Eisentherapie bei Schulkindern

Eisentherapie
In einer Metaanalyse australischer Wissenschaftler wurden 32 Studien mit insgesamt 7098 Grundschulkindern ausgewertet. Eine orale Eisentherapie war mit signifikanten Verbesserungen der Hirnleistungs-Scores assoziiert und bei anämischen Kindern mit einer signifikanten Verbesserung des Intelligenzquotienten verbunden. Andere Faktoren wie Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit zeigten ebenfalls Verbesserungen durch eine orale Eisentherapie. Die meisten der Kinder in diesen Studien waren anämisch. Eine Eisentherapie besserte die Anämie und führte auch zu einer Besserung des Körpergewichts sowie zu einer Steigerung der Körpergröße.

Referenz:
Michael Low MBBS BMedSci et. al.: Effects of daily iron supplementation in primary-school-aged children: systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. © Canadian Medical Association or its licensors, CMAJ, November 19, 2013, 185(17)

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Spurenemlemente und Vitamin E bei ADHS

ADHS und freie Radikale
Türkische Wissenschaftler untersuchten bei 53 Kindern mit ADHS die Serumkonzentrationen von Selen, Kupfer, Zink und Vitamin E und verglichen die gemessenen Werte mit denen von 53 gesunden Kindern. Das Durchschnittsalter der ADHS-Kinder lag bei 9,6 Jahren. Die Serumkonzentrationen von Selen, Zink, Kupfer und Vitamin E waren in der ADHS-Gruppe signifikant niedriger als bei den gesunden Kindern. Möglicherweise könnte also bei ADHS auch eine Schädigung durch freie Radikale eine Rolle spielen. Aus diesem Grund sollte der Zusammenhang zwischen Spurenelementen, antioxidativem System und freien Radikalen bei ADHS untersucht werden.

Referenz:
Ersan, Etem Erdal et al.: Research of some trace elements and E vitamin levels in some children with attention deficit disorder with hyperactivity. HealthMed. 2013, Vol. 7 Issue 5, p1533-1537.5p. 4 Charts.

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Folgen eines frühkindlichen Eisenmangels

Eisenmangel
Mit 25 Jahren wurden 33 Personen untersucht, die in der Kindheit unter einem chronischen Eisenmangel litten. Es wurden Faktoren wie Bildung, Beschäftigung, Familienverhältnisse sowie körperliche und psychische Gesundheit untersucht. Bei den Personen mit frühkindlichem Eisenmangel waren u.a. folgende Faktoren auffällig: weniger hohe Schulbildung, weniger Bildungsmaßnahmen, häufig Leben als Single. Außerdem berichteten die betroffenen Personen über eine schlechtere psychische Befindlichkeit und über mehr negative Gefühle. Das Ergebnis der Studie zeigt einen substanziellen Verlust des menschlichen Potentials. Es sollte mehr in Betracht gezogen werden, dass viele Erwachsene weltweit bereits als Kleinkind einen chronischen Eisenmangel aufwiesen. Ein Eisenmangel kann vermieden oder behandelt werden, bevor er chronisch oder schwer wird.

Referenz:
Lozoff B. et al.: Functional significance of early-life iron deficiency: outcomes at 25 years. J Pediatr. 2013 Nov; 163(5):1260-6.

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Zink verbessert Hirnleistungsfähigkeit

Zink und Hirnleistung
Brasilianische Wissenschaftler untersuchten bei 36 Schulkindern im Alter zwischen 6 und 9 Jahren den Einfluss einer Zinksupplementierung auf verschiedene Testverfahren, die sich mit Intelligenz und Hirnleistungsfähigkeit beschäftigten. Nach 3 Monaten zeigte sich, dass eine Zinksupplementierung spezifische kognitive Fähigkeiten verbesserte und dadurch die Leistungsfähigkeit von Schulkindern.

Referenz:
De Moura JE et al.: Oral zinc supplementation may improve cognitive function in schoolchildren. Biol Trace Elem Res. 2013 Oct;155(1):23-8.

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Vitamin-D-Status bei Kindern mit ADHS

Bei 60 ADHS-Patienten und 30 gesunden Kontrollpersonen im Alter zwischen sieben und achtzehn Jahren wurden die Spiegel von 25-OH-D, Calcium, Phosphor und alkalischer Phosphatase bestimmt. Die Serumspiegel von 25-OH-D waren bei den Kindern und Jugendlichen mit ADHS signifikant niedriger als bei den gesunden Kontrollpersonen. Die Ergebnisse der Studie legen also nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen niedrigen 25-OH-D-Konzentrationen und ADHS im Kindes- und Jugendalter gibt.

Referenz:
Goksugur SB et al.: Vitamin D status in children with attention deficit hyperactivity disorder. Pediatr. Int. 2014 Jan 13.

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Vitamin D und ADHS

 

Vitamin D und ADHS
ADHS ist die häufigste Verhaltensstörung bei Kindern. Es gibt zunehmend Hinweise, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel und das Auftreten von ADHS zusammenhängen. Wissenschaftler aus Katar untersuchten in einer großen Fallkontrollstudie, welcher Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration und ADHS besteht. In die Studie wurden 1331 Kinder mit ADHS und 1331 gesunde Kinder einbezogen. Die Studie zeigte, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Kindern mit ADHS häufiger auftrat als bei den gesunden Kontrollpersonen. Eine Supplementierung mit Vitamin D könnte deshalb eine wirksame Maßnahme sein, um das Risiko für ADHS zu vermindern. In den letzten Jahren sind vermehrt Studien publiziert worden, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Vitamin D und neuropsychiatrischen Erkrankungen beschäftigen. Vitamin D ist wichtig für die Gehirnentwicklung, außerdem besitzt Vitamin D neuroprotektive und antiinflammatorische Eigenschaften.

Referenz:
Abdulbari Bener et al.: Predict attention deficit hyperactivity disoreder? Evidence – based medicine. Global Journal of Health Science; Vol 6, No. 2; 2014

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N-Acetylcystein bei autistischen Störungen

N-Acetylcystein und Autismus
Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten, inwieweit NAC zusätzlich zu Risperidon die Symptomatik bei autistischen Erkrankungen beeinflusst. In die Studie wurden 70 Kinder und Heranwachsende mit autistischen Störungen einbezogen. Die Hälfte der Studienteilnehmer erhielt zusätzlich zu Risperidon 1200 mg NAC, die andere Hälfte der Studienteilnehmer bekam ein Placebopräparat zusätzlich zur Standardmedikation. In der NAC-Gruppe kam es im Vergleich zur Placebogruppe zu einer deutlichen Verminderung der Irritabilität bei Kindern und Jugendlichen. Allerdings wurden die Kernsymptome des Autismus nicht beeinflusst.

Referenz:
Ghanizadeh A et al.: A randomized double blind placebo controlled clinical trial of N-Acetylcysteine added to risperidone for treating autistic disorder. BMC Psychiatry. 2013 Jul 25;13:196.

 

 

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Eisenspiegel in der Schwangerschaft und seine Auswirkung auf die kindliche Hirnentwicklung

Bei schwangeren Frauen wurde in der 12 – 20 Schwangerschaftswoche Parameter des Eisenstoffwechsels untersucht. Eine Eisenmangelanämie in dieser Schwangerschaftsphase war mit mentalen Störungen bei den schwangeren Frauen assoziiert. Außerdem war die Hirnentwicklung bei den Kindern nach 6 Monaten deutlich vermindert. Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass eine Eisenmangelanämie und mentale Störungen in der ersten Schwangerschaftshälfte die kindliche Entwicklung nachteilig beeinflussen. Diese beiden Risikofaktoren sollten also mehr als bisher Beachtung finden.

Referenz:
Thach Duc Tran et al.: Impact on infants´cognitive development of antenatal exposure to iron deficiency disorder and common mental disorders. PLOS ONE, Sept 2013, Volume 8, Issue 9, e74876

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Zusammenhang von Vitamin D und Autismus

Vitamin D und Autismus
Autismus ist eine komplexe Störung der Hirnentwicklung mit vielen genetischen Risikofaktoren und Umweltfaktoren. Möglicherweise ist ein Vitamin-D-Mangel ein Risikofaktor für Autismus. Kinder mit der Diagnose „Autismus“ hatten signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel als gesunde Kinder.  Vitamin D spielt eine sehr bedeutende Rolle für die Embryogenese, für die Hirnentwicklung, für die Regulierung des Immunsystems, für die neurale Differenzierung, die Genregulation und vieles mehr. Ein Vitamin-D-Mangel während Schwangerschaft und in der frühen Kindheit könnte deswegen ein auslösender Faktor für Autismus sein.

Referenz:
Duan DY et al.: Relationship between vitamin D and autism spectrum disorder. Zhonggou Dang Dai Er Ke Za Zhi. 2013 Aug;15(8):698-702.

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Eisen und psychiatrische Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Eisen und psychiatrische Störungen
Eisen spielt eine bedeutende Rolle für die Hirnentwicklung, weil die Entwicklung des zentralen Nervensystems im hohen Maße von eisen-abhängigen Enzymen und Proteinen abhängt. Wissenschaftler aus Taiwan untersuchten Kinder und Jugendliche mit der Diagnose „Eisenmangelanämie“ hinsichtlich eines erhöhten Risikos für psychiatrische Erkrankungen und verglichen sie mit entsprechenden Kontrollpersonen. Die 2957 Patienten mit Eisenmangelanämie zeigten ein erhöhtes Risiko für zahlreiche psychiatrische Störungen, z.B. Depression, bipolare Störung, Angststörung, Autismus, ADHS, Tick-Störung und Entwicklungsverzögerung. Es zeigte sich auch ein Geschlechterunterschied: Bipolare Störungen und Tick-Störungen waren nur bei weiblichen Patienten erhöht.

Ein Eisenmangel erhöht also das Risiko für psychiatrische Störungen. Die Autoren der Studie empfehlen nun weitere Untersuchungen zur Klärung des Mechanismus zwischen Eisenmangelanämie und psychiatrischen Erkrankungen.

Referenz:
Chen MH et al.: Association between psychiatric disorders and iron deficiency anemia among children and adolescents: a nationwide population-based study. BMC Psychiatry. 2013 Jun 4; 13:161. doi

 

 

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