ADHS, Blutdruck und Vitamin D

Vitamin D, Blutdruck, ADHS

Anhand der Daten der deutschen KiGGS-Studie wurde nachgewiesen, dass ein niedriger Blutdruck bei Jugendlichen mit einer ADHS-Symptomatik assoziiert war. Eine wichtige Rolle spielte in diesem Zusammenhang auch die Vitamin-D-Konzentration, die den systolischen Blutdruck bei ADHS-Patienten beeinflusste.

Referenz:
Thomas Meyer et al.: Attention deficit-hyperactivity disorder is associated with reduced blood pressure and serum vitamin D levels: results from the nationwide German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS); European Child & Adolescent Psychiatry, 19.05.2016

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N-Acetylcystein bei autistischen Störungen

N-Acetylcystein und Autismus
Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten, inwieweit NAC zusätzlich zu Risperidon die Symptomatik bei autistischen Erkrankungen beeinflusst. In die Studie wurden 70 Kinder und Heranwachsende mit autistischen Störungen einbezogen. Die Hälfte der Studienteilnehmer erhielt zusätzlich zu Risperidon 1200 mg NAC, die andere Hälfte der Studienteilnehmer bekam ein Placebopräparat zusätzlich zur Standardmedikation. In der NAC-Gruppe kam es im Vergleich zur Placebogruppe zu einer deutlichen Verminderung der Irritabilität bei Kindern und Jugendlichen. Allerdings wurden die Kernsymptome des Autismus nicht beeinflusst.

Referenz:
Ghanizadeh A et al.: A randomized double blind placebo controlled clinical trial of N-Acetylcysteine added to risperidone for treating autistic disorder. BMC Psychiatry. 2013 Jul 25;13:196.

 

 

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Zusammenhang von Vitamin D und Autismus

Vitamin D und Autismus
Autismus ist eine komplexe Störung der Hirnentwicklung mit vielen genetischen Risikofaktoren und Umweltfaktoren. Möglicherweise ist ein Vitamin-D-Mangel ein Risikofaktor für Autismus. Kinder mit der Diagnose „Autismus“ hatten signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel als gesunde Kinder.  Vitamin D spielt eine sehr bedeutende Rolle für die Embryogenese, für die Hirnentwicklung, für die Regulierung des Immunsystems, für die neurale Differenzierung, die Genregulation und vieles mehr. Ein Vitamin-D-Mangel während Schwangerschaft und in der frühen Kindheit könnte deswegen ein auslösender Faktor für Autismus sein.

Referenz:
Duan DY et al.: Relationship between vitamin D and autism spectrum disorder. Zhonggou Dang Dai Er Ke Za Zhi. 2013 Aug;15(8):698-702.

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Eisen und psychiatrische Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Eisen und psychiatrische Störungen
Eisen spielt eine bedeutende Rolle für die Hirnentwicklung, weil die Entwicklung des zentralen Nervensystems im hohen Maße von eisen-abhängigen Enzymen und Proteinen abhängt. Wissenschaftler aus Taiwan untersuchten Kinder und Jugendliche mit der Diagnose „Eisenmangelanämie“ hinsichtlich eines erhöhten Risikos für psychiatrische Erkrankungen und verglichen sie mit entsprechenden Kontrollpersonen. Die 2957 Patienten mit Eisenmangelanämie zeigten ein erhöhtes Risiko für zahlreiche psychiatrische Störungen, z.B. Depression, bipolare Störung, Angststörung, Autismus, ADHS, Tick-Störung und Entwicklungsverzögerung. Es zeigte sich auch ein Geschlechterunterschied: Bipolare Störungen und Tick-Störungen waren nur bei weiblichen Patienten erhöht.

Ein Eisenmangel erhöht also das Risiko für psychiatrische Störungen. Die Autoren der Studie empfehlen nun weitere Untersuchungen zur Klärung des Mechanismus zwischen Eisenmangelanämie und psychiatrischen Erkrankungen.

Referenz:
Chen MH et al.: Association between psychiatric disorders and iron deficiency anemia among children and adolescents: a nationwide population-based study. BMC Psychiatry. 2013 Jun 4; 13:161. doi

 

 

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Übergewicht und Hirnleistungsfähigkeit

Übergewicht und Hirnleistungsfähigkeit
Übergewicht könnte auch mit einer verminderten Hirnleistungsfähigkeit bei Kindern verbunden sein. Der Einfluss des Körpergewichts auf kognitive Leistungen wurde bei 126 Kindern untersucht. Zusätzlich wurden der BMI und die Körperfettmasse bestimmt. Es zeigte sich, dass der BMI und die Fettmasse negativ mit der kognitiven Kontrolle assoziiert waren. Bei einem höherem BMI schnitten die Kinder bei verschiedenen Hirnleistungstests schlechter ab, vor allen Dingen bei der kognitiven Kontrolle. Dieser Aspekt spielt bei den Schulleistungen eine wichtige Rolle. Weiterlesen

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Erhöhes ADHS-Risiko durch Schwangerschafts-Diabetes und Armut

Kinder, die in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen, entwickeln doppelt so häufig eine ADHS-Symptomatik wie andere Kinder. Dem gleichen ADHS-Risiko sind Kinder ausgesetzt, deren Mütter während der Schwangerschaft an einem Schwangerschaftsdiabetes erkrankt waren. Weiterlesen

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