzentration im Vollblut gemessen. Bei den Kindern mit der Diagnose ADHS wurden im Vergleich zur Kontrollgruppe niedrigere Zinkspiegel gemessen. Die Kupferkonzentration war bei den ADHS-Kindern höher als in der Gruppe mit den gesunden Kindern. Die Zinkspiegel korrelierten mit der Einschätzung der Eltern und Lehrer bezüglich der Unaufmerksamkeit der Kinder.

Kommentar:
Zink ist ein essentielles Spurenelement und Cofaktor von über 300 Enzymen. Zink spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Nervenbotenstoffe, wie z.B. Glycin, GABA, Glutamat und Dopamin. Ein Zinkmangel kann deswegen zu Hirnleistungsstörungen und Aufmerksamkeitsstörungen führen.

Referenz:
Viktorinova A, Ursinyova M et al.: Changed Plasma Levels of Zinc and Copper to Zinc Ratio and Their Possible Associations with Parent- and Teacher-Rated Symptoms in Children with Attention-Deficit Hyperactivity Disorder; Biol Trace Elem Res. 2015 Jun 12.

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Magnesium und Zink beeinflussen Verhalten von Heranwachsenden

Verhalten, aggressiv
Eine ausreichende Zufuhr von Zink und Magnesium könnte für die Prävention und Behandlung von mentalen Gesundheitsproblemen bedeutsam sein. Forscher aus Australien untersuchten in einer Studie, wie sich die Aufnahme von Zink und Magnesium auf Verhaltensprobleme bei Heranwachsenden auswirkte. Dabei zeigte sich, dass eine höhere Magnesiumaufnahme signifikant mit reduzierten externalisierten Verhaltensweisen assoziiert war. Als  externalisierte Störungen bezeichnet man Verhaltensweisen wie z.B. körperliche und verbale Aggressivität. Auch eine höhere Zufuhr von Zink könnte tendenziell externalisierte Verhaltensweisen verbessern.

Referenz:
Black LJ. et al.: Low dietary intake of magnesium is associated with increased externalising behaviours in adolescents. Public Health Nutr. 2015 Jul;18(10):1824-30.doi:

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Vitamin-B12-Mangel bei Kindern beeinträchtigt Schulleistungen

Vitamin B12

Wissenschaftler aus Kolumbien haben bei 3156 Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren verschiedene hämatologische Parameter und Mikronährstoffe bestimmt. Dabei zeigte sich, dass ein Vitamin-B12-Mangel erhebliche Auswirkungen auf die Schulleistungsfähigkeit hatte. Kinder mit einem Vitamin-B12-Mangel mussten häufiger die Klasse wiederholen und neigten auch häufiger dazu dem Unterricht fernzubleiben.

Referenz:
Duong MC, Mora-Plazas M et al.: Vitamin B-12 Deficiency in Children Is Associated with Grade Repetition and School Absenteeism, Independent of Folate, Iron, Zinc, or Vitamin A Status Biomarkers. J Nutr. 2015 Jul;145(7):1541-8.

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Gefahr: Quecksilber

Quecksilberemmission

Quecksilber ist ein Nervengift und extrem schädlich. Obwohl Amalgamfüllungen durch andere Zahnmaterialien ersetzt wurden und es die alten Quecksilberthermometer nicht mehr gibt, ist die Gefahrenquelle „Quecksilber“ in Deutschland längst nicht gebannt. Kohlekraftwerke verschmutzen die Luft mit immensen Mengen an Quecksilber. Laut Frontal 21 belegen amtliche Zahlen Folgendes: 2013 wurden allein durch die Kraftwerke der Stromriesen RWE, E.ON und Vattenfall insgesamt 3325 Kilogramm Quecksilber in die Luft geblasen. Über den Regen gelangt das Schwermetall Quecksilber in Gewässer und von dort über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus. Deutschland hat übrigens Europaweit den höchsten Quecksilberausstoß durch Kohlekraftwerke zu verzeichnen.

Für das ungeborene Kind sind bereits kleinste Mengen Quecksilber gesundheitsschädlich. Quecksilber gelangt über die Plazenta in die Blutbahn des Ungeborenen und damit auch in das Gehirn. Die Umwelttoxikologin Ellen Fritsche vom Leibniz-Institut erforschte die Wirkung von Quecksilber auf die Gehirnzellen und berichtete in der Sendung Frontal 21 vom 16.06.2015: „Dort bewirkt es, dass sich die Architektur des Gehirnes nicht normal ausbildet, weil es verhindert, dass die Nervenzellen wandern und es verhindert auch, dass sie sich überhaupt bilden.“ Im Weiteren vermerkt sie: „Das bedeutet, das Kind wird dümmer, ja. Es kann sein geistiges Potenzial nicht voll ausschöpfen.“

Eine Studie, finanziert von der Europäischen Union, belegt, dass Quecksilber eine Gefahr in ganz Europa darstellt. Laut Studie werden jährlich 1,8 Millionen Kinder geboren, deren Quecksilberstatus bedenklich ist, d.h. jedes dritte Kind ist betroffen. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass dies einen nachweisbaren Intelligenzverlust  für die Bevölkerung nach sich zieht.

Referenz:
http://www.zdf.de/frontal-21/quecksilbergefahr-aus-der-kohle-kraftwerke-stossen-tonnenweise-nervengift-aus-38873430.html
Frontal 21: Quecksilbergefahr aus der Kohle. Sendung vom 16. Juni 2015

 

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Arsen und Aufmerksamkeit von Schulkindern

Arsen, Schwermetalle
In den letzten Jahrzehnten stieg die Besorgnis über die gesundheitlichen Risiken einer Schwermetallexposition, einschließlich Arsen, wegen der möglichen neurotoxischen Wirkungen auf das sich entwickelnde Gehirn.

In einer Studie wurde untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen der Arsenkonzentration im Urin und einem Aufmerksamkeitsdefizit bzw. einer  ADHS-Symptomatik gibt. In die Querschnittsstudie wurden 261 Kinder im Alter zwischen 6 und 9 Jahren miteinbezogen. Die Studienteilnehmer kamen aus Südwest-Spanien, einem Gebiet mit hoher Industrie- und Bergbauaktivität.

Die Arsenkonzentration wurde im Urin bestimmt, die Aufmerksamkeit wurde durch vier verschiedene unabhängige Tests ermittelt.  Die Ergebnisse der Tests zeigten auf, dass eine nachgeburtliche Arsenexposition neurologische Funktionen bei Kindern beeinträchtigen kann.

Referenz:
Rodriguez-Barranco M. et al.: Postnatal arsenic exposure and attention impairment in school children. Cortex. 2015 Jan 27. pii: S0010-9452(15)00027-1.

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Eisen und ADHS

Eisen und ADHS
Französische Wissenschaftler untersuchten, ob es einen Zusammenhang zwischen der Ferritinkonzentration im Serum und dem Schweregrad einer ADHS-Symptomatik gibt. In die Studie wurden 53 Kinder mit ADHS und 27 gesunde Kinder einbezogen.

Es zeigte sich, dass die Serumferritinspiegel bei den ADHS-Kindern deutlich niedriger waren als bei den Kontrollpersonen. Bei 84 Prozent der Kinder mit ADHS lag der Ferritinspiegel unterhalb des Normbereiches (<30 ng/ml); bei den gesunden Kindern waren es nur 18 Prozent.  Niedrige Serumferritinspiegel korrelierten mit dem Schweregrad einer ADHS-Symptomatik und auch mit größeren kognitiven Defiziten. Das Ergebnis dieser Studie legt nahe, das ein Eisenmangel eine ADHS-Symptomatik verstärken kann und ADHS-Kinder von Eisensupplementen profitieren könnten.

Referenz:
Konofal E et al.: Iron deficiency in children with attention-deficit/hyperactivity disorder. Arch Pediatr Adolesc Med. 2004 Dec;158(12):1113-5.

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Zink und ADHS

Zink und ADHS
Zink spielt für die Bildung des Nervenbotenstoffes Dopamin eine wichtige Rolle. Ein Mangel dieses Spurenelements kann zu Beeinträchtigungen im Neurotransmitterstoffwechsel führen.

In einer sechswöchigen Doppelblindstudie bekamen 44 ADHS-Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren zusätzlich zu Ritalin entweder 55 mg Zinksulfat täglich oder ein Placebopräparat. Die Kinder der Zinkgruppe schnitten in den Verhaltensbewertungen signifikant besser ab als die Kinder aus der Placebogruppe.

Referenz:
•    Akhondzadeh S. et al.: Zinc sulfate as an adjunct to methylphenidate for the treatment of attention deficit hyperactivity disorder in children: a double blind and randomized trial; BMC Psychiatry. 2004 Apr 8;4:9.
•    LifeExtension: Health Concerns: Attention Deficit/Hyperactivity Disorder (ADHD):  http://www.lef.org/Protocols/Emotional-Health/Attention-Deficit-Hyperactivity/Page-09

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