Mikronährstoffe wichtig für die Hirnentwicklung des Kindes

Hirnentwicklung und Mikronährstoffe

Mikronährstoffe spielen eine zentrale Rolle für die Entwicklung des zentralen Nervensystems, deshalb sollte in der Schwangerschaft und im Kleinkindesalter unbedingt eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen gewährleistet sein. Bei einer unzureichenden Aufnahme von Mikronährstoffen kann es zu schwerwiegenden Entwicklungsstörungen des Gehirns kommen.

Ein wichtiges Spurenelement ist Eisen. Eisen ist essenziell für die Bildung der Myelinscheiden. Ein Eisenmangel führt zu einer unzureichenden Myelinisierung der Nerven und zu einem Mangel an Dopaminrezeptoren, was die Nervenimpulsübertragung verschlechtert. Bei Kindern mit Eisenmangelanämie wurde z.B. eine Verlangsamung der Nervenimpulsübertragung im Hirnstamm nachgewiesen. Der Eisenstoffwechsel hat auch eine wichtige Bedeutung für die Bildung der Omega-3-Fettsäure DHA. Ein Eisenmangel beeinträchtigt die Aktivität des Enzyms Delta-6-Desaturase, die für die DHA-Bildung benötigt wird.

Auch Zink ist für die Hirnentwicklung wichtig. Einige Studien zeigten einen Zusammenhang zwischen der Zinkkonzentration der Mütter und der motorischen und kognitiven Entwicklung im frühen Kindesalter. Ein weiteres wichtiges Spurenelement ist Kupfer, das für die Bildung der Myelinscheiden benötigt wird.

Der Hirnstamm und das Kleinhirn sowie das limbische System reagieren besonders empfindlich auf einen Vitamin-B1-Mangel. Eine unzureichende Vitamin-B1-Zufuhr im Kleinkindesalter kann zu bleibenden Hirnschäden führen.

Vitamin B6 ist erforderlich für die Bildung verschiedener Neurotransmitter. Auch Folsäure ist am Neurotransmitterstoffwechsel beteiligt und darüber hinaus von zentraler Bedeutung für alle Wachstumsvorgänge, da essenziell für die DNA-Synthese. Vitamin B12 ist neben Eisen und Kupfer ebenfalls an der Myelinsynthese beteiligt. Ein Vitamin-C-Mangel kann die Reifung des Gehirns und die Nervenzelldichte negativ beeinflussen. Vitamin D induziert die Bildung des Nervenwachstumsfaktors und fördert das Wachstum der Nervenzellen. Ein Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft kann mit Veränderungen einiger Strukturen des zentralen Nervensystems beim Kind verbunden sein. Ein Vitamin-D-Mangel während der Hirnentwicklungsphase vermag zu Störungen von Verhalten, Gedächtnis und Lernvermögen führen. Auch Vitamin E ist ein wesentlicher Mikronährstoff für die Hirnfunktion, da es die empfindlichen Strukturen des Gehirns vor Oxidation schützt.

Mikronährstoffdefizite in der Schwangerschaft, im Säuglings- und im Kleinkindesalter können zu Entwicklungsstörungen führen. Eine Beeinträchtigung der Hirnentwicklung bei Kleinkindern durch Mikronährstoffmängel kann bleibende Schäden nach sich ziehen, die dann auch noch im Erwachsenenalter nachweisbar sind.

Um dies zu vermeiden sollten Mikronährstoffdefizite rechtzeitig erkannt und behoben werden, dazu empfehlen wir die Durchführung des DCMS-Neuro-Checks.

Referenz:
González HF et al.: Micronutrients and neurodevelopment: An update. Arch Argent Pediatr. 2016 Dec 1;114(6):570-575.

Weitere Infos:
– Praxis für Mikronährstoffmedizin –
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstraße 9
D-97828 Marktheidenfeld
Tel. +49/ (0)9394/ 9703-0
www.diagnostisches-centrum.de

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Vitamin-D-Mangel und ADHS

Vitamin D und ADHS
ADHS ist die häufigste neuropsychiatrische Störung im Kindesalter. Neuerdings ergaben sich auch Hinweise, dass möglicherweise ein Vitamin-D-Mangel bei der Entstehung von ADHS beteiligt ist. Die Studiengruppe umfasste 105 Kinder mit ADHS; 95 gesunde Kinder bildeten eine Kontrollgruppe. Bei den Studienteilnehmern wurde 25-OH-Vitamin-D3, Parathormon, Calcium, Phosphat und alkalische Phosphatase bestimmt. Bei den Kindern mit ADHS wurden ein Vitamin-D-Mangel sowie verminderte Konzentrationen von Calcium und Phosphat beobachtet. Bei den Kindern mit ADHS zeigte sich kein Zusammenhang zwischen 25-OH-Vitamin-D3 und dem Parathormonspiegel, wohingegen bei den gesunden Kontrollpersonen höhere 25-OH-D3-Konzentrationen mit niedrigeren Parathormonspiegeln verbunden waren. Offensichtlich ist bei ADHS-Patienten die Rückkoppelung zwischen Vitamin D und Parathormon gestört.

Referenz:
Avcil S et al.: Vitamin D Deficiency and a Blunted Parathyroid Hormone Response in Children with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder. Clin Lab. 2017 Mar 1;63(3):435-443.

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Vortrag: »Fit im Kopf«

Mikronährstoffe sind von zentraler Bedeutung für die psychische Befindlichkeit und für die Hirnleistungsfähigkeit.

  • Aber wie wirken Mikronährstoffe auf das Nervensystem?
  • Bei welchen Erkrankungen und Störungen spielen sie eine große Rolle?
  • Gibt es überhaupt Mikronährstoffmängel?
  • Wie wird ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren oder Fettsäuren festgestellt und wie behoben?

Auf all diese Fragen wird in unserem Vortrag eingegangen, zu dem wir Sie recht herzlich einladen:

»Fit im Kopf «

Wie Mikronährstoffe Stimmung und Hirnleistung beeinflussen

Vortrag:
Freitag, den 21.07.2017 um 19.00 Uhr in der Stadthalle Fürth, Raum „Rednitz“, Rosenstraße 50. Der Eintritt ist frei.

Der Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Praxis für Mikronährstoffmedizin
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstr. 9 – D-97828 Marktheidenfeld
Telefon: 0049/ (0)9394/ 9703-0 – Fax -33
E-Mail: info@diagnostisches-centrum.de
www.diagnostisches-centrum.de

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Vitamin D als Begleittherapie bei ADHS

Vitamin D und ADHS

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 62 Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren mit der Diagnose ADHS, inwieweit 2000 I.E. Vitamin D3 zusätzlich zu Methylphenidat die ADHS-Symptomatik beeinflusste. Sie konnten nachweisen, dass durch die Vitamin-D3-Supplementierung die abendlichen Symptome von ADHS gebessert wurden.

Referenz:
Mohammadpour N et al.: Effect of vitamin D supplementation as adjunctive therapy to methylphenidate on ADHD symptoms: A randomized, double blind, placebo-controlled trial. Nutr Neurosci. 2016 Dec 7:1-8

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Oxidativer Stress bei AHDS

oxidativer Stress

Wenn im Körper mehr freie Radikale gebildet werden als  Radikalfänger vorhanden sind, entsteht ein Ungleichgewicht – man spricht von oxidativem Stress. Antioxidantien wie z.B. Vitamin C, E, Coenzym Q10 sind solche Radikalfänger. Sie reagieren mit freien Radikalen und machen diese unschädlich – sie schützen sozusagen die Zellen vor Oxidation.

In einer Studie wurden bei 76 Kindern mit ADHS und bei 78 gesunden Kindern verschiedene Parameter des oxidativen Stresses bestimmt. Es zeigte sich, dass die Kinder mit ADHS im Vergleich zu den Kontrollpersonen einen signifikant erhöhten oxidativen Stress hatten.

Referenz:
Sezen H, Kandemir H et a.: Increased oxidative stress in children with attention deficit hyperactivity disorder; Redox Rep. 2016 Feb 17

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Besser Lernen mit einer optimalen Mikronährstoffversorgung

lernen, studieren
In Deutschland leiden etwa fünf Prozent der Kinder an einer Lernstörung, wie z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie. Unter Legasthenie versteht man eine Lese-Rechtschreibschwäche, unter Dyskalkulie eine Rechenstörung. Die Ursachen beider Lernstörungen sind noch nicht hinreichend geklärt. Klar ist, dass diese Lernstörungen keineswegs Ausdruck einer mangelnden Intelligenz sein müssen, möglicherweise arbeiten die Gehirne einfach anders.

Vielleicht fehlen dem kindlichen Gehirn aber auch jene Biomoleküle, die für eine optimale Gehirnleistung erforderlich sind? Die Orthomolekulare Medizin bietet einen sinnvollen und logischen Ansatzpunkt, den Hirnstoffwechsel zu verbessern. Das Gehirn als sehr stoffwechselaktives Organ ist auf eine hohe Energiezufuhr angewiesen. Dazu sind die Makronährstoffe und viele Mikronährstoffe erforderlich.

Neurotransmitter sind wichtig für Lernen, Denken, Konzentration, Kreativität, Motivation etc. und auch hier gilt: Sind alle für die Bildung der Botenstoffe relevanten Mikronährstoffe in ausreichender Menge im Stoffwechsel vorhanden?

Insbesondere sollte auch auf die Aminosäuren geachtet werden, die entweder selbst als Botenstoffe fungieren oder deren Vorstufen sind oder für anderweitige Prozesse im Nervensystem herangezogen werden. Die Aminosäure Serin ist z.B. die Vorstufe des Neurotransmitters Acetylcholin. Acetylcholin ist u.a. notwendig für Lernen und Gedächtnisbildung. Aus Arginin wird Stickstoffmonoxid gebildet, das für die Nervenimpulsübertragung notwendig ist und am Langzeitgedächtnis beteiligt ist. Bei einem Mangel an Glutaminsäure kann es zu Lernstörungen kommen. Die Aminosäure Glutamin kann als Energiesubstrat herangezogen werden, wenn dem Stoffwechsel Glukose fehlt. Die Aminosäure Tyrosin ist Ausgangsstoff für Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin – den Katecholaminen, die u.a. für die Motivation und Konzentration wesentlich sind. Aus der Aminosäure Tryptophan wird der Botenstoff Serotonin gebildet, der auch bei Kindern eine wichtige Rolle für Ausgeglichenheit, Stimmung und geruhsamen Schlaf spielt.

Die Gruppe der B-Vitamine übt ebenfalls vielfältige Funktionen im Hirnstoffwechsel aus. Auch sie sind vor allem für die Bildung von Botenstoffen und für die Energiegewinnung erforderlich, und das Gehirn hat, wie gesagt, einen sehr hohen Energiebedarf. Vitamin B1 ist notwendig, um aus Glukose Energie zu gewinnen. Ein B1-Mangel kann deshalb zu Leistungsabfall und Müdigkeit führen. Vitamin B3 ist wichtig für die Energiebildung in den Mitochondrien der Zelle. Die Vitamine B6, B12 und Folsäure sind erforderlich für so genannte Methylierungsreaktionen, die für die Bildung fast aller Neurotransmitter notwendig sind. Ein B12-Mangel kann sich z.B. in starken Gedächtnisstörungen äußern.

Eisen hat mehrere Funktionen im Stoffwechsel des Gehirns. Es ist für die Myelinsynthese, für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen, für die Ausbildung von Synapsen und Dendriten und auch für die Bildung von Dopamin und Serotonin erforderlich. Bei einem Eisenmangel kann es zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Hirnstoffwechsels kommen. Ein Eisenmangel in der Kindheit wird auch heutzutage leider oftmals unterschätzt und kann neben körperlichen Entwicklungsstörungen zu nicht wiedergutzumachenden kognitiven Störungen führen. Bitte lieber einmal einen Eisenwert zu viel als zu wenig bestimmen!

Dies waren einige Beispiele dafür, warum eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen für den Schüler und für die Schülerin so wesentlich ist. Um herauszufinden, welche Mikronährstoffe dem Stoffwechsel fehlen, kommt man an einer Laboranalyse nicht vorbei. Wir empfehlen bei Lernstörungen, Konzentrationsstörungen etc. die Durchführung des DCMS-Neuro-Checks.

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Wachstumsfaktor (BDNF) und kognitive Funktionen bei Kindern mit Eisenmangelanämie

IQ
Es ist schon länger bekannt, dass eine Eisenmangelanämie einen negativen Einfluss auf die Hirnleistung hat, die verschiedenen Mechanismen dieser Effekte sind jedoch noch umstritten. BDNF ist ein wichtiger Nervenwachstumsfaktor und spielt eine wichtige Rolle für Gedächtnisfunktionen und das Lernen.

In der Ambulanz der Kinderklinik der Ain Shams University wurde zwischen Mai 2009 und März 2010 eine Querschnitts-Fallkontroll-Studie durchgeführt, zur Klärung eines möglichen Zusammenhangs zwischen der BDNF-Konzentration und der kognitiven Funktion bei Kindern mit einer Eisenmangelanämie.

An der Studie nahmen 27 Kinder mit einer Eisenmangelanämie teil. Das Alter der Kinder lag zwischen fünf und elf Jahren. Die Eisenmangelanämie wurde wie folgt definiert: Hämoglobinwert kleiner als 11 g/ dl und Ferritinwert kleiner als 12 ng/ ml.

Neben der ausführlichen Anamnese und klinischen Untersuchung wurde der komplette Blutstatus ermittelt und zusätzlich Ferritin und BDNF im Serum bestimmt. Für die kognitive Bewertung führten die Wissenschaftler den Wechsler-Intelligenztest durch. In die Studie wurde eine Kontrollgruppe mit 50 gesunden Kindern mit einbezogen.

Das Ergebnis der Studie war Folgendes:
Die Kinder mit einer Eisenmangelanämie schnitten im Vergleich zur den gesunden Kindern bei dem Wechsler-Intelligenztest schlechter ab. Sie hatten niedrigere Werte im Gesamt-IQ-Test und eine schlechtere sprachliche Leistungsfähigkeit. Der Gesamt-IQ-Score korrelierte signifikant mit dem Hämoglobinwert. Die BDNF-Konzentrationen waren bei den Patienten mit Eisenmangelanämie nicht signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe, zeigten aber dennoch eine positive Übereinstimmung mit dem Wechsler-IQ-Test dieser Patienten.

Kommentar:
Eisen ist für die Hirnentwicklung bei Kindern und Jugendlichen von zentraler Bedeutung. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, den Eisenstatus bestimmen zu lassen, um rechtzeitig den negativen Auswirkungen eines Eisenmangels entgegenzuwirken.

Referenz:
Nassar, M. F. et al.: Brain derived neurotrophic growth factor and cognitive function in children with iron deficiency anemia. British Journal of Medicine and Medical Research 2014 Vol. 4 No. 18 pp. 3561-3570

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Aktueller Filmtipp: „Ruhig gestellt und angepasst“

Filmtipp: Ruhig gestellt und angepasst
Am 18.09.2014 um 22 Uhr und am 19.09.2014 um 10.15 Uhr läuft auf alpha-Österreich nochmals die Fernsehdokumentation zum Thema ADHS: „Ruhig gestellt und angepasst – Warum 80 Millionen Kinder weltweit Drogen nehmen sollen“. In diesem Film werden verschiedenste Ursachen für ADHS erörtert, wie z.B. falsche Ernährungsweise, hoher Fernsehkonsum, Schadstoffbelastungen, Strahlenbelastungen, Impfungen, Bewegungsmangel und vieles mehr.

Der Film stellt auch kritische Fragen zu den gegenwärtigen Behandlungsstrategien bei ADHS, insbesondere zu Psychopharmaka. Alternative Behandlungsmöglichkeiten werden ausführlich dargestellt: z.B. Homöopathie, Bewegungstherapie etc. Zu den unterschiedlichen Behandlungsmethoden werden Kinderärzte und Kinderpsychiater und auch betroffene Eltern und Kinder befragt.

Die Mikronährstofftherapie wurde als sinnvoller Therapiebaustein beschrieben. Zahlreiche Mikronährstoffe können mit der heutigen Ernährung nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen werden, was dann zu ausgeprägten Mikronährstoffmängeln bei Kindern führen kann. Fehlen diese „hirnaktiven Stoffe“, wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren, kann es zu Störungen im Hirnstoffwechsel kommen. Liegt zum Beispiel ein Eisenmangel vor, dann kann dies zu einer Störung des Dopaminstoffwechsels führen.

Das Diagnostische Centrum für Mineralanalytik und Spektroskopie ist eines der wenigen Institute, die diese Spur verfolgt. Hier wurde schon das Blut vieler ADHS-Kinder hinsichtlich eines Mikronährstoffmangels genau untersucht und eine gezielte Mikronährstofftherapie eingeleitet.

Interesse geweckt? Hier der Link zur Programmvorschau

Referenz:
Programm.ard.de

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N-Acetylcystein bei autistischen Störungen

N-Acetylcystein und Autismus
Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten, inwieweit NAC zusätzlich zu Risperidon die Symptomatik bei autistischen Erkrankungen beeinflusst. In die Studie wurden 70 Kinder und Heranwachsende mit autistischen Störungen einbezogen. Die Hälfte der Studienteilnehmer erhielt zusätzlich zu Risperidon 1200 mg NAC, die andere Hälfte der Studienteilnehmer bekam ein Placebopräparat zusätzlich zur Standardmedikation. In der NAC-Gruppe kam es im Vergleich zur Placebogruppe zu einer deutlichen Verminderung der Irritabilität bei Kindern und Jugendlichen. Allerdings wurden die Kernsymptome des Autismus nicht beeinflusst.

Referenz:
Ghanizadeh A et al.: A randomized double blind placebo controlled clinical trial of N-Acetylcysteine added to risperidone for treating autistic disorder. BMC Psychiatry. 2013 Jul 25;13:196.

 

 

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ADHS-Medikamente nicht immer wirksam und gar nicht so harmlos

ADHS-Medikamente
ADHS hat sich zu einem „Boom“ entwickelt: Mittlerweile liegt der Bundesdurchschnitt bei knapp 12 Prozent.

Die hohe Anzahl an Diagnosestellungen „ADHS“ wird durchaus kritisch zur Kenntnis genommen. Aufgrund der großen regionalen Unterschiede liegt der Verdacht nahe, dass nicht die Erkrankungen zunehmen, sondern die Diagnosen. In der Region Würzburg wurde beispielsweise im Jahr 2011 bei fast 19 Prozent aller Jungen zwischen 10 und 12 Jahren die Diagnose ADHS festgestellt.

Auch immer mehr junge Erwachsene bekommen laut Angabe der Techniker Krankenkasse (TK) Medikamente gegen ADHS verschrieben. Von 2011 bis 2012 ist die Zahl der Verschreibungen bei den 17- bis 20-Jährigen um 12 Prozent gestiegen.

Es mehren sich allerdings auch die kritischen Stimmen gegen die hohe Zahl der Medikamenteneinnahme bei ADHS:

US-Forscher haben herausgefunden, dass eine Langzeiteinnahme von Ritalin den Hirnstoffwechsel verändern kann. In einer Studie, die mit Erwachsenen durchgeführt wurde, haben die Forscher festgestellt, dass das Medikament Ritalin im Belohnungszentrum ausgerechnet eine Zunahme des Eiweißes nach sich zieht, was durch das Medikament eigentlich gehemmt werden sollte. Daraus könnte man schließen, dass sich eine Toleranz gegen das Mittel einstellen würde, und das Absetzen des Medikaments könnte dann die Symptomatik verstärken.

Bei den meisten Vorschulkindern scheint eine medikamentöse Behandlung gar nicht zu greifen. Das haben Wissenschaftler in einer Langzeitstudie mit 186 Kindern mit der Diagnose ADHS herausgefunden. Etwa zwei Drittel der Kinder wurden medikamentös behandelt, ein Drittel der Kinder bekam keine Medikamente. Nach sechs Jahren – am Ende der Studie – hatten 90 Prozent der Kinder wie zu Beginn der Studie immer noch ADHS-Symptome. Bezüglich der Ausprägung der ADHS-Symptomatik konnte bei beiden Gruppen keine Unterschiede festgestellt werden.

Referenzen:

  • Focus.de, 17.05.2013: Ritalin kann zu Langzeitfolgen im Gehirn führen
  • süddeutsche.de, 29.01.2013: Krankenkasse warnt vor „Generation ADHS“
  • welt.de, 29.05.2013: ADHS-Medikamente bei Vorschülern fast wirkungslos


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