Vitamin-B12-Mangel bei Kindern beeinträchtigt Schulleistungen

Vitamin B12

Wissenschaftler aus Kolumbien haben bei 3156 Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren verschiedene hämatologische Parameter und Mikronährstoffe bestimmt. Dabei zeigte sich, dass ein Vitamin-B12-Mangel erhebliche Auswirkungen auf die Schulleistungsfähigkeit hatte. Kinder mit einem Vitamin-B12-Mangel mussten häufiger die Klasse wiederholen und neigten auch häufiger dazu dem Unterricht fernzubleiben.

Referenz:
Duong MC, Mora-Plazas M et al.: Vitamin B-12 Deficiency in Children Is Associated with Grade Repetition and School Absenteeism, Independent of Folate, Iron, Zinc, or Vitamin A Status Biomarkers. J Nutr. 2015 Jul;145(7):1541-8.

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Gefahr: Quecksilber

Quecksilberemmission

Quecksilber ist ein Nervengift und extrem schädlich. Obwohl Amalgamfüllungen durch andere Zahnmaterialien ersetzt wurden und es die alten Quecksilberthermometer nicht mehr gibt, ist die Gefahrenquelle „Quecksilber“ in Deutschland längst nicht gebannt. Kohlekraftwerke verschmutzen die Luft mit immensen Mengen an Quecksilber. Laut Frontal 21 belegen amtliche Zahlen Folgendes: 2013 wurden allein durch die Kraftwerke der Stromriesen RWE, E.ON und Vattenfall insgesamt 3325 Kilogramm Quecksilber in die Luft geblasen. Über den Regen gelangt das Schwermetall Quecksilber in Gewässer und von dort über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus. Deutschland hat übrigens Europaweit den höchsten Quecksilberausstoß durch Kohlekraftwerke zu verzeichnen.

Für das ungeborene Kind sind bereits kleinste Mengen Quecksilber gesundheitsschädlich. Quecksilber gelangt über die Plazenta in die Blutbahn des Ungeborenen und damit auch in das Gehirn. Die Umwelttoxikologin Ellen Fritsche vom Leibniz-Institut erforschte die Wirkung von Quecksilber auf die Gehirnzellen und berichtete in der Sendung Frontal 21 vom 16.06.2015: „Dort bewirkt es, dass sich die Architektur des Gehirnes nicht normal ausbildet, weil es verhindert, dass die Nervenzellen wandern und es verhindert auch, dass sie sich überhaupt bilden.“ Im Weiteren vermerkt sie: „Das bedeutet, das Kind wird dümmer, ja. Es kann sein geistiges Potenzial nicht voll ausschöpfen.“

Eine Studie, finanziert von der Europäischen Union, belegt, dass Quecksilber eine Gefahr in ganz Europa darstellt. Laut Studie werden jährlich 1,8 Millionen Kinder geboren, deren Quecksilberstatus bedenklich ist, d.h. jedes dritte Kind ist betroffen. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass dies einen nachweisbaren Intelligenzverlust  für die Bevölkerung nach sich zieht.

Referenz:
http://www.zdf.de/frontal-21/quecksilbergefahr-aus-der-kohle-kraftwerke-stossen-tonnenweise-nervengift-aus-38873430.html
Frontal 21: Quecksilbergefahr aus der Kohle. Sendung vom 16. Juni 2015

 

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Arsen und Aufmerksamkeit von Schulkindern

Arsen, Schwermetalle
In den letzten Jahrzehnten stieg die Besorgnis über die gesundheitlichen Risiken einer Schwermetallexposition, einschließlich Arsen, wegen der möglichen neurotoxischen Wirkungen auf das sich entwickelnde Gehirn.

In einer Studie wurde untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen der Arsenkonzentration im Urin und einem Aufmerksamkeitsdefizit bzw. einer  ADHS-Symptomatik gibt. In die Querschnittsstudie wurden 261 Kinder im Alter zwischen 6 und 9 Jahren miteinbezogen. Die Studienteilnehmer kamen aus Südwest-Spanien, einem Gebiet mit hoher Industrie- und Bergbauaktivität.

Die Arsenkonzentration wurde im Urin bestimmt, die Aufmerksamkeit wurde durch vier verschiedene unabhängige Tests ermittelt.  Die Ergebnisse der Tests zeigten auf, dass eine nachgeburtliche Arsenexposition neurologische Funktionen bei Kindern beeinträchtigen kann.

Referenz:
Rodriguez-Barranco M. et al.: Postnatal arsenic exposure and attention impairment in school children. Cortex. 2015 Jan 27. pii: S0010-9452(15)00027-1.

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Eisen und ADHS

Eisen und ADHS
Französische Wissenschaftler untersuchten, ob es einen Zusammenhang zwischen der Ferritinkonzentration im Serum und dem Schweregrad einer ADHS-Symptomatik gibt. In die Studie wurden 53 Kinder mit ADHS und 27 gesunde Kinder einbezogen.

Es zeigte sich, dass die Serumferritinspiegel bei den ADHS-Kindern deutlich niedriger waren als bei den Kontrollpersonen. Bei 84 Prozent der Kinder mit ADHS lag der Ferritinspiegel unterhalb des Normbereiches (<30 ng/ml); bei den gesunden Kindern waren es nur 18 Prozent.  Niedrige Serumferritinspiegel korrelierten mit dem Schweregrad einer ADHS-Symptomatik und auch mit größeren kognitiven Defiziten. Das Ergebnis dieser Studie legt nahe, das ein Eisenmangel eine ADHS-Symptomatik verstärken kann und ADHS-Kinder von Eisensupplementen profitieren könnten.

Referenz:
Konofal E et al.: Iron deficiency in children with attention-deficit/hyperactivity disorder. Arch Pediatr Adolesc Med. 2004 Dec;158(12):1113-5.

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Zink und ADHS

Zink und ADHS
Zink spielt für die Bildung des Nervenbotenstoffes Dopamin eine wichtige Rolle. Ein Mangel dieses Spurenelements kann zu Beeinträchtigungen im Neurotransmitterstoffwechsel führen.

In einer sechswöchigen Doppelblindstudie bekamen 44 ADHS-Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren zusätzlich zu Ritalin entweder 55 mg Zinksulfat täglich oder ein Placebopräparat. Die Kinder der Zinkgruppe schnitten in den Verhaltensbewertungen signifikant besser ab als die Kinder aus der Placebogruppe.

Referenz:
•    Akhondzadeh S. et al.: Zinc sulfate as an adjunct to methylphenidate for the treatment of attention deficit hyperactivity disorder in children: a double blind and randomized trial; BMC Psychiatry. 2004 Apr 8;4:9.
•    LifeExtension: Health Concerns: Attention Deficit/Hyperactivity Disorder (ADHD):  http://www.lef.org/Protocols/Emotional-Health/Attention-Deficit-Hyperactivity/Page-09

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Vitamin B6 und Magnesium

Hyperaktivität - ADHS

Vitamin B6 ist bekanntlich an der Bildung von Serotonin beteiligt. Eine Einnahme von Vitamin B6 kann den Serotoninspiegel günstig beeinflussen. In einer Ernährungsumfrage wurde bei 150 Patienten mit ADHS und bei 100 gesunden Personen die tägliche Vitamin-B6-Aufnahme über die Nahrung ermittelt und verglichen. Die Vitamin-B6-Aufnahme war bei den ADHS-Patienten deutlich geringer als bei den gesunden Kontrollpersonen.

In einer Studie mit 40 ADHS-Kindern führte eine achtwöchige Vitamin-B6- und Magnesiumsupplementierung zu einer Verbesserung der Hyperaktivität und der schulischen Aufmerksamkeit. Interessanterweise verschlechterten sich die Symptome einige Wochen nach Behandlungsende wieder.

Dieselben Forscher führten zu einem früheren Zeitpunkt bei 52 hyperaktiven Kindern eine ähnliche Studie durch. Die Kinder bekamen über 6 Monate ein Kombipräparat aus Magnesium und Vitamin B6. Während der Behandlung verbesserten sich Symptome wie z.B. Aggressivität; außerdem waren die Kinder in allen Schulfächern aufmerksamer.

Studien haben gezeigt, dass ein Magnesiummangel häufig mit einer ADHS-Symptomatik assoziiert ist. In einer Placebo-kontrollierten Studie bekamen sieben- bis zwölfjährige Kinder mit ADHS über einen Zeitraum von sechs Monaten 200 mg Magnesium pro Tag. Durch die Einnahme von Magnesium kam es bei den Kindern zu einer signifikanten Abnahme der Hyperaktivität.

Referenz:
LifeExtension: Health Concerns: Attention Deficit/Hyperactivity Disorder (ADHD):  http://www.lef.org/Protocols/Emotional-Health/Attention-Deficit-Hyperactivity/Page-09

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Wachstumsfaktor (BDNF) und kognitive Funktionen bei Kindern mit Eisenmangelanämie

IQ
Es ist schon länger bekannt, dass eine Eisenmangelanämie einen negativen Einfluss auf die Hirnleistung hat, die verschiedenen Mechanismen dieser Effekte sind jedoch noch umstritten. BDNF ist ein wichtiger Nervenwachstumsfaktor und spielt eine wichtige Rolle für Gedächtnisfunktionen und das Lernen.

In der Ambulanz der Kinderklinik der Ain Shams University wurde zwischen Mai 2009 und März 2010 eine Querschnitts-Fallkontroll-Studie durchgeführt, zur Klärung eines möglichen Zusammenhangs zwischen der BDNF-Konzentration und der kognitiven Funktion bei Kindern mit einer Eisenmangelanämie.

An der Studie nahmen 27 Kinder mit einer Eisenmangelanämie teil. Das Alter der Kinder lag zwischen fünf und elf Jahren. Die Eisenmangelanämie wurde wie folgt definiert: Hämoglobinwert kleiner als 11 g/ dl und Ferritinwert kleiner als 12 ng/ ml.

Neben der ausführlichen Anamnese und klinischen Untersuchung wurde der komplette Blutstatus ermittelt und zusätzlich Ferritin und BDNF im Serum bestimmt. Für die kognitive Bewertung führten die Wissenschaftler den Wechsler-Intelligenztest durch. In die Studie wurde eine Kontrollgruppe mit 50 gesunden Kindern mit einbezogen.

Das Ergebnis der Studie war Folgendes:
Die Kinder mit einer Eisenmangelanämie schnitten im Vergleich zur den gesunden Kindern bei dem Wechsler-Intelligenztest schlechter ab. Sie hatten niedrigere Werte im Gesamt-IQ-Test und eine schlechtere sprachliche Leistungsfähigkeit. Der Gesamt-IQ-Score korrelierte signifikant mit dem Hämoglobinwert. Die BDNF-Konzentrationen waren bei den Patienten mit Eisenmangelanämie nicht signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe, zeigten aber dennoch eine positive Übereinstimmung mit dem Wechsler-IQ-Test dieser Patienten.

Kommentar:
Eisen ist für die Hirnentwicklung bei Kindern und Jugendlichen von zentraler Bedeutung. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, den Eisenstatus bestimmen zu lassen, um rechtzeitig den negativen Auswirkungen eines Eisenmangels entgegenzuwirken.

Referenz:
Nassar, M. F. et al.: Brain derived neurotrophic growth factor and cognitive function in children with iron deficiency anemia. British Journal of Medicine and Medical Research 2014 Vol. 4 No. 18 pp. 3561-3570

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Zink und ADHS

Zink - ADHS

Kroatische Wissenschaftler beschäftigten sich in einem Fachartikel mit der Bedeutung von Zink in der Behandlung von ADHS. Zink ist ein essentieller Cofaktor von mehr als 100 Enzymen. Zink spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Neurotransmitter, der Prostaglandine und für den Erhalt der Hirnstruktur und Hirnfunktion. Dopamin ist einer der wichtigsten Faktoren in der Pathophysiologie bei ADHS. Das Hormon Melatonin spielt eine wichtige Rolle für die Regulierung von Dopamin. Zink wiederum ist für den Stoffwechsel von Melatonin notwendig, woraus sich ergibt, dass Zink auch ein bedeutender Faktor für die Behandlung von ADHS darstellt. Außerdem ist Zink ein Coenzym des Enzyms Delta-6-Desaturase, das für den Aufbau mehrfach ungesättigter Fettsäuren benötigt wird, die wiederum für die Bildung der Nervenzellmembrane essentiell sind. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine Zinksupplementierung zu einer Besserung der ADHS-Symptomatik führt, auch als zusätzliche Medikation zu Methylphenidat.

Referenz:
Dodig-Ćurković et al.: The role of zinc in the treatment of hyperactivity disorder in children. Acta medica Croatica (1330-0164) 63(4) (2009); 305-311

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Eisen, Vitamin D und ADHS

Eisen, Vitamin D, ADHS

Wissenschaftler aus Katar und Großbritannien untersuchten bei 630 Kindern und Jugendlichen mit der Diagnose ADHS verschiedene Parameter des Eisenstoffwechsels sowie die Konzentrationen von 25-OHD, Calcium, Magnesium und Phosphor. Das Alter der Kinder und Jugendlichen lag zwischen fünf und achtzehn Jahren. In der Kontrollgruppe waren es ebenfalls 630 Kinder und Jugendliche.

Zwischen den beiden Gruppen konnten verschiedene signifikante Unterschiede bezüglich der Konzentrationen von Vitamin D, Serumeisen, Ferritin, Hämoglobin, Magnesium, Calcium und Phosphor festgestellt werden. Durch eine detailliertere statistische Auswertung konnte Folgendes aufgezeigt werden: Niedrige Eisenkonzentrationen im Serum, verminderte Ferritinwerte und ein Vitamin-D-Mangel waren mit ADHS assoziiert.

Referenz:
Bener A et al.: Higher prevalence of iron deficiency as strong predictor of attention deficit hyperactivity disorder in children; Annals of Medical and Health Sciences Research, Sep-Oct 2014, Vol 4, Special Issue 3

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Aktueller Filmtipp: „Ruhig gestellt und angepasst“

Filmtipp: Ruhig gestellt und angepasst
Am 18.09.2014 um 22 Uhr und am 19.09.2014 um 10.15 Uhr läuft auf alpha-Österreich nochmals die Fernsehdokumentation zum Thema ADHS: „Ruhig gestellt und angepasst – Warum 80 Millionen Kinder weltweit Drogen nehmen sollen“. In diesem Film werden verschiedenste Ursachen für ADHS erörtert, wie z.B. falsche Ernährungsweise, hoher Fernsehkonsum, Schadstoffbelastungen, Strahlenbelastungen, Impfungen, Bewegungsmangel und vieles mehr.

Der Film stellt auch kritische Fragen zu den gegenwärtigen Behandlungsstrategien bei ADHS, insbesondere zu Psychopharmaka. Alternative Behandlungsmöglichkeiten werden ausführlich dargestellt: z.B. Homöopathie, Bewegungstherapie etc. Zu den unterschiedlichen Behandlungsmethoden werden Kinderärzte und Kinderpsychiater und auch betroffene Eltern und Kinder befragt.

Die Mikronährstofftherapie wurde als sinnvoller Therapiebaustein beschrieben. Zahlreiche Mikronährstoffe können mit der heutigen Ernährung nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen werden, was dann zu ausgeprägten Mikronährstoffmängeln bei Kindern führen kann. Fehlen diese „hirnaktiven Stoffe“, wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren, kann es zu Störungen im Hirnstoffwechsel kommen. Liegt zum Beispiel ein Eisenmangel vor, dann kann dies zu einer Störung des Dopaminstoffwechsels führen.

Das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie ist eines der wenigen Institute, die diese Spur verfolgt. Hier wurde schon das Blut vieler ADHS-Kinder hinsichtlich eines Mikronährstoffmangels genau untersucht und eine gezielte Mikronährstofftherapie eingeleitet.

Interesse geweckt? Hier der Link zur Programmvorschau

Referenz:
Programm.ard.de

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