Besser Lernen durch Bewegung

 

Lernprozesse im Gehirn können durch Bewegung gefördert werden. Dies sind Resultate aus der Neurowissenschaft und der Entwicklungspsychologie. Durch Bewegung bekommt das Gehirn vermehrt Sauerstoff und kann somit auch bessere Leistungen erzielen. Außerdem vermindert Bewegung den durch Stress hervorgerufenen Abbau von Serotonin und Adrenalin. Serotonin ist ja bekanntlich ein „Glücklichmacher“ und Adrenalin ein „Motivator“. Ein Mangel an Serotonin wird neuerdings auch als Ursache für eine ADHS-Symptomatik diskutiert.

Leider bewegen sich Kinder heutzutage viel zu wenig. Wer läuft denn noch zur Schule oder fährt mit dem Fahrrad? Wir fahren unsere Kinder wohin sie wollen, bequem mit dem Auto. Nach der Schule kommt dann der beliebte Computer, Fernseher oder Nintendo zum Einsatz. Das ist natürlich für eine gesunde Hirnentwicklung nicht von Vorteil.

Dabei ist es gar nicht so schwer, seine Kinder zu mehr Bewegung zu begeistern. Es gibt vielseitige Hobbys wie Turnen, Tanzen, Radfahren, Schwimmen, Volleyball, Fußball und vieles mehr.
Im Sport knüpft man Freundschaften; es macht Spaß, seine Kräfte gemeinsam zu messen, man kann seine überschüssige Energie auspowern und ist danach glücklich und ausgeglichen. Das Lernen fällt dann auch viel leichter und man kann sich besser konzentrieren.

Aber auch im Alltag können Kinder mithelfen, wie z.B. den Müll rausbringen, kleine Einkäufe erledigen, den Tisch decken oder abräumen und vieles mehr. Auch die Eltern sollten natürlich mit gutem Vorbild vorangehen und sportlich aktiv sein. Also geht mit euren Kindern an die frische Luft, macht Ballspiele, klettert mit euren Kindern auf dem Spielplatz und im Wald herum. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Denn: Glückliche Kinder lernen leichter.

Referenzen:
Optimale Gehirnernährung für Kinder, Patrick Holford, Deborah Colson, VAK-Verlags-GmbH 2008
Schlaue Kinder essen richtig, Dr. Astrid Laimighofer, TRIAS Verlag 2010

Bild: Hanspeter Bolliger, pixelio.de; Autor:admin-Michi ©




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One Response to “Besser Lernen durch Bewegung”

  1. Silke Rische Says:

    Der Kopf füllt sich besser durch Bewegung.

    In den letzten 20 Jahren hat die Hirnforschung mehr Erkenntnisse erbracht als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte. Neueste neurowissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass Bewegung einen positiven Einfluss auf die Gehirntätigkeit hat. Wer sich bewegt, hat mehr vom Leben! Mens sana in corpere sano - ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.

    Bewegung …

    … baut Energie im Körper auf

    … bringt Sauerstoff ins Gehirn

    … steigert die Leistungsfähigkeit

    … hebt die Stimmung

    … macht Spaß

    … vertieft passend zum Thema die Lerninhalte

    … fördert die Motivation

    Dies alles ist bewiesen, belegt und bekannt. Doch: Warum ist die Wirklichkeit in den meisten Klassenzimmern und Seminarräumen nicht danach gestaltet? Warum wird in Schulen und auch in der Erwachsenenbildung so wenig darüber nachgedacht, wie Lernen und Bewegung im Unterricht umgesetzt werden können?

    Auf der einen Seite Gehirn und Geist, auf der anderen Seite Körper und Seele - das gehört zusammen und darf auch beim Lernen nicht getrennt werden.

    Wenn wir zurückblicken auf unsere eigene Lern-Biographie, dann erinnern wir uns daran, dass Lernen nicht viel mit Bewegung zu tun hatte, sondern mit „ruhig sitzen bleiben“. Die Ruhigstellung erfolgte spätestens in der Grundschule. Stillsitzen zum Zwecke des Lernens, hieß die Devise. Und das Stillsitzen und Zuhören verfolgte uns dann die ganze Schullaufbahn, an der Uni, in der Ausbildung, bei der beruflichen Weiterbildung …. Klappte es mit dem Lernen im Sitzen nicht, blieb man einfach auch weiterhin sitzen. Deshalb heißt es wahrscheinlich auch „sitzen bleiben“, oder?

    Später im Job nimmt man dann an Sitzungen teil, sitzt Probleme aus oder lässt sitzend in verdunkelten Räumen PowerPoint Präsentationen über sich ergehen. “PowerPoint ist betreutes Lesen” (M. Pöhm) - das trifft es wohl auf den Punkt. Doch Betreuung reicht, wie ich finde, nicht aus.

    Lernstoff nur im Sitzen zu vermitteln bzw. aufzunehmen - daran hat sich seit meiner eigenen Schulzeit viel zu wenig verändert. Ich frage mich: Was kommt da beim Lernenden überhaupt an? Wieviel wird behalten? Warum werden die Möglichkeiten zur Verbesserung der Behaltensleistung nicht ausgeschöpft

    Beim Lernen von Erwachsenen wurde der Bewegungsaspekt lange ignoriert. Doch auch bei Erwachsenen sind Lernen und Bewegung eng miteinander verbunden. Aktuelle Ergebnisse aus Gehirn- und Lernforschung beleben, dass das Gehirn leichter, besser und nachhaltiger lernt, wenn Bewegung ins Spiel kommt. Das muss nicht die große Sportaktivität oder das Outdoor-Event der Erlebnispädagogik sein. Einfach mal aufstehen, den Platz oder den Raum wechseln, Gruppen bilden, Energieaufbaktivitäten anbieten, BrainGym-Übungen einbauen u.v.m. … das alles ist Bewegung, die das Denken anregt und die Stimmung positiv beeinflusst.

    Wer lebenslang lernt, muss sein Wissen ständig erweitern und aktualisieren, um zum Beispiel im Beruf auf dem Laufenden zu bleiben. Dabei tritt effizientes Lernen in den Vordergrund. Frontalunterricht kann es nicht schaffen, die Lernleistung zu verbessern. Mit Bewegung und dem Einsetzen möglichst vieler Sinne ist es möglich, Lernleistungen zu steigern. Meiner Meinung nach kann nur das handlungs- und erlebnisoriente Lernen Zukunft haben. Der Lehrer wird zum Lernbegleiter und -berater, der im Unterricht die besten Rahmenbedingungen schafft, um den Lernprozess seiner Schüler und Kursteilnehmer zu erleichtern.

    Ich wünsche mir, dass SITZungen viel öfter zu GEHungen werden und
    dass wir unsere Lernzeit nicht abSITZen müssen, sondern Möglichkeiten haben und nutzen, damit es mit unserer Bildung voranGEHT!

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