Archive for the ‘Ernährung’ Category

Falsche Ernährungsgewohnheiten schon im Kindesalter

Montag, Juni 6th, 2011

Bereits im Kleinkindalter legen wir unsere Ernährungsgewohnheiten fest, die dann langfristig einen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Wissenschaftler des Forschungsinstitutes für Kinderernährung (FKE) in Dortmund untersuchten die Ernährungsgewohnheiten von ein- bis drei- jährigen Kindern in 525 Haushalten.

Das Ergebnis ist alarmierend: Die Kleinkinder trinken viel zu wenig. Statt einer Tagesmenge von 0,6 bis 0,7 Liter trinken sie nur 0,4 Liter. Der Konsum an Süßigkeiten überschreitet mit 50 g deutlich die empfohlene Tageszufuhr von 25-30 g. Außerdem essen Kinder zuviel Fleisch- und Wurstwaren.

Die Eltern sollen beständig bleiben und den Kindern viele Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot anbieten. Viel Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen (stark verdünnt) sind gesüßten Getränken vorzuziehen. So die Empfehlung des FKE. Außerdem wird empfohlen, Milchprodukte, Eier, Fleisch und Wurst nur mäßig zu verzehren. Wenn Kinder Nahrungsmittel nicht mögen, sollen die Eltern diese immer wieder in kleinen Mengen geben. Nur so können sich die Kinder an eine gesunde Ernährung gewöhnen.

Referenz:
Kinder schlagen über die Stränge, n-tv.de, 23.05.2011
Bild: Andreas Zöllick, pixelio.de; Autor: Michi
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Lernvermögen und Ernährung

Montag, Februar 14th, 2011

In einer zwölfmonatigen Studie mit 780 Kindern in Australien und Indonesien wurde der Effekt einer Mikronährstoffmischung auf das Lernvermögen und die mentale Leistungsfähigkeit bei Kindern untersucht. Die Studie wurde an 396 gutgenährten Kindern in Australien und an 384 schlechternährten Kindern in Indonesien durchgeführt.

In jedem Land wurden die Kinder einer von vier Gruppen zugeordnet. Gruppe 1 erhielt eine Mischung von Mirkonährstoffen (Eisen, Zink, Folsäure und Vitamin A, B6, B12 und C); Gruppe 2 ein Fischölpräparat (DHA und EPA); Gruppe 3 Mikronährstoffe und Fischöl, Gruppe 4 Placebopräparate.

Nach 12 Monaten zeigten die Kinder in Australien erhöhte Blutspiegel der  supplementierten Mikronährstoffe, was zunächst mal bedeutet, dass die Nährstoffe vom Organismus aufgenommen wurden. Darüber hinaus erbrachten sie signifikant bessere Lern- und Gedächtnisleistungen im Vergleich zu den anderen Gruppen. Der gleiche Trend wurde in Indonesien beobachtet, aber nur bei den Mädchen. Die Zugabe von Fischöl bewirkte keinen zusätzlichen Nutzen hinsichtlich der kognitiven Leistungsfähigkeit. (more…)

Spezielle Diät bessert ADHS bei vielen Kindern

Donnerstag, Februar 10th, 2011

 

In einer Studie an 100 ADHS-Patienten im Alter von vier bis acht Jahren verordneten Wissenschaftler der Universitätsklinik Niymegen der Hälfte der Kinder eine Kost ohne bestimmte Allergene. Die übrigen Teilnehmer sollten sich lediglich gesund ernähren. Die fünfwöchige Auslassdiät besserte die Symptome bei fast zwei Drittel der Kinder.

Die Autoren der Studie empfehlen eine Ernährungsumstellung für alle Kinder mit ADHS. Man müsse aber genau ermitteln, welche Nährstoffe zur Unruhe des jeweiligen Kindes beitragen. (more…)

Junkfood macht dumm

Freitag, Februar 4th, 2011

 

Hamburger, Pommes, Currywurst, Dönner, Pizza, Süßigkeiten….
Alles Nahrungsmittel, die Kinder gerne und ohne zu murren essen. Doch: Wer viel ungesunde Nahrungs- und Konsummittel zu sich nimmt, setzt sich der Gefahr aus, nicht nur dick, sondern auch dumm zu werden. Denn Lebensmittel, die reich an Zucker und gesättigten Fettsäuren sind, bergen die Gefahr, das Gehirn schrumpfen zu lassen.

Bekannt ist, dass Übergewicht mit einem kleineren Hirnvolumen in Verbindung steht. Doch ist eine verkleinerte Hirnregion verantwortlich dafür, dass man dick wird, oder wird durch Gewichtszunahme das Gehirn erst geschädigt? Forscher sind der Meinung, dass eine ungesunde Ernährungsweise am Beginn dieses Teufelskreises steht.

Im Nathan Kline Institute für Psychiatrieforschung in New York untersuchten Forscher Gehirne mittels MRT (Magnetresonanztomografie). Es wurde u.a. die Größe verschiedener Hirnregionen beurteilt. Das Ergebnis dieser Studie zeigt, dass bei übergewichtigen Menschen die Zentren im Großhirn, die für Appetit und Belohnung verantwortlich sind,  kleiner sind und Strukturschäden aufweisen. Zudem konnte ein Zusammenhang zwischen erhöhten Entzündungsmarkern im Blut und Hirnschäden festgestellt werden.

Studien, von Forschern der Purdue Universität in West Lafayette in Illinois zeigen auf, dass zu viel ungesunde Ernährung zu einer Beeinträchtigung des Gehirns führt. Junkfood kann Entzündungsprozesse fördern, außerdem kann es zu Veränderungen der Durchlässigkeit der Blut-Hirnschranke kommen, was sich wiederum  negativ auf die Hirnstruktur und die Denkleistung auswirken kann, und dies schon bevor die Betroffenen übergewichtig sind. Der Hippocampus, ein wichtiges Gedächtniszentrum, ist laut Wissenschaftler als erstes von der Schädigung betroffen.

Fazit:
Konzentrationsfähigkeit, Lernvermögen und Gedächtnisleistung können durch falsche Ernährung beeinträchtigt werden. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung hingegen vermag die Kinder vor Übergewicht und vor Verdummung zu schützen.

Referenz:
Junkfood lässt Gehirn schrumpfen, Nora Schultz, Spiegelonline.de, 18.Januar 2011

Bild: Rainer Sturm, pixelio.de; Autor:admin-Michi ©

Aluminium in Schokolinsen – damit sie mehr leuchten

Mittwoch, Dezember 29th, 2010

 

Aluminium ist ein weit verbreiteter Nahrungsbestandteil, vor allem in bunten Süßigkeiten für Kinder. Viele Lebensmittelfarben enthalten Aluminium, damit sie knalliger leuchten; insbesondere bunte Schokolinsen werden mit Aluminiumfarblacken gefärbt. Die Aluminiumkonzentrationen in Schokolinsen sind teilweise erschreckend hoch. Amtliche Messungen baden-württembergischer Behörden haben Spitzenwerte bis zu 320 mg/ kg Schokolinsen ergeben. Am 15. Juli 2008 erfolgte eine Pressemitteilung der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, in der vor überhöhter Aluminiumaufnahme in Lebensmitteln gewarnt wurde. Nach Schätzungen von Experten wird bei einem erheblichen Teil der europäischen Bevölkerung die tolerierbare wöchentliche Aufnahme von einem Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht überschritten. Wenn man sich auch über die gesundheitlichen Risiken des Aluminiums noch nicht ganz einig ist, so gilt Aluminium doch als Risikofaktor für Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems. Neuerdings gibt es auch vermehrte Hinweise, dass Aluminium bisher unbekannte hormonelle Wirkungen hat im Sinne eines Metallöstrogens. Aufgrund der EFSA-Empfehlungen sollte ein kleines Kind von aluhaltigen Schokolinsen höchstens vier Stück am Tag essen, darüber hinaus beginnt bereits das Risiko.

Referenzen:
Die Ernährungsfalle, Hans-Ulrich Grimm, Wilhelm Heyne Verlag 2010
Bild: Christian Delfs, pixelio.de; Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler ©




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