Blei wiederholt mit ADHS-Symptomen assoziiert

Das sich entwickelnde Gehirn eines Kindes ist extrem anfällig gegen toxikologische Umwelteinflüsse wie z.B. Schwermetalle. Selbst kleine Mengen an Blei und Cadmium im Blut können zu Entwicklungsstörungen und Dysfunktionen führen.

In einer polnischen Studie wurde der Einfluss von Cadmium und Blei in Bezug auf Verhaltensstörungen im häuslichen Umfeld geprüft. Die Grundlage hierzu bildete eine Umfrage von 78 Familien mit Kindern, die als verhaltensauffällig eingestuft wurden.  Die Diagnose ADHD wurde mit dem ADHSD-Rating Scale-IV ermittelt, die Blei- und Cadmiumwerte laboranalytisch bestimmt. Die mittleren Bleiblutspiegel lagen bei 19,71 µg/ l, die mittleren Cadmiumblutspiegel bei 0,215 µg/ l.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass höhere Bleiblutwerte mit dem Auftreten von Hyperaktivität und impulsivem Verhalten korrelierten. Bezüglich der Cadmiumwerte konnte kein statistisch signifikanter Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten festgestellt werden.

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass sich Blei auf den entwickelnden Organismus des Kindes negativ auswirkt, was mit Verhaltens- und Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität und impulsivem Verhalten einhergehen kann. Das wiederum führt zu einem störenden Verhalten Zuhause.


Referenz:
Szkup-Jablonska M et al.: Effects of blood lead and cadmium levels on the functioning of children with behaviour disorders in the family environment; Ann Agric Environ Med. 2012;19(2):241-6.

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