Archive for August, 2011

Bei ADHS und Lernstörungen: Mikronährstoffhaushalt testen lassen!

Dienstag, August 23rd, 2011

Jetzt zu Schulbeginn rückt für viele Eltern wieder das Problem mit ihrem Sohn oder ihrer Tochter in den Vordergrund: Das Kind ist zappelig, verträumt, aggressiv, hat Konzentrations- und/ oder Lernschwierigkeiten - und es leidet selbst am meisten darunter.

Laut einer Veröffentlichung der Techniker Krankenkasse werden immer mehr Psychopharmaka gegen ADHS verschrieben. Im Jahr 2009 nahmen ca. 27 von 1000 bei dieser Kasse versicherten Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 18 Jahren das Medikament Ritalin (Methylphenidat) ein. Über 1,7 Tonnen dieses Wirkstoffes gingen 2009 über den Apotheker-Ladentisch. Im Jahr 2006 waren es noch 1,2 Tonnen, was einer Steigerung von 42 Prozent entspricht.

Die TK warnt allerdings vor einer voreiligen Diagnose und medikamentösen Behandlung bei ADHS. “Denn die Langzeitfolgen von Ritalin und Co. sind noch nicht erforscht und die Nebenwirkungen sehr umstritten.” Bei einer falschen Dosierung können Angstzustände, Appetitlosigkeit oder auch Wachstumsstörungen die Folge sein. Psychopharmaka sollten deshalb nicht voreilig verschrieben werden, und es sollte immer zuerst überprüft werden, ob noch andere Ursachen vorliegen.

Wesentlich sanfter ist der Versuch, mit einer gezielten Mikronährstofftherapie den Hirnstoffwechsel wieder in Balance zu bringen: Bei ADS/ ADHS gehen Fachleute davon aus, dass der Stoffwechsel und das Gleichgewicht der Nervenbotenstoffe - insbesondere Dopamin - gestört sind. Es gibt zunehmend Hinweise, dass auch andere Neurotransmitter wie Noradrenalin und/ oder Serotonin beteiligt sind. In einer richtig angewandten orthomolekularen Therapie wird überprüft, ob dem Stoffwechsel überhaupt alle notwendigen Bausteine zur Verfügung stehen, um diese Botenstoffe zu bilden. Anschließend werden die fehlenden Mikronährstoffe gezielt in der richtigen Dosierung verabreicht. Einige Aminosäuren sind unmittelbar an der Bildung bestimmter Botenstoffe beteiligt. So werden aus der Aminosäure Tyrosin die Katecholamine Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin gebildet; und aus der Aminosäure Tryptophan entsteht der stimmungsaufhellende Botenstoff Serotonin. Natürlich sind noch weitere Mikronährstoffe am Stoffwechsel der Botenstoffe beteiligt, wie z.B. Vitamin C,  Vitamin B6, Eisen und Zink.

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Studie über Mikronährstofftherapie bei ADHS

Montag, August 8th, 2011

Studie über Mikronährstofftherapie bei ADHS

Forscher der University of Canterbury, Christchurch, untersuchten die Wirkung eines Mikronährstoffpräparates mit 36 Wirkstoffen, hauptsächlich Mineralstoffen und Vitaminen, in Bezug auf ADHS und starken Befindlichkeitsstörungen. An der achtwöchigen Open-Label-Studie nahmen 14 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 55 Jahre teil, die an ADHS oder SMD litten und nicht mit entsprechenden Medikamenten behandelt wurden.

Eine Minderheit berichtete über vorübergehende leichte Nebenwirkungen.
Signifikante Verbesserungen konnten u.a. hinsichtlich Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsität, Stimmung, Stress und Ängstlichkeit beobachtet werden, insbesondere wenn die entsprechenden Symptome mittelgradig oder stark ausgeprägt waren.

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Vitamin C, Eisen und ADHS-Symptomatik

Dienstag, August 2nd, 2011

 ADHS und Mikronährstoffmängel

In einer koreanischen Studie wurde untersucht, inwieweit die Entstehung von ADHS mit den Ernährungsgewohnheiten und der Qualität der Nahrung zusammenhängt. Insgesamt nahmen 112 Fünftklässler, 58 Jungen und 54 Mädchen, daran teil. Anhand von zwei verschiedenen Fragebögen wurden Daten erhoben: Die Lehrer, die einen der Bögen ausfüllten beurteilten den Grad der Hyperaktivität, Impulsivität und das Verhalten der Schüler.
Im zweiten, sehr umfangreichen Bogen gaben die Schüler Auskunft über Essverhalten, Ernährungsgewohnheiten, Vorliebe für Süßes, Häufigkeit und Regelmäßigkeit der Mahlzeiten etc.

Die Auswertung der Studie ergab Folgendes:
Bei der täglichen Energie- und Proteinzufuhr gab es keine nennenswerte Differenzen zwischen der „normalen Gruppe“ und der ADHS-Risiko-Gruppe.

Es waren jedoch Unterschiede in der täglichen Mineral- und Vitaminaufnahme zu erkennen. Die Vitamin-C-Zufuhr lag in der Risiko-Gruppe signifikant niedriger. Die Schüler ohne ADHS nahmen täglich im Durchschnitt 100,7 mg Vitamin C zu sich, die der Risiko-Gruppe nur
45,9 mg. In beiden Gruppen lag die Zufuhr von B1 und B6 in der Höhe der empfohlenen Mindestaufnahmemenge, während sich die Aufnahme von Calcium und Vitamin A als ungenügend darstellte.
Speziell die Risikogruppe zeigte eine zu geringe Zufuhr an Calcium, Eisen und Vitamin C, und der Vitamin-C- und Eisenmangel am ausgeprägtesten waren. (more…)