Mikronährstoff-Studie mit Erwachsenen mit ADHS-Symptomen

 

Wissenschaftler der Universität Canterbury, Neuseeland, untersuchten in einer Pilotstudie den Einfluss von Mikronährstoffen, hauptsächlich bestehend aus Vitaminen und Mineralstoffen, auf die neurokognitive Funktion bei 14 Erwachsenen mit ADHS-Symptomatik und starken Befindlichkeitsstörungen. An der Studie nahmen auch 14 gesunde Erwachsene als Kontrollgruppe teil, die keine Mikronährstoffpräparate einnahmen.Bei allen Teilnehmern wurden jeweils zu Beginn und am Ende der Studie Tests hinsichtlich Gedächtnisleistung und exekutiver Funktionen durchgeführt. Nach Abschluss der achtwöchigen Studie konnten die Wissenschaftler feststellen, dass bei der ADHS-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe nach der Mikronährstoff-Therapie verschiedene Verbesserungen auftraten; diese bezogen sich auf verbales Lernen, kognitive Flexibilität etc. Die neurokognitiven Verbesserungen waren erheblich und gingen mit einer verbesserten psychischen Befindlichkeit einher.

Aufgrund der Studienergebnisse halten die Autoren zur Klärung der Frage, inwieweit eine Verbesserung der neurokognitiven Leistungsfähigkeit auch zu einer Verbesserung der psychiatrischen Symptome beitragen kann, weitere klinische und experimentelle Studien für erforderlich.

Referenz:
Julia J. Rucklidge, PhD et al.: Can micronutrients improve neurocognitive functioning in adults with ADHD and severe mood dysregulation? A pilot study; The Journal of alternative and complementary medicine; online ahead of print: Nov. 23, 2011

Bild: Gerd Altmann, pixelio.de

 

One Response to “Mikronährstoff-Studie mit Erwachsenen mit ADHS-Symptomen”

  1. Birgit L. Says:

    Wieder einmal ein Beweis, dass die Mikronährstoffmedizin als Basistherapie unerlässlich ist. Warum wird in der Schulmedizin dieses Wissen nicht grundsätzlich angewendet? Ist doch logisch, dass der Körper bestimmte Stoffe braucht, um arbeiten zu können - warum ihm diese nicht zuführen? Meiner Meinung nach könnte so vielen Menschen geholfen werden. Auf ADHS bezogen würde das bestimmt den Ritalinverbrauch reduzieren. Oder wollen das die Pharmafirmen etwa nicht?

Leave a Reply