Mikronährstoffe und Hirnleistungsfähigkeit bei Schulkindern

Hirnleistung und Ernährung

Australische Wissenschaftler publizierten einen Übersichtsartikel über den Effekt einer Mikronährstoffsupplementierung auf die Hirnleistungsfähigkeit bei Schulkindern. In die Auswertung wurden 19 Studien einbezogen. Es wurde einheitlich über eine Verbesserung der fluiden Intelligenz bei Kindern mit Mikronährstoffdefiziten durch eine Supplemntierung berichtet.

Referenz:
Lam LF et al.: Feeding the brain – The effects of micronutrient interventions on cognitive performance among school-aged children: A systematic review of randomized controlled trials. Clin Nutr. 2017 Aug;36(4):1007-1014.

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Glycin und Glutamat bei ADHS

Glycin, Glutamat, ADHS
Wissenschaftler aus den USA untersuchten bei 23 Kindern mit ADHS und bei 22 Kontrollpersonen die Nährstoffaufnahme. Sie konnten nachweisen, dass eine höhere Aufnahme von Glycin mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für ADHS assoziiert war, während eine höhere Aufnahme der Aminosäure Glutamat das ADHS-Risiko verminderte. Bei ADHS-Patienten war auch die Aspartataufnahme signifikant höher als bei den Kontrollpersonen.

Referenz:
Kathleen F Holton et al.: The Association of Dietary Glycine and Glutamate with ADHD; The FASEB Journal vol. 30 no. 1 Supplement 679.8, April 2016

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Ernährung, Verhalten und Gewaltbereitschaft

Seit mehreren Jahrzehnten verzehrt die amerikanische Bevölkerung mehr als 50 Prozent ihrer Nahrung in Form von Junkfood. Seit den siebziger Jahren gibt es auch zunehmend Untersuchungen über den Einfluss von Ernährungsfaktoren auf die Gehirnaktivität und das Verhalten. Ein wichtiger Auslöser für antisoziales Verhalten ist die Unterzuckerung. Durch die Unterzuckerung kommt es im Gehirn zu einer vermehrten Ausschüttung von Glutamat, das zu Erregung, Depression, Ärger, Ängstlichkeit und gewalttätigem Verhalten führen kann. Der Wissenschaftler Stephen Schoenthaler von der California State University berichtete über eine deutliche Besserung von antisozialem Verhalten nach Änderung der Ernährungsgewohnheiten, die eine Einschränkung des Zuckerkonsums implizierte. Es gibt Berichte, die bestätigen, dass der Verzicht auf hochzuckerhaltige Nahrungsmittel das Verhalten von Jugendlichen deutlich verbesserte. Das Gehirn ist hauptsächlich auf Glukose als Energieträger angewiesen; bei starken Schwankungen des Glukosespiegels kann es zu einer Über- oder Fehlerregbarkeit der Nervenzellen kommen.

Referenz:
Sylvia Onusic: Violent Behavior: A Solution in Plain Sight, westonaprice.org, 22.04.2013

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Mütter achten weniger auf Nährstoffgehalt

Nährstoffgehalt
In einer österreichischen Umfrage, im Sommer 2013, in die 500 Mütter einbezogen wurden, gaben 99 Prozent der befragten Mütter an, dass ihnen die Ernährung ihrer Kinder wichtig sei. Trotzdem achten nur 14,7 Prozent bewusst auf den Nährstoffgehalt, die meisten – nämlich 85,3 Prozent – gehen nach ihrem Gefühl.

Obwohl den befragten Müttern die Ernährung so wichtig ist,
war sich nur jede Vierte der Mütter bewusst, dass ein Kleinkind (1 – 3 Jahre) einen besonderen Nährstoffbedarf und damit auch eine gezielte Ernährung benötigt. Offensichtlich hat das Wissen keine praktischen Konsequenzen.

Von den befragten Frauen gaben 71,7 Prozent zu, dass das wichtigste Kriterium für die Ernährung der Kinder sei, ob es den Kindern schmeckt.

Die Ernährungswissenschaftlerin Mag. Eva Unterberger betonte die Relevanz einer bewussten Ernährung in den ersten 1000 Lebenstagen: „Kleinkinder sind beim Essen keine kleinen Erwachsenen. Sie benötigen von manchen Nährstoffen, bezogen auf das Körpergewicht, bis zu 5 x mehr als Erwachsene. Dabei ist ihr Magen etwa nur ein Sechstel so groß und verhält sich größenmäßig etwa wie eine Mandarine zu einer Grapefruit. Es liegt also auf der Hand, dass überwiegend nährstoffreiche Lebensmittel ihren Weg in den Kindermagen finden sollen.“

Referenz:
Oe24.at, 18.10.2013: Nur jedes zweite Kind isst Obst und Gemüse

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Ernährungsmängel fördern gewalttätiges Verhalten

Defizite der Vitamine A, D, K, B1, B3, B6, B12 und Folsäure sowie ein Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen (Jod, Kalium, Eisen, Magnesium, Zink, Chrom und Mangan) können zu einer mentalen Instabilität und zu gewalttätigem Verhalten beitragen. Eine Gesundheitswissenschaftlerin der Weston A. Price Foundation hat in einem umfangreichen Report die Bedeutung von Ernährungsfaktoren für das Verhalten des Menschen dargestellt. Die Autorin dieses Berichtes äußerte sich dahingehend, dass man zwar die Gewalt in den Medien reduzieren könne, es aber Tatsache sei, dass eine große Zahl von Amerikanern sich von Fertignahrungsmitteln ernähren würde, was auch mit Fehlernährung verbunden sei.

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Ärzte in den USA sozusagen eine Rückkehr von Ernährungsmangelkrankheiten wie Skorbut und Pellagra  beobachten. Beide Krankheiten gelten seit Jahrzehnten als ausgerottet. Die Situation wird durch Excitotoxine wie Aspartam und Natriumglutamat, die häufig in der Nahrungskette zu finden sind, noch verschlimmert. Wer viel Fertignahrungsmittel zu sich nimmt und häufig Limonaden trinkt, nimmt diese Chemikalien in besonders hohem Maße zu sich. Andere Zusatzstoffe, die das Verhalten beeinflussen, sind Zucker, Farbstoffe, Geschmackstoffe, Koffein, Alkohol und Sojaprodukte.

Die Weston A. Price Foundation empfiehlt eine Kultur, in der der Verzehr von Fertignahrungsmitteln als uncool gilt und die Nahrungszubereitung zu Hause wieder als lebenswichtige Tätigkeit angesehen wird.

Referenz:
MNT, medicalnewstoday.com: Violent behavior linked to nutritional deficiencies, 03.09.2013

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Lernschwierigkeiten und Ernährungsgewohnheiten

Ein möglicher Faktor zur Beeinflussung der Schulleistungen ist die Ernährung. Norwegische Wissenschaftler verglichen bei 475 Schülern das Auftreten von Lernschwierigkeiten mit den Ernährungsgewohnheiten. Die Schüler füllten hierzu einen Ernährungsfragebogen aus und mussten Fragen möglicher Lernstörungen betreffend beantworten.  Wer regelmäßig frühstückte hatte weniger häufig Schreib- und Leseprobleme sowie Schwierigkeiten mit der Mathematik. Die regelmäßige Einnahme von Mittagessen und Abendessen war mit einem verminderten Auftreten von Problemen mit der Mathematik assoziiert. Eine hohe Zufuhr von Softdrinks, Süßigkeiten, Schokolade, Pizzas und Hot-Dogs war signifikant mit vermehrten Schwierigkeiten bei der Bewältigung mathematischer Aufgaben assoziiert.

Referenz:
Overby NC et al.: Self-reported learning difficulties and dietary intake in Norwegian adolescents. Scand J Public Health. 2013 May 15.

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ADHS und Ernährung

Anfang Januar 2012 wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Pediatrics“ ein Übersichtsartikel zum Thema ADHS und Ernährung publiziert. Die Autoren des Artikels kommen zu dem Schluss, dass Eisen und Zink bei Patienten mit bekannten Defiziten supplementiert werden sollte. Außerdem könnten Omega-3-Fettsäuren probiert werden. Wesentlich sei die Schulung von Eltern und Kindern bezüglich einer gesunden Ernährung. Weiterlesen

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Western Diet fördert ADHS

Western Diet und ADHS
Ein Western-Diet-Ernährungsstil ist durch einen hohen Fleisch- und Fettkonsum gekennzeichnet.

In der australischen Raine Study, an der 179 In der australischen Raine Study, an der 1799 Heranwachsende teilnahmen, konnte nachgewiesen werden, dass der Western-Diet-Ernährungsstil das Risiko für die Diagnose ADHS um mehr als das Doppelte erhöht.Heranwachsende teilnahmen, konnte nachgewiesen werden, dass der Western-Diet-Ernährungsstil das Risiko für die Diagnose ADHS um mehr als das Doppelte erhöht. Zwischen gesunden Ernährungsgewohnheiten und der Diagnose ADHS gab es keinen Zusammenhang. Weiterlesen

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Wie deutsche Schüler essen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt im Abstand von vier Jahren internationale Studien durch, die Aufschlüsse unter anderem über das Essverhalten von Kindern und Jugendlichen geben sollen. Im Schuljahr 2009/ 2010 beteiligten sich insgesamt 40 Länder an dieser Umfrage, auch Deutschland nahm daran teil. Bundesweit wurden über 5000 Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren dazu befragt.

Die Ergebnisse über das Essverhalten deutscher Schüler sind folgende: Nur 44 Prozent der Mädchen essen mindesten einmal am Tag Obst. Bei den Jungen sind es gerade mal 30 Prozent. Auch Gemüse steht nicht bei jedem täglich auf dem Speiseplan: 32 Prozent der Mädchen und nur 19 Prozent der Jungen geben an, mindestens einmal am Tag Gemüse zu essen. Außerdem verlässt einer von drei Schülern ohne Frühstück das Haus und geht mit leerem Magen in die Schule. Je älter die Schüler werden, desto weniger wird gefrühstückt.

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Falsche Ernährungsgewohnheiten schon im Kindesalter

Bereits im Kleinkindalter legen wir unsere Ernährungsgewohnheiten fest, die dann langfristig einen Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Wissenschaftler des Forschungsinstitutes für Kinderernährung (FKE) in Dortmund untersuchten die Ernährungsgewohnheiten von ein- bis drei- jährigen Kindern in 525 Haushalten.

Das Ergebnis ist alarmierend: Die Kleinkinder trinken viel zu wenig. Statt einer Tagesmenge von 0,6 bis 0,7 Liter trinken sie nur 0,4 Liter. Der Konsum an Süßigkeiten überschreitet mit 50 g deutlich die empfohlene Tageszufuhr von 25-30 g. Außerdem essen Kinder zuviel Fleisch- und Wurstwaren.

Die Eltern sollen beständig bleiben und den Kindern viele Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot anbieten. Viel Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen (stark verdünnt) sind gesüßten Getränken vorzuziehen. So die Empfehlung des FKE. Außerdem wird empfohlen, Milchprodukte, Eier, Fleisch und Wurst nur mäßig zu verzehren. Wenn Kinder Nahrungsmittel nicht mögen, sollen die Eltern diese immer wieder in kleinen Mengen geben. Nur so können sich die Kinder an eine gesunde Ernährung gewöhnen.

Referenz:
Kinder schlagen über die Stränge, n-tv.de, 23.05.2011

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