Besser Lernen mit einer optimalen Mikronährstoffversorgung

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In Deutschland leiden etwa fünf Prozent der Kinder an einer Lernstörung, wie z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie. Unter Legasthenie versteht man eine Lese-Rechtschreibschwäche, unter Dyskalkulie eine Rechenstörung. Die Ursachen beider Lernstörungen sind noch nicht hinreichend geklärt. Klar ist, dass diese Lernstörungen keineswegs Ausdruck einer mangelnden Intelligenz sein müssen, möglicherweise arbeiten die Gehirne einfach anders.

Vielleicht fehlen dem kindlichen Gehirn aber auch jene Biomoleküle, die für eine optimale Gehirnleistung erforderlich sind? Die Orthomolekulare Medizin bietet einen sinnvollen und logischen Ansatzpunkt, den Hirnstoffwechsel zu verbessern. Das Gehirn als sehr stoffwechselaktives Organ ist auf eine hohe Energiezufuhr angewiesen. Dazu sind die Makronährstoffe und viele Mikronährstoffe erforderlich.

Neurotransmitter sind wichtig für Lernen, Denken, Konzentration, Kreativität, Motivation etc. und auch hier gilt: Sind alle für die Bildung der Botenstoffe relevanten Mikronährstoffe in ausreichender Menge im Stoffwechsel vorhanden?

Insbesondere sollte auch auf die Aminosäuren geachtet werden, die entweder selbst als Botenstoffe fungieren oder deren Vorstufen sind oder für anderweitige Prozesse im Nervensystem herangezogen werden. Die Aminosäure Serin ist z.B. die Vorstufe des Neurotransmitters Acetylcholin. Acetylcholin ist u.a. notwendig für Lernen und Gedächtnisbildung. Aus Arginin wird Stickstoffmonoxid gebildet, das für die Nervenimpulsübertragung notwendig ist und am Langzeitgedächtnis beteiligt ist. Bei einem Mangel an Glutaminsäure kann es zu Lernstörungen kommen. Die Aminosäure Glutamin kann als Energiesubstrat herangezogen werden, wenn dem Stoffwechsel Glukose fehlt. Die Aminosäure Tyrosin ist Ausgangsstoff für Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin – den Katecholaminen, die u.a. für die Motivation und Konzentration wesentlich sind. Aus der Aminosäure Tryptophan wird der Botenstoff Serotonin gebildet, der auch bei Kindern eine wichtige Rolle für Ausgeglichenheit, Stimmung und geruhsamen Schlaf spielt.

Die Gruppe der B-Vitamine übt ebenfalls vielfältige Funktionen im Hirnstoffwechsel aus. Auch sie sind vor allem für die Bildung von Botenstoffen und für die Energiegewinnung erforderlich, und das Gehirn hat, wie gesagt, einen sehr hohen Energiebedarf. Vitamin B1 ist notwendig, um aus Glukose Energie zu gewinnen. Ein B1-Mangel kann deshalb zu Leistungsabfall und Müdigkeit führen. Vitamin B3 ist wichtig für die Energiebildung in den Mitochondrien der Zelle. Die Vitamine B6, B12 und Folsäure sind erforderlich für so genannte Methylierungsreaktionen, die für die Bildung fast aller Neurotransmitter notwendig sind. Ein B12-Mangel kann sich z.B. in starken Gedächtnisstörungen äußern.

Eisen hat mehrere Funktionen im Stoffwechsel des Gehirns. Es ist für die Myelinsynthese, für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen, für die Ausbildung von Synapsen und Dendriten und auch für die Bildung von Dopamin und Serotonin erforderlich. Bei einem Eisenmangel kann es zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Hirnstoffwechsels kommen. Ein Eisenmangel in der Kindheit wird auch heutzutage leider oftmals unterschätzt und kann neben körperlichen Entwicklungsstörungen zu nicht wiedergutzumachenden kognitiven Störungen führen. Bitte lieber einmal einen Eisenwert zu viel als zu wenig bestimmen!

Dies waren einige Beispiele dafür, warum eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen für den Schüler und für die Schülerin so wesentlich ist. Um herauszufinden, welche Mikronährstoffe dem Stoffwechsel fehlen, kommt man an einer Laboranalyse nicht vorbei. Wir empfehlen bei Lernstörungen, Konzentrationsstörungen etc. die Durchführung des DCMS-Neuro-Checks.

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