Eisen und psychiatrische Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Eisen und psychiatrische Störungen
Eisen spielt eine bedeutende Rolle für die Hirnentwicklung, weil die Entwicklung des zentralen Nervensystems im hohen Maße von eisen-abhängigen Enzymen und Proteinen abhängt. Wissenschaftler aus Taiwan untersuchten Kinder und Jugendliche mit der Diagnose „Eisenmangelanämie“ hinsichtlich eines erhöhten Risikos für psychiatrische Erkrankungen und verglichen sie mit entsprechenden Kontrollpersonen. Die 2957 Patienten mit Eisenmangelanämie zeigten ein erhöhtes Risiko für zahlreiche psychiatrische Störungen, z.B. Depression, bipolare Störung, Angststörung, Autismus, ADHS, Tick-Störung und Entwicklungsverzögerung. Es zeigte sich auch ein Geschlechterunterschied: Bipolare Störungen und Tick-Störungen waren nur bei weiblichen Patienten erhöht.

Ein Eisenmangel erhöht also das Risiko für psychiatrische Störungen. Die Autoren der Studie empfehlen nun weitere Untersuchungen zur Klärung des Mechanismus zwischen Eisenmangelanämie und psychiatrischen Erkrankungen.

Referenz:
Chen MH et al.: Association between psychiatric disorders and iron deficiency anemia among children and adolescents: a nationwide population-based study. BMC Psychiatry. 2013 Jun 4; 13:161. doi

 

 

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