Archive for Dezember, 2010

Aluminium in Schokolinsen – damit sie mehr leuchten

Mittwoch, Dezember 29th, 2010

 

Aluminium ist ein weit verbreiteter Nahrungsbestandteil, vor allem in bunten Süßigkeiten für Kinder. Viele Lebensmittelfarben enthalten Aluminium, damit sie knalliger leuchten; insbesondere bunte Schokolinsen werden mit Aluminiumfarblacken gefärbt. Die Aluminiumkonzentrationen in Schokolinsen sind teilweise erschreckend hoch. Amtliche Messungen baden-württembergischer Behörden haben Spitzenwerte bis zu 320 mg/ kg Schokolinsen ergeben. Am 15. Juli 2008 erfolgte eine Pressemitteilung der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, in der vor überhöhter Aluminiumaufnahme in Lebensmitteln gewarnt wurde. Nach Schätzungen von Experten wird bei einem erheblichen Teil der europäischen Bevölkerung die tolerierbare wöchentliche Aufnahme von einem Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht überschritten. Wenn man sich auch über die gesundheitlichen Risiken des Aluminiums noch nicht ganz einig ist, so gilt Aluminium doch als Risikofaktor für Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems. Neuerdings gibt es auch vermehrte Hinweise, dass Aluminium bisher unbekannte hormonelle Wirkungen hat im Sinne eines Metallöstrogens. Aufgrund der EFSA-Empfehlungen sollte ein kleines Kind von aluhaltigen Schokolinsen höchstens vier Stück am Tag essen, darüber hinaus beginnt bereits das Risiko.

Referenzen:
Die Ernährungsfalle, Hans-Ulrich Grimm, Wilhelm Heyne Verlag 2010
Bild: Christian Delfs, pixelio.de; Autor: Dr. med. Hans-Günter Kugler ©




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Fertiggerichte und ADHS

Mittwoch, Dezember 22nd, 2010

In dem neu erschienenen Buch: „Die Ernährungsfalle“ von Hans-Ulrich Grimm beschreibt der Autor in mehr als 500 Stichwörtern von A (wie Aluminium) bis Z (wie Zusatzstoffe), wie die Lebensmittelindustrie gezielt die Nahrung manipuliert. Auch auf das Thema ADHS wird eingegangen:

In einer Studie von Professor Egger, veröffentlicht im Fachblatt Lancet, wurde deutlich, dass bereits das Weglassen bestimmter Lebensmittel und Zusatzstoffe zu einer deutlichen Besserung des Verhaltens bei Kindern führt.

Aus dem Ernährungsplan wurden folgende Produkte gestrichen: Fertiggerichte wie z.B. Tütensuppen, Dosenravioli; Hamburger und Fertigjoghurts. Ebenso wurde auf Allergie-Auslöser wie Soja, Kuhmilch und Fisch verzichtet.

Von 72 hyperaktiven Kindern trat bei 62 Kindern eine deutliche Besserung ihres Verhaltens ein. Außerdem heilten zusätzlich bestehende Krankheiten wie Asthma oder juckende Hautausschläge ebenso aus.

Referenzen:
Die Ernährungsfalle, Hans-Ulrich Grimm, Wilhelm Heyne Verlag 2010
Bild: Miroslaw, pixelio.de; Autor:admin-Michi ©




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Synthetische Farbstoffe und ADHS

Freitag, Dezember 17th, 2010

 

Dass die Ernährung einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten und das Lernen bei Kindern hat, wurde inzwischen in vielen Studien nachgewiesen. Die in der Nahrung enthaltenen Zusatzstoffe, Farbstoffe oder gar Schwermetalle spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Es wird z.B. vermutet, dass das gelbe Tartrazin (E102), ein Farbstoff, Symptome wie Schlafstörungen, Reizbarkeit und Unruhe verursacht. Eine australische Studie konnte dies bestätigen: Je höher die Tartrazindosen, desto ausgeprägter waren auch die Symptome.

Wissenschaftler der Universität in Southampton führten eine Studie mit ca. 300 Kindern im Alter zwischen 3 und 9 Jahren durch. Die Kinder bekamen 6 Wochen lang Säfte zu trinken, in denen zum einen das Konservierungsmittel Natriumbenzoat (E 211), zum anderen verschiedene Lebensmittelfarben wie Tartrazin (E102), Cochenillerot A (E 124), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Chinolingelb (E 104) und Allurarot (E 129) enthalten waren.

Eltern, Lehrer und wissenschaftliche Beobachter dokumentierten das Verhalten der Kinder und stellten eine erhöhte Hyperaktivität fest. Die Kinder waren unruhiger und zappeliger.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen diesen künstlichen Lebensmittelfarben und einer ADHS-Symptomatik, Aggressivität und Konzentrationsschwierigkeiten besteht. Diese 6 Farbstoffe wurden von den Forschern als problematisch eingestuft, und man kennt sie seither auch unter dem Namen „Southampton Six“.

Referenzen:
Die Ernährungsfalle, Hans-Ulrich Grimm, Wilhelm Heyne Verlag 2010
Bild: utaahhh, pixelio.de; Autor:admin-Michi ©




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Besser Lernen durch Bewegung

Mittwoch, Dezember 8th, 2010

 

Lernprozesse im Gehirn können durch Bewegung gefördert werden. Dies sind Resultate aus der Neurowissenschaft und der Entwicklungspsychologie. Durch Bewegung bekommt das Gehirn vermehrt Sauerstoff und kann somit auch bessere Leistungen erzielen. Außerdem vermindert Bewegung den durch Stress hervorgerufenen Abbau von Serotonin und Adrenalin. Serotonin ist ja bekanntlich ein „Glücklichmacher“ und Adrenalin ein „Motivator“. Ein Mangel an Serotonin wird neuerdings auch als Ursache für eine ADHS-Symptomatik diskutiert.

Leider bewegen sich Kinder heutzutage viel zu wenig. Wer läuft denn noch zur Schule oder fährt mit dem Fahrrad? Wir fahren unsere Kinder wohin sie wollen, bequem mit dem Auto. Nach der Schule kommt dann der beliebte Computer, Fernseher oder Nintendo zum Einsatz. Das ist natürlich für eine gesunde Hirnentwicklung nicht von Vorteil.

Dabei ist es gar nicht so schwer, seine Kinder zu mehr Bewegung zu begeistern. Es gibt vielseitige Hobbys wie Turnen, Tanzen, Radfahren, Schwimmen, Volleyball, Fußball und vieles mehr.
Im Sport knüpft man Freundschaften; es macht Spaß, seine Kräfte gemeinsam zu messen, man kann seine überschüssige Energie auspowern und ist danach glücklich und ausgeglichen. Das Lernen fällt dann auch viel leichter und man kann sich besser konzentrieren.

Aber auch im Alltag können Kinder mithelfen, wie z.B. den Müll rausbringen, kleine Einkäufe erledigen, den Tisch decken oder abräumen und vieles mehr. Auch die Eltern sollten natürlich mit gutem Vorbild vorangehen und sportlich aktiv sein. Also geht mit euren Kindern an die frische Luft, macht Ballspiele, klettert mit euren Kindern auf dem Spielplatz und im Wald herum. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Denn: Glückliche Kinder lernen leichter.

Referenzen:
Optimale Gehirnernährung für Kinder, Patrick Holford, Deborah Colson, VAK-Verlags-GmbH 2008
Schlaue Kinder essen richtig, Dr. Astrid Laimighofer, TRIAS Verlag 2010

Bild: Hanspeter Bolliger, pixelio.de; Autor:admin-Michi ©




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