Vitamin D und ADHS

ADHS und Vitamin D

Bei ADHS ist von einer komplexen Pathophysiologie auszugehen, bei der auch die Versorgung mit Vitamin D eine Rolle spielen dürfte. Wissenschaftler aus dem Iran und aus Australien haben diesbezüglich einen Fachartikel publiziert. Vitamin D hat einen bedeutenden Schutzeffekt gegen Entzündungen und oxidativen Stress und erleichtert auch dopaminerge und serotonerge Funktionen. Die Vitamin-D-Spiegel sind bei Kindern mit ADHS niedriger als bei gesunden Kindern. Vitamin D hat eine neuroprotektive Funktion über verschiedene molekulare Mechanismen.

Referenz:
Saedisomeolia A et al.: Vitamin D’s Molecular Action Mechanism in Attention-Deficit/ Hyperactivity Disorder: A Review of Evidence. CNS Neurol Disord Drug Targets. 2018;17(4):280-290.


Zusammenhang zwischen ADHS-Symptomen und Eisenmangelanämie

ADHS und Eisenmangelanämie
Wissenschaftler aus der Türkei untersuchten bei 83 Patienten mit Eisenmangelanämie und 70 gesunden Kontrollpersonen das Vorhandensein von Symptomen des Erwachsenen-ADHS. Sie konnten zeigen, dass bei Patienten mit Eisenmangelanämie Erwachsenen-ADHS häufiger auftrat. Die Spiegel von Eisen und Ferritin zeigten eine negative Korrelation mit den Scores der Wender Utah Rating Scale (WURS).

Referenz:
Demirci K et al.: The Investigation of Symptoms and Diagnoses of Adult-Attention Deficit/ Hyperactivity Disorder in Women with Iron Deficiency Anemia. Noro Psikiyatr Ars. 2017 Mar;54(1):72-77.