Zusammenhang zwischen ADHS-Symptomen und Eisenmangelanämie

ADHS und Eisenmangelanämie
Wissenschaftler aus der Türkei untersuchten bei 83 Patienten mit Eisenmangelanämie und 70 gesunden Kontrollpersonen das Vorhandensein von Symptomen des Erwachsenen-ADHS. Sie konnten zeigen, dass bei Patienten mit Eisenmangelanämie Erwachsenen-ADHS häufiger auftrat. Die Spiegel von Eisen und Ferritin zeigten eine negative Korrelation mit den Scores der Wender Utah Rating Scale (WURS).

Referenz:
Demirci K et al.: The Investigation of Symptoms and Diagnoses of Adult-Attention Deficit/ Hyperactivity Disorder in Women with Iron Deficiency Anemia. Noro Psikiyatr Ars. 2017 Mar;54(1):72-77.

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Mängel an Zink, Magnesium und Eisen wiederholt mit ADHS in Verbindung gebracht

ADHS
Eine Forschergruppe aus Saudi-Arabien untersuchte bei Kindern mit AHDS die Konzentrationen von Zink, Magnesium und Eisen im Plasma und verglich sie mit den Werten einer Kontrollgruppe. Die Kinder mit ADHS hatten niedrigere Konzentrationen von Zink, Magnesium und Eisen im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen, was mit den Störungen bei ADHS in Zusammenhang stehen könnte.

Referenz:
Shahida A Khan: Levels of Zinc, Magnesium and Iron in Children with Attention Deficit Hyperactivity Disorder. Electronic Journal of Biology, 2017, Vol.13(2): 183-187

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Vitamin-D-Mangel und ADHS

Vitamin D und ADHS
ADHS ist die häufigste neuropsychiatrische Störung im Kindesalter. Neuerdings ergaben sich auch Hinweise, dass möglicherweise ein Vitamin-D-Mangel bei der Entstehung von ADHS beteiligt ist. Die Studiengruppe umfasste 105 Kinder mit ADHS; 95 gesunde Kinder bildeten eine Kontrollgruppe. Bei den Studienteilnehmern wurde 25-OH-Vitamin-D3, Parathormon, Calcium, Phosphat und alkalische Phosphatase bestimmt. Bei den Kindern mit ADHS wurden ein Vitamin-D-Mangel sowie verminderte Konzentrationen von Calcium und Phosphat beobachtet. Bei den Kindern mit ADHS zeigte sich kein Zusammenhang zwischen 25-OH-Vitamin-D3 und dem Parathormonspiegel, wohingegen bei den gesunden Kontrollpersonen höhere 25-OH-D3-Konzentrationen mit niedrigeren Parathormonspiegeln verbunden waren. Offensichtlich ist bei ADHS-Patienten die Rückkoppelung zwischen Vitamin D und Parathormon gestört.

Referenz:
Avcil S et al.: Vitamin D Deficiency and a Blunted Parathyroid Hormone Response in Children with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder. Clin Lab. 2017 Mar 1;63(3):435-443.

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Vortrag: »Fit im Kopf«

Mikronährstoffe sind von zentraler Bedeutung für die psychische Befindlichkeit und für die Hirnleistungsfähigkeit.

  • Aber wie wirken Mikronährstoffe auf das Nervensystem?
  • Bei welchen Erkrankungen und Störungen spielen sie eine große Rolle?
  • Gibt es überhaupt Mikronährstoffmängel?
  • Wie wird ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren oder Fettsäuren festgestellt und wie behoben?

Auf all diese Fragen wird in unserem Vortrag eingegangen, zu dem wir Sie recht herzlich einladen:

»Fit im Kopf «

Wie Mikronährstoffe Stimmung und Hirnleistung beeinflussen

Vortrag:
Freitag, den 21.07.2017 um 19.00 Uhr in der Stadthalle Fürth, Raum „Rednitz“, Rosenstraße 50. Der Eintritt ist frei.

Der Referent ist Dr. med. Hans-Günter Kugler.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Praxis für Mikronährstoffmedizin
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstr. 9 – D-97828 Marktheidenfeld
Telefon: 0049/ (0)9394/ 9703-0 – Fax -33
E-Mail: info@diagnostisches-centrum.de
www.diagnostisches-centrum.de

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Mikronährstoffe und Hirnleistungsfähigkeit bei Schulkindern

Hirnleistung und Ernährung

Australische Wissenschaftler publizierten einen Übersichtsartikel über den Effekt einer Mikronährstoffsupplementierung auf die Hirnleistungsfähigkeit bei Schulkindern. In die Auswertung wurden 19 Studien einbezogen. Es wurde einheitlich über eine Verbesserung der fluiden Intelligenz bei Kindern mit Mikronährstoffdefiziten durch eine Supplemntierung berichtet.

Referenz:
Lam LF et al.: Feeding the brain – The effects of micronutrient interventions on cognitive performance among school-aged children: A systematic review of randomized controlled trials. Clin Nutr. 2017 Aug;36(4):1007-1014.

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Vitaminspiegel bei Erwachsenen mit ADHS

Wissenschaftler aus Norwegen untersuchten bei Erwachsenen mit der Diagnose ADHS die Serum-Konzentrationen von acht Vitaminen und verglichen sie mit den Konzentrationen einer Kontrollgruppe. Sie konnten nachweisen, dass niedrigere Spiegel der Vitamine B2, B6 und Folsäure mit der Diagnose ADHS assoziiert waren. Die Konzentrationen von Vitamin B2 und Vitamin B6 korrelierten auch mit dem Schweregrad der Symptomatik. Raucher hatten niedrigere Werte von Vitamin B2 und Folsäure.

Referenz:
Elisabeth Toverud Landaas et al.: Vitamin levels in adults with ADHD. BJPsych Open. 2016 Nov; 2(6): 377–384.

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Vitamin D als Begleittherapie bei ADHS

Vitamin D und ADHS

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 62 Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren mit der Diagnose ADHS, inwieweit 2000 I.E. Vitamin D3 zusätzlich zu Methylphenidat die ADHS-Symptomatik beeinflusste. Sie konnten nachweisen, dass durch die Vitamin-D3-Supplementierung die abendlichen Symptome von ADHS gebessert wurden.

Referenz:
Mohammadpour N et al.: Effect of vitamin D supplementation as adjunctive therapy to methylphenidate on ADHD symptoms: A randomized, double blind, placebo-controlled trial. Nutr Neurosci. 2016 Dec 7:1-8

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ADHS und Eisenstatus – eine Metaanalyse

ADHS und Eisen

Chinesische Wissenschaftler veröffentlichten im Januar 2017 eine Metaanalyse und einen systematischen Übersichtsartikel zum Thema Eisenstoffwechsel und ADHS. Insgesamt wurden elf Studien, die vor Juli 2016 publiziert worden waren, in die Metaanalyse einbezogen.

Die Auswertung der Daten ergab Folgendes:
Niedrige Ferritinkonzentrationen waren mit ADHS bei Kindern assoziiert. Die Eisenkonzentrationen korrelierten nicht mit ADHS.

Die Autoren befassten sich in dem Fachartikel mit den möglichen Zusammenhängen zwischen einem Eisenmangel und der ADHS-Symptomatik: Eisen ist z.B. ein Haupt-Cofaktor der Tyrosinhydroxylase, die für die Dopaminsynthese benötigt wird. Ein Eisenmangel ist auch mit einer verminderten Dopamintransporterdichte und -aktivität verbunden, was zu erhöhten extrazellulären Dopaminkonzentrationen und einer reduzierten Dopaminrezeptordichte im Striatum führt.

Ein Eisenmangel könnte auch eine Dysfunktion der Basalganglien bewirken. Außerdem spielt für die Entstehung der ADHS-Symptomatik das Gleichgewicht zwischen inhibitorischen und exzitatorischen Nervenbotenstoffen eine wichtige Rolle. GABA ist der wichtigste inhibitorische Neurotransmitter, der auch die Eisenkonzentrationen im Blut beeinflusst. Die GABA-Konzentrationen sind bei ADHS-Patienten niedriger als bei gesunden Kontrollpersonen, was dann auch mit niedrigeren Eisenkonzentrationen in den Basalganglien einhergeht.

Bei ADHS-Kindern wurden mittels Kernspintomographie auch niedrigere Eisenspiegel im Thalamus nachgewiesen.

Referenzen:
•    wang Y, Huang L et al.: Iron Status in Attention-Deficit/Hyperactivity
Disorder: A Systematic Review and Meta-Analysis; PLoS One 2017 Published:
January 3, 2017,

•    http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0169145

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Vitamin D bei ADHS

Sonnenlicht und Vitamin D

Forscher aus dem Iran untersuchten bei 62 Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren mit der Diagnose ADHS, inwieweit Vitamin D als adjuvante Therapie die Symptomatik der Erkrankung beeinflusste. Die Kinder erhielten zusätzlich zu Methylphenidat entweder 2000 I.U. Vitamin D oder ein Placebopräparat über einen Zeitraum von acht Wochen. Es zeigte sich, dass durch die Vitamin-D-Supplementierung vor allen Dingen die abendlichen ADHS-Symptome beeinflusst wurden. Die Autoren der Studie empfehlen Studien zur Klärung der Vitamin-D-Effekte als Monotherapie bei ADHS.

Referenz:
Mohammadpour N et al.: Effect of vitamin D supplementation as adjunctive therapy to methylphenidate on ADHD symptoms: A randomized, double blind, placebo-controlled trial. Nutr Neurosci. 2016 Dec 7:1-8.

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Kinder mit Lernstörungen haben niedrigen Eisenstatus

Lernstörungen und Eisenmangel

Brasilianische Wissenschaftler führten bei Schulkindern im Alter von acht Jahren eine Fallkontrollstudie durch. Es bestanden zwei Subgruppen, nämlich Kindern mit Leseschwäche und eine Kontrollgruppe mit Kindern ohne Leseschwäche. Die Hämoglobin- und die Serum-Ferritin-Spiegel waren bei Kindern mit Leseschwäche statistisch niedriger als bei Kindern der Kontrollgruppe. Die Leseschwäche war statistisch mit einem erhöhten Anämierisiko assoziiert.

Referenz:
Arcanjo FP et al.: Schoolchildren with Learning Difficulties Have Low Iron Status and High Anemia Prevalence. J Nutr Metab. 2016;2016:7357136.

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