Arsen und Aufmerksamkeitsstörungen

Arsen und Aufmerksamkeit
Spanische Wissenschaftler untersuchten einen möglichen Zusammenhang zwischen der Arsenkonzentration im Urin und der Aufmerksamkeit bzw. der ADHS-Symptomatik. Die Studie wurde an Kindern im Südwesten von Spanien durchgeführt. Diese Gegend ist gekennzeichnet durch eine hohe Industriedichte und vermehrte Bergbauaktivität. Die Wissenschaftler konnten mit verschiedenen Testverfahren nachweisen, dass die Arsenkonzentrationen im Urin mit einer gestörten Aufmerksamkeit sowie mit einer Störung der kognitiven Funktionen assoziiert waren – selbst bei Konzentrationen, die als sicher eingestuft wurden. Das Ergebnis dieser Studie ist ein weiterer Beweis dafür, dass eine Arsenexposition nach der Geburt, neurologische Funktionen bei Kindern beeinträchtigt.

Referenz:
Rodríguez-Barranco M et al.: Postnatal arsenic exposure and attention impairment in school children. Cortex. 2016 Jan;74:370-82. doi: 10.1016/j.cortex.2014.12.018.

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ADHS und Mikronährstoffmedizin

NEWS - ADHS und Mikronährstoffe

Es wäre sicherlich übertrieben, ADHS als reine Mikronährstoffmangelerkrankung einzustufen. Dennoch hat ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen beträchtliche Konsequenzen für die psychische Befindlichkeit und für das Verhalten. Ein Ausgleich von Mikronährstoffdefiziten ist, unabhängig von anderen erforderlichen Therapien, immer eine notwendige und sinnvolle Maßnahme und sollte in jedem Fall in Betracht gezogen werden.

Lesen Sie dazu unseren NEWS mit aktuellen Fakten zum Thema ADHS und Mikronährstoffe.

 

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Bleibelastung und Lernen bei Schulkindern

Blei - Schule
In den Jahren 1994 bis 1998 bestimmten US-Wissenschaftler in Chicago bei 58.650 Kindern die Vollblutkonzentrationen von Blei. Später, als diese Kinder die dritte Klasse Grundschule besuchten, wurde die Schulleistungsfähigkeit untersucht. Es zeigte sich, dass bereits Vollblut-Bleikonzentrationen unter 100 µg/l die Lesefähigkeiten und die mathematischen Leistungen negativ beeinflussen. Bei einem Anstieg der Bleikonzentration je 50 µg/l kam es zu einer 32-prozentigen Minderung der Leistungen in Mathematik und der Leseleistung. Die Wissenschaftler schätzten, dass 13 Prozent der Lesestörungen und 14,8 Prozent der schlechten Mathematikleistungen auf Blei-Vollblutkonzentrationen zwischen 50 und 90 µg/l zurückzuführen sind. Für die Verbesserung der Schulleistungsfähigkeit ist eine Vermeidung einer Bleibelastung in der frühen Kindheit sehr wichtig.

Referenz:
Evens A, Hryhorczuk D et al.: The impact of low-level lead toxicity on school performance among children in the Chicago Public Schools: a population-based retrospective cohort study; Environ Health. 2015 Apr 7;14:21.

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Gefahr: Quecksilber

Quecksilberemmission

Quecksilber ist ein Nervengift und extrem schädlich. Obwohl Amalgamfüllungen durch andere Zahnmaterialien ersetzt wurden und es die alten Quecksilberthermometer nicht mehr gibt, ist die Gefahrenquelle „Quecksilber“ in Deutschland längst nicht gebannt. Kohlekraftwerke verschmutzen die Luft mit immensen Mengen an Quecksilber. Laut Frontal 21 belegen amtliche Zahlen Folgendes: 2013 wurden allein durch die Kraftwerke der Stromriesen RWE, E.ON und Vattenfall insgesamt 3325 Kilogramm Quecksilber in die Luft geblasen. Über den Regen gelangt das Schwermetall Quecksilber in Gewässer und von dort über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus. Deutschland hat übrigens Europaweit den höchsten Quecksilberausstoß durch Kohlekraftwerke zu verzeichnen.

Für das ungeborene Kind sind bereits kleinste Mengen Quecksilber gesundheitsschädlich. Quecksilber gelangt über die Plazenta in die Blutbahn des Ungeborenen und damit auch in das Gehirn. Die Umwelttoxikologin Ellen Fritsche vom Leibniz-Institut erforschte die Wirkung von Quecksilber auf die Gehirnzellen und berichtete in der Sendung Frontal 21 vom 16.06.2015: „Dort bewirkt es, dass sich die Architektur des Gehirnes nicht normal ausbildet, weil es verhindert, dass die Nervenzellen wandern und es verhindert auch, dass sie sich überhaupt bilden.“ Im Weiteren vermerkt sie: „Das bedeutet, das Kind wird dümmer, ja. Es kann sein geistiges Potenzial nicht voll ausschöpfen.“

Eine Studie, finanziert von der Europäischen Union, belegt, dass Quecksilber eine Gefahr in ganz Europa darstellt. Laut Studie werden jährlich 1,8 Millionen Kinder geboren, deren Quecksilberstatus bedenklich ist, d.h. jedes dritte Kind ist betroffen. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass dies einen nachweisbaren Intelligenzverlust  für die Bevölkerung nach sich zieht.

Referenz:
http://www.zdf.de/frontal-21/quecksilbergefahr-aus-der-kohle-kraftwerke-stossen-tonnenweise-nervengift-aus-38873430.html
Frontal 21: Quecksilbergefahr aus der Kohle. Sendung vom 16. Juni 2015

 

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Arsen und Aufmerksamkeit von Schulkindern

Arsen, Schwermetalle
In den letzten Jahrzehnten stieg die Besorgnis über die gesundheitlichen Risiken einer Schwermetallexposition, einschließlich Arsen, wegen der möglichen neurotoxischen Wirkungen auf das sich entwickelnde Gehirn.

In einer Studie wurde untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen der Arsenkonzentration im Urin und einem Aufmerksamkeitsdefizit bzw. einer  ADHS-Symptomatik gibt. In die Querschnittsstudie wurden 261 Kinder im Alter zwischen 6 und 9 Jahren miteinbezogen. Die Studienteilnehmer kamen aus Südwest-Spanien, einem Gebiet mit hoher Industrie- und Bergbauaktivität.

Die Arsenkonzentration wurde im Urin bestimmt, die Aufmerksamkeit wurde durch vier verschiedene unabhängige Tests ermittelt.  Die Ergebnisse der Tests zeigten auf, dass eine nachgeburtliche Arsenexposition neurologische Funktionen bei Kindern beeinträchtigen kann.

Referenz:
Rodriguez-Barranco M. et al.: Postnatal arsenic exposure and attention impairment in school children. Cortex. 2015 Jan 27. pii: S0010-9452(15)00027-1.

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Gehirn und Umweltgifte

Gehirn und Umweltgifte
Bereits im Blut von Neugeborenen wurden über 280 verschiedene Umweltgifte nachgewiesen. Eine Schwermetallbelastung beeinträchtigt die normale Hirnentwicklung und die Funktion der Neurotransmitter, was zu Langzeitdefiziten bei den Lernleistungen und dem Sozialverhalten führt.

Studien haben gezeigt, dass hyperaktive Kinder im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant erhöhte Spiegel von Blei, Mangan oder Cadmium hatten. Stark erhöhte Manganspiegel sind mit impulsivem und gewalttätigem Verhalten assoziiert. Eine schlechte Ernährung erhöht die Anfälligkeit für giftige Wirkungen von Blei und Mangan. Hohe Konzentrationen von Blei, Kupfer, Mangan und Quecksilber waren mit ADHS, Impulsivität, Ärger, Aggressivität, mangelnder Selbstkontrolle und Jugendkriminalität assoziiert.

Schwermetalle beeinträchtigen die Neurotransmission im Gehirn und im peripheren Nervensystem. Sie stören auch die Calciumspiegel im Gehirn und in den Zellen, wodurch viele Körperfunktionen beeinträchtigt werden können. Bei Störungen der Calciumversorgung wurden auch verminderte Spiegel von Serotonin, Noradrenalin und Acetylcholin nachgewiesen.

Referenz:
Sylvia Onusic: Violent Behavior: A Solution in Plain Sight, westonaprice.org, 22.04.2013

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Zusammenhang zwischen Bleibelastung und ADHS

In einer Metaanalyse untersuchten US-Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen ADHS und einer Bleibelastung bei Kindern und Heranwachsenden. In die Metaanalyse wurden 33 Studien mit 10.230 Kindern und Jugendlichen einbezogen. Es zeigte sich ein kleiner bis mittlerer Zusammenhang zwischen der Bleikonzentration und Unaufmerksamkeitssymptomen, Hyperaktivität sowie Impulsivität. Wenn die Bleibelastung in den Haaren gemessen wurde, war dieser Zusammenhang noch stärker ausgeprägt als bei anderen Methoden.

Insgesamt war der Zusammenhang zwischen Bleibelastung und ADHS-Symptomen ähnlich groß wie zwischen der Bleikonzentration und vermindertem IQ bzw. zwischen der Bleikonzentration und Verhaltensproblemen.

Referenz:
James K et al.: Lead and attention-deficit/ hyperactivity disorder (ADHD) symptoms: A meta-analysis; Clinical Psychology Review; 29. January 2013

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Blei wiederholt mit ADHS-Symptomen assoziiert

Das sich entwickelnde Gehirn eines Kindes ist extrem anfällig gegen toxikologische Umwelteinflüsse wie z.B. Schwermetalle. Selbst kleine Mengen an Blei und Cadmium im Blut können zu Entwicklungsstörungen und Dysfunktionen führen.

In einer polnischen Studie wurde der Einfluss von Cadmium und Blei in Bezug auf Verhaltensstörungen im häuslichen Umfeld geprüft. Die Grundlage hierzu bildete eine Umfrage von 78 Familien mit Kindern, die als verhaltensauffällig eingestuft wurden.  Die Diagnose ADHD wurde mit dem ADHSD-Rating Scale-IV ermittelt, die Blei- und Cadmiumwerte laboranalytisch bestimmt. Die mittleren Bleiblutspiegel lagen bei 19,71 µg/ l, die mittleren Cadmiumblutspiegel bei 0,215 µg/ l.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass höhere Bleiblutwerte mit dem Auftreten von Hyperaktivität und impulsivem Verhalten korrelierten. Bezüglich der Cadmiumwerte konnte kein statistisch signifikanter Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten festgestellt werden.

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass sich Blei auf den entwickelnden Organismus des Kindes negativ auswirkt, was mit Verhaltens- und Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität und impulsivem Verhalten einhergehen kann. Das wiederum führt zu einem störenden Verhalten Zuhause.


Referenz:
Szkup-Jablonska M et al.: Effects of blood lead and cadmium levels on the functioning of children with behaviour disorders in the family environment; Ann Agric Environ Med. 2012;19(2):241-6.

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ADHS-Risiko durch erhöhte Blei- und Quecksilberwerte bei Inuit-Kindern

Blei, Quecksilber, ADHS
Eine Schwermetallbelastung in der frühen Kindheit führt zu einem höheren ADHS-Risiko. Das wurde in einer jüngst durchgeführten kanadischen Studie mit fast 300 Inuit-Kindern aus Nord-Quebec bestätigt.
Eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Inuit ist Beluga-Walfleisch, das sehr stark mit Quecksilber kontaminiert sein kann. Außerdem sind die Kinder einer erhöhten Bleibelastung über die Nahrung ausgesetzt, da die für die Nahrungsaufnahme getöteten Gänse und Enten mit Bleikugeln erlegt werden.

Blei und Quecksilber sind potentielle Toxine, die die Entwicklung der Gehirne von Kleinkindern gefährden. Es ist aus Studien bekannt, dass Quecksilber-Vergiftung bei Kindern zu Schwierigkeiten in der Sprachentwicklung, in der Aufmerksamkeit, in der Koordination und zu anderen Problemen führen kann. Das Schwermetall Blei beeinträchtigt das Lernvermögen und generell die Gedächtnisleistung. Weiterlesen

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Cadmium und Entwicklung bei Kindern

Im Rahmen der US-amerikanischen NHANES-Untersuchung wurden auch Urinproben von 6 bis 15 Jahre alten Kindern und Jugendlichen auf Cadmium untersucht. Es wurde dann geprüft, inwieweit die Cadmiumkonzentrationen mit Entwicklungsstörungen bei Kindern zusammenhängen. Bei einer höheren Cadmiumausscheidung bestand ein vermehrtes Risiko für Lernstörungen und für die Notwendigkeit einer Sonderschulbehandlung. Diese Zusammenhänge wurden bereits bei Cadmiumkonzentrationen festgestellt, die bisher als unschädlich galten. Weiterlesen

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